Manipulierte Affiliate-Links erschweren Website-Refinanzierung

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Eine Recherche des Computermagazins c’t legt nahe, dass vermehrt Nutzer Browserplugins nutzen, die Affiliate-Link manipulieren und so Website-Refinanzierungen erschweren.

Vorweg sei gesagt, den Nutzern schadet das erstmal nicht. Sie haben dadurch keinen Nachteil, werden allerdings als Provisions-Auszahlungsgrund benutzt, ohne, dass sie es merken. Interessant und kritikwürdig ist die Angelegenheit dennoch.

Affiliate-Links sind an sich eine gute Sache, um Angebote im Web zu finanzieren. Wir hier bei mobiFlip.de setzen zum Beispiel darauf. Wenn wir über Schnäppchen oder Produkte schreiben, dann verlinken wir diese eigenständig in Onlineshops. Ist man Partner solcher Shops, bekommt man eine eindeutige ID, welche an die entsprechende URL angehangen wird und der Shop weiß: Der Käufer kam von mobiFlip.de. Im Gegenzug wird eine Provision verbucht. Der Käufer zahlt dabei selbstverständlich nicht mehr als sonst auch für sein Produkt.

Beiträge, die solche Links enthalten, kennzeichnen wir aus Transparenzgründen mit „Partnerlinks enthalten“ gleich oben in der Autorenbox. Ich habe das in diesem Beitrag mal aktiviert, damit ihr euch das anschauen könnt. Links bei uns haben oft den Aufbau shara.li/c/uZ996ldr97 das ist einfach ein URL-Kürzer, der dafür sorgt, dass o.g. IDs an die Shop-URLs gehangen werden.

So viel zur allgemeinen Erläuterung des Systems.

Was hat man bei c’t nun herausgefunden? Dieses System wird mittels manipulativer Add-ons missbraucht. Das ist sogar recht einfach. Browser-Erweiterungen fangen sämtliche Links zu Shops ab, egal woher diese stammen und packen dort einfach eine andere Partner ID dran. So verdient am Ende der Anbieter des Browser-Plugins und nicht der, der den Nutzer eigentlich zum Shop geschickt hat. Die Add-ons gelangen beispielsweise beim scheinbar harmlosen Download von Programmen oder Apps über einen Download-Manager auf den Computer der User.

Was hat das zur Folge? In erster Linie leiden darunter Website-Betreiber, weil sie ihre Provision nicht ausgezahlt bekommen, obwohl der User über ihre Seite in den Online-Shop gelangt ist. Man kann klar sagen, tritt das vermehrt auf, ließen sich solche Websiten wie mobiFlip.de nicht mehr finanzieren. Oft versucht man dann mit anderen Werbeformen gegenzusteuern. Weiterhin tracken so die Add-on-Anbieter Nutzer ohne deren Wissen.

Dem Verbraucher entsteht zwar kein finanzieller Nachteil, „allerdings zeigt dieses Beispiel eindrücklich, wie einfach es ist, Schadsoftware auf fremde Rechner zu bringen“, betont Bleich. Als Sofortmaßnahme empfiehlt der Experte zu prüfen, welche Add-ons im Browser aktiv sind.

Fazit? Browser-Erweiterungen mal auf solchen Verhalten checken und im Zweifel abschalten. Zudem auf euren Lieblingswebsites ruhig immer mal die Shop-Links nutzen. Das hilft nämlich wirklich, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

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