Mercedes macht die sportlichen Elektroautos immer mehr zum Verbrenner und bringt nicht nur eine Fake-Gangschaltung ins Spiel, sondern auch einen Sound, wie man ihn aus der „alten Welt“ kennt. Und da ist der neue GT ein Vorzeigemodell.
Bei der Top-Version, die man vor ein paar Wochen zeigte, warb Mercedes mit V8-Fahrspaß. Jetzt folgt der Mercedes‑AMG GT 53 (der mit 115.430 Euro günstige Einstieg in dieses Modell) und dieser ist mit 400 kW (544 PS) etwas langsamer.
Interessant ist aber, dass Mercedes nicht nur technische Abstriche gemacht hat, sondern auch „emotionale“. Statt V8 wirbt man hier mit „Sechszylinder-Sound mit Gänsehaut-Faktor“. Vorbild war hier der etwas ältere Mercedes‑AMG E 53 Coupé.
Statt Soundeffekte lediglich zu imitieren, gingen die Akustik-Spezialisten von Mercedes‑AMG dem echten Klang eines AMG Reihensechszylinders bis ins Detail auf den Grund. Mit akribischer Genauigkeit erfassten sie seinen Charakter an 16 verschiedenen Mikrofon-Positionen im Fahrzeug und außerhalb. Auf dem Rollenprüfstand führten sie dafür mehr als 100 hochpräzise Messungen durch – statisch wie dynamisch.
Mercedes möchte „jede reale Nuance des authentischen AMG Soundcharakters“ in diesem Elektroauto bieten und „echte Gänsehaut-Momente“ erzeugen. Man glaubt bei AMG also, dass nur die Fake-Verbrenner-Welt die Lösung des Problems ist.
Ich habe den GT übrigens letztes Wochenende in echt gesehen und fand ihn da sogar noch hässlicher als auf den Bildern und in Videos. Mir ist er vorher auch oft als Prototyp begegnet, die Form ist grundsätzlich gar nicht so schlecht, aber diese Front und vor allem der Bereich der Heckleuchten sieht echt gar nicht gut aus.
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