E-Autos überzeugen ihre Fahrer, doch beim Laden gibt es Kritik
Satte 97 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer sind mit der Nutzung ihres Elektroautos zufrieden oder sehr zufrieden.
Der ADAC hat im Juni 2026 insgesamt 1.060 Besitzer eines batterieelektrischen Autos in Deutschland befragt. Knapp drei Viertel fahren dabei ihr erstes E-Auto im Haushalt. Mehr als 90 Prozent der Umsteiger empfanden den Wechsel von einer anderen Antriebsart als einfach oder sehr einfach.
ADAC-Umfrage zeigt Probleme beim öffentlichen Laden
Auch mit der Reichweite sind die meisten Teilnehmer zufrieden. Kritik gibt es vor allem an Abweichungen zwischen Herstellerangaben und Praxis sowie an Reichweitenunterschieden zwischen warmen und winterlichen Temperaturen.
Beim Laden zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede:
- Fast zwei Drittel sind mit öffentlichen Ladesäulen zufrieden.
- 42 Prozent laden ohne Tarifbindung, 40 Prozent mit einem Tarif ohne Grundgebühr.
- Nur 14 Prozent nutzen einen Ladetarif mit Grundgebühr.
- 56 Prozent verändern nachts aus Sicherheitsgründen ihr Ladeverhalten.
- Bei Frauen liegt dieser Anteil sogar bei 67 Prozent.
Mehr als 60 Prozent wünschen sich an Ladeparks bessere Beleuchtung oder Videoüberwachung. Rund jeder Vierte sieht zudem bei Höhe und Transparenz der Ladestrompreise Verbesserungsbedarf.
Ich finde vor allem die Zufriedenheit von 97 Prozent bemerkenswert. Die Umfrage legt nahe, dass inzwischen weniger das E-Auto selbst als vielmehr Preisgestaltung, Laden und Sicherheit an öffentlichen Ladepunkten die entscheidenden Baustellen sind. Dass das zuverlässige, schnelle und günstige Laden der entscheidende Punkt der nächsten Jahre sein wird, war bereits zu erwarten.
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So, und die wichtigste Information lese ich nicht heraus: Wie viele von den Befragten können denn überhaupt zuhause laden?
Siehe Fußnote der Grafik, die Basis sind E-Auto Besitzer, die öffentlich laden. Wie viele zusätzlich woanders laden können, konnte ich nicht finden, nur ist halt auch die Frage, ob das so relevant ist, denn es ging ja explizit um Erfahrungen mit öffentlichen Ladestationen.
Denke ist super relevant. Weil die, die zuhause laden, auch in der Theorie weniger Probleme mit öffentlichen Ladern haben, weil sie auch logischerweise weniger öffentlich laden müssen.
Warum hast du weniger Probleme mit öffentlichen Ladern, wenn du zu Hause lädst? Da ist doch nur die Häufigkeit verringert. Aber anteilig sind doch die Probleme exakt gleich.
Kann ich völlig nachvollziehen! Wir fahren seit ca. 4 Jahren elektrisch. Wir laden zu 95% an der heimischen Wallbox, zu 4% in der Firma. Bisher haben wir 2 x DC geladen, das letzte Mal vor ca. 1 Woche, habe ich an einer enBW adhoc geladen (keine App, kein Abo), einfach nur mit der Kreditkarte, Ergebnis:
Für 2 Stunden habe ich 63,50 Euro bezahlt
Blockiergebühr für das Parken: 21 Euro
Ladevorgang: 42,50 Euro (53 kWh zu 0,79 Euro/kWh)
Das Parken waren wir selbst schuld, weil wir die Zeit vergessen, haben.
Was mich am meisten ärgert, sind:
a) die hohen Preise
b) die Zerstörungswut (abgeschnittene Kabel)
c) die viel zu komplizierten Zahlungsmethoden und Datensammelwut der Konzerne
Mit einer Ladekarte ohne Grundgebühr und eine hat doch jeder Stromer fahren, hättest Du 0,51 €/kWh bezhalt. Warum die Kreditkarte?
Vielleicht weil er bei 99% seiner Ladevorgänge keine Ladekarte braucht?
Dann brauche man sich aber nicht über den Preis ärgern. Ich nutze meine Karte (EnBW ohne Grundgebühr) auch nur im Urlaub und lade ansonsten auch zu 98% zu Hause.
Genau das ist ja mein Kritikpunkt, warum braucht es überhaupt eine „Karte“ des Anbieters, die mich eventuell dann noch was kostet (wahrscheinlich eine Bearbeitungsgebühr, für die Ausstellung), oder eine App des Anbieters und diese funktioniert dann nur für die Ladestationen des Anbieters A und nicht für die Stationen des Anbieters B, oder für Anbieter C + irgendwelche Fantasieaufschläge für Rückenwind, oder Dämmerungszuschlag, etc.
Es sollte „so einfach“ wie beim Tanken gehen.
– der Ladepark wird angefahren, dort steht eine Preistafel mit den Preisen (die man aus 300KM Entfernung schon lesen kann)
– Ich fahre an die Ladestation und wenn das Kabel nicht geklaut wurde, nehme ich den Ladestecker, stecke ein, schalte mit der Kreditkarte frei und der Ladevorgang wird durchgeführt.
– Fertig, ziehe den Stecker, fahre los und das war es.
Gerade Aufkleber mit QR-Code werden heute auch für abzocken genutzt, Stichwort: QR Code Phishing (Quishing)
Das.
Danke. 😉