Mercedes ohne Plan: „Die Kunden müssen bereit sein, mehr zu zahlen“

Die Krise ist in voller Härte bei Mercedes angekommen und der Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern kocht langsam hoch. Vor allem der Chef ist bei den Arbeitnehmern angezählt, nicht wenige fordern das Ende von Ola Källenius.

Dieser hat die Marke mit seiner Luxus-Strategie in die Krise gestürzt und jetzt will man mit massiven Sparmaßnahmen den Karren aus dem Dreck ziehen. Das geht aber nicht einfach nur mit Kürzungen, so Michael Häberle (Betriebsratschef für Stuttgart-Untertürkheim) in der Automobilwoche, da muss noch mehr passieren.

Mercedes fehlt ein Plan für die Zukunft

Die Kürzungen seien ein „Horrorkatalog“ für die Arbeitnehmer und nicht nur das, die Führungsebene von Mercedes geht ohne konkreten Plan vor. Man lasse sich „von der Konkurrenz aus China treiben“ und es bringe nichts, wenn man jetzt nur die Kosten weiter kürzt, denn „die Kunden müssen bereit sein, mehr zu zahlen“.

Das geht aber nicht mit Sparmaßnahmen, das geht nur mit Innovationen. Man kann als deutsche Premiummarke nicht mit einem Land mithalten, in dem Demokratie und Arbeitnehmerschutz ein Fremdwort sind, so Michael Häberle, das ist kein Plan.

Man sei ja durchaus zu Zugeständnissen bereit, so ist es nicht, aber dafür benötigt es auch eine Perspektive für die Zukunft von Mercedes. Am 28. September werden sich Ola Källenius und Michael Schiebe (Produktionschef) in Stuttgart den Fragen der Belegschaft stellen, spätestens nächste Woche sollte man einen Plan haben.

Ich sehe das ganz ähnlich wie Michael Häberle, denn für viele Dinge kann Mercedes nichts, aber das aktuelle Management rund um den Chef hat einen großen Anteil an der Krise der Premiummarke. Und bevor die Arbeitnehmer zurückstecken, wäre es vielleicht an der Zeit, dass erst einmal der Chef seinen Posten räumt und geht.

Das wird die Probleme auch nicht lösen, aber Mercedes würde frischer Wind nicht schaden. Vielleicht hat das Team rund um Ola Källenius aber auch einen Plan für die Zukunft der Marke parat, das interne Vertrauen scheint aber langsam zu sinken.


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  1. Roberto123 🌀

    Ich sehe das Problem auch im Agenturen-Modell von Mercedes. Ich würde mir gerne eine Mercedes GLC kaufen. Allerdings bekommt man aufgrund des Agenturen-Modells kaum Rabatt. Früher waren da bei manchen Elektro-Autos von Mercedes 20-25 % möglich. So wird es wahrscheinlich der BMW iX3, wobei ich da den Innenraum eigentlich eine Frechheit finde und der Komfort sehr bescheiden ist. Vielleicht also doch lieber einen Xpeng für 30 % unter BMW-Niveau ;-) Mir persönlich ist die Deutsche Autoindustrie ja völlig egal. Die sollen mal von ihrem hohen Ross runterkommen und etwas Demut zeigen!

  2. Fabio 🪴

    „Konkurrenz aus China treiben“ „Demokratie und Arbeitnehmerschutz ein Fremdwort“ … Mir kommt die Grütze. War der je aus Biesigheim raus?

    1. Konkurrenz belebt das Geschäft und ist gut für den Kunden, In Deutschland herrscht Kartell und Mafia. Warum ist das gleiche Auto der gleichen Marke in Deutschland so teuer und in China 40 % billiger? Kommt mir nicht mit Herstellkosten. Die Marge ist es.

    2. Gut, Demokratie gab es in Festland-China noch nie. Gibt es aber in Deutschland auch nur als Simulation.

    3. Arbeitnehmerschutz? Kennt er die geltenten chinesischen Gesetze? Ich war bis vor kurzem u.a. in der chineischen Automobilindustire unterwegs, sei es VW-BMW-Benz oder auch Geely, CATL, Baic. Die Fabriken sind neu und modern, die Arbeit gut bezahlt, Unfallschutz hat auch ohne BG hohen Stellenwert.

    Der Grund, warum MB so dasteht, sie haben vergessen moderne, konkurenzfähige Autos in guter Qualität zu angemessen Preisen zu bauen.

    1. 1. Was ist denn das für ein Stammtischgebrabbel mit Mafia? Natürlich will man hier mehr Marge, wie die China-Marken ja auch, die bei uns teurer sind, aber die Produktion in China ist dennoch deutlich günstiger.

      2. Aluhut absetzen, der sitzt heute zu eng.

      3. Daher weht der Wind, ist da vielleicht sogar jemand beim Staat angestellt und soll freundliche Kommentare posten? Haben wir viel zu oft hier, ich frage nur. Und es geht nicht um moderne Werke, es geht um andere Dinge beim Arbeitnehmerschutz.

      1. ChrisH 🏅

        Es sind ja nicht nur die Kosten in der Produktion, auch die Kosten in der Entwicklung und durch die Lohnkosten und andere Standards geringer. Selbst wenn man die Standards hier herunterschraubt wird es nicht reichen, da stand heute die Industrie in China staatlich gepushed wird was zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung führt.
        Dies ist ja auch der Grund, weswegen die EU die Einfuhrsteuer chinesischer Fahrzeuge angehoben hat, für den Markt in China hat das für die europäischen Hersteller natürlich keine Vorteile. Zum Glück sind dort jedoch langsam die Zeiten vorbei, in denen Chinesen eine schwarze Null erreichen konnten indem sie Fahrzeuge auf Halde gebaut hatten.

      2. Fabio 🪴

        Verdammt, erwischt !!!
        你太牛了!

    2. Neuhier 🔆

      Punkt 2 is ja mal an Schwachsinn nicht zu überbieten!

  3. Sebastian 🌟

    Vielleicht muss Mercedes bereit sein insolvent zu gehen? Früher waren 90% der Taxis von Mercedes, heute sinds Toyota Prius und nicht erst seit gestern. Da wurde schon angefangen zu pennen, da brauch man jetzt nicht über China heulen.

  4. Maximilian ♾️

    ähh nein muss der Kunde nicht. Die Hersteller müssen mal langsam von ihren Hohen Ross runterkommen.

  5. Dom 🌀

    Wenn man den letzten Moove Podcast gehört hat, gibts wohl auch massive Probleme bei der Reparatur der Fahrzeuge, weil sie im Endeffekt ein „kauf das komplett“, statt ein „wir geben auch Einzelteile raus“ fahren.

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