Die Milka Alpenmilch Schokolade wurde von Verbrauchern zur „Mogelpackung des Jahres“ 2025 gewählt.
Die Verbraucherzentrale Hamburg meldet, dass die Schokolade Milka Alpenmilch des Unternehmens Mondelez mit 66,7 Prozent der Stimmen als Mogelpackung des Jahres 2025 ausgezeichnet wurde. An der Abstimmung nahmen insgesamt 34.731 Personen teil, die höchste Beteiligung seit sechs Jahren.
Die Wahl zeigt deutlich die Unzufriedenheit vieler Verbraucherinnen und Verbraucher mit der Produktänderung. Insgesamt verteilten sich die abgegebenen Stimmen bei der Wahl der „Mogelpackung des Jahres 2025“ wie folgt auf die fünf nominierten Produkte:
- Milka Schokolade von Mondelez: 23.165 Stimmen (66,7 %)
- Käse-Streusel Backmischung von Dr. Oetker: 7.666 Stimmen (22,1 %)
- XXL Schoko Hafer-Müsli von Kölln: 2.060 Stimmen (5,9 %)
- 3in1 Classic Kaffeesticks von Jacobs: 1.692 Stimmen (4,9 %)
- Penne Pomodoro Mozzarella von Knorr:148 Stimmen (0,4 %)
Reduzierte Füllmenge und höhere Preise
Die Schokoladentafel wurde Anfang 2025 von 100 auf 90 Gramm reduziert, während der Preis im Handel von 1,49 Euro auf 1,99 Euro stieg. Laut Verbraucherzentrale täuscht die Verpackung über den geringeren Inhalt hinweg.
Auch andere Produkte der Marke Milka waren von ähnlichen Änderungen betroffen. Bereits im Juli 2025 hatte Foodwatch die Schokolade als „dreisteste Werbelüge des Jahres“ gekennzeichnet.
Wichtige Punkte zur Milka Alpenmilch:
- Füllmenge reduziert um 10 Prozent
- Preissteigerung von über 48 Prozent
- Abnahme der Käuferzufriedenheit und Imageverlust der Marke
- Mehr als 100 Rabattaktionen zur Verkaufsförderung im Jahr 2025
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat aufgrund der Reduzierung der Füllmenge und der Preissteigerung rechtliche Schritte gegen Mondelez eingeleitet. Das Unternehmen muss sich im April vor dem Landgericht Bremen verantworten. Dort wird entschieden, ob die Änderungen als irreführend einzustufen sind.
Meiner Einschätzung nach zeigt der Fall Milka exemplarisch, wie subtile Preiserhöhungen das Vertrauen in Marken schädigen können und dass Verbraucher immer häufiger bereit sind, ihre Kritik öffentlich zu äußern. Die Reaktion bei der Abstimmung macht deutlich, dass mehr Transparenz bei Preis und Menge im Handel dringend erforderlich ist.
Die Verbraucherzentrale veröffentlicht regelmäßig „Mogel-Lebensmittel und -Drogerieartikel“ in ihrer Mogelpackungsliste.
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