Das Handelsforschungsinstitut IFH Köln beobachtet ein starkes Wachstum beim Onlinehandel mit Lebensmitteln in Deutschland.

Die Zahl der Verbraucher, die Lebensmittel im Internet bestellen, ist nach Angaben des IFH Köln im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Produkte des täglichen Bedarfs wurden demnach deutlich häufiger online geliefert als zuvor. Zu dieser Warengruppe zählen neben Lebensmitteln auch Artikel wie Kosmetik oder Tiernahrung.

Nach Einschätzung der Forscher legten die Online-Lieferungen dieser Produkte um vermutlich mehr als zehn Prozent zu. Mehr als die Hälfte der dabei erzielten Online-Umsätze entfiel laut IFH Köln auf Lebensmittel. Damit habe sich dieser Bereich zu einem zentralen Wachstumstreiber innerhalb des digitalen Handels entwickelt.

Onlinehandel mit Lebensmitteln wächst überdurchschnittlich

Im Vergleich zum gesamten Onlinehandel wächst der Markt für online bestellte Produkte des täglichen Bedarfs mehr als doppelt so schnell. Eine vom IFH Köln durchgeführte Umfrage nennt Bequemlichkeit und Zeitersparnis als die am häufigsten genannten Gründe für die Nutzung entsprechender Angebote.

Zentrale Ergebnisse laut IFH Köln:

  • Online-Lieferungen des täglichen Bedarfs mit zweistelligem Wachstum
  • Lebensmittel stellen den größten Umsatzanteil
  • Wachstum deutlich über dem Onlinehandel insgesamt

Ich halte die Zahlen für plausibel, da sie zu meinem Eindruck passen, dass digitale Einkaufsmodelle zunehmend Teil des Alltags werden. Umso mehr verwundert es mich, dass große Player wie Lidl bereits vor Jahren aus diesem Bereich ausgestiegen sind. In unserem Haushalt hat das dazu geführt, dass ein Großteil der Einkäufe inzwischen über dm Drogeriemarkt abgewickelt wird, der hervorragende, versandfähige Lebensmittel vertreibt.


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  1. koi 👋

    Seien wir ehrlich, einkaufen ist ja auch immernoch absolut archaisch. Während ich selbst einen Sarg online bestellen kann, muss ich für Lebensmittel in den meisten Fällen immer noch einen Metallkäfig durch überfüllte Gänge schieben und alle Produkte erst vom Regal in den Käfig, vom Käfig aufs Band, vom Band in den Käfig, vom Käfig in mitgebrachte Taschen, und von den Taschen ins Regal räumen. Einfach nur total banane.

  2. Aaron Matthiesen 🏅

    Ich vermute, das ist Wachsen auf kleinem Niveau – da sind hohe Wachstumaraten natürlich leichter zu erreichen. Sprich, vor kurzem hat jeder 3.000ste größere Mengen an Lebensmitteln online eingekauft, jetzt ist es jeder 2.700ste – schon hat man grob 10 Prozent Wachstum (ohne das es jetzt groß auffällt – zahlen aus den Fingern gesaugt, die stehen oben ja nicht).

    1. René Hesse ♾️

      Gemessen am Gesamtvolumen des deutschen Einzelhandels ist das logischerweise ein geringes Niveau, überleg mal, wie viele Supermärkte, Discounter und so weiter es gibt. Nur das ist ja nicht der Punkt.

      1. Aaron Matthiesen 🏅

        Ich weiß – das war ein bisschen mehr auf die Kommentare bezogen, die meinen, das passiere alles in so großem Stil, dass jetzt die Supermärkte aussterben. Diesen Eindruck kann man ja vielleicht auch bekommen, wenn man in der Schlagzeile von „rasantem“ Wachstum liest. So ganz passt dazu dann nicht, dass es dann, wie es im Text steht, „vermutlich mehr als 10 Prozent“ sind (also vielleicht 12 oder 18, vielleicht auch doch nur 8? Bei rasantem Wachstum denke ich eher am etwas deutlich über 50 Prozent)

        1. René Hesse ♾️

          Es kommt immer auf die Branche an. In dem Bereich ist das schon ein starkes Wachstum. Vor allem, weil es seit Jahren bergauf geht.

  3. Robert 💎

    Am Ende bestimmen die Kunden beziehungsweise eine Gesellschaft, was sie möchte. Der freie Markt regelt hier denn die Nachfrage ist da, ganz einfach.

  4. Peter ☀️

    Oder anders ausgedrückt. Die Menschen werden alle noch fauler und träger und lassen sich alles nach Hause liefern.

    1. René Hesse ♾️

      Wieso ist man faul und träge nur, weil man sich etwas nach Hause liefern lässt? Das ist doch eine Frage des Komforts. Wer verbringt gerne seine Freizeit mit einkaufen? 😄

      1. Peter ☀️

        Na, wenn man sich sperrige Dinge liefern lässt oder keine Transportmöglichkeit hat lasse ich noch gelten. Aber Lebensmittel liefern lassen finde ich schon arg faul.
        Vor allem wenn um fast jeder Ecke ein Supermarkt geöffnet hat. (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich habe selbst meine 9 Liter Wasserflaschen mit meinen Fahrradkorb geschleppt xD

        Es gibt Dinge im Leben, die man lieber noch vor Ort machen sollte.
        Ansonsten gehen die sozialen Begegnungen mit fremden Menschen aller Schichten komplett verloren und jeder lebt nur noch isoliert in seiner Bubble. Und mal davon abgesehen hat die Menscheit noch nie so viel Freizeit wie heute.

        1. René Hesse ♾️

          Also, ich verstehe beim besten Willen nicht, warum das „faul“ sein soll. Ich habe zum Beispiel ein sehr aktives Leben, bin beruflich stark eingebunden und habe zwei kleine Kinder. Ich bin rund um die Uhr von früh bis abends nur am Werkeln. Ein Online-Supermarkt würde mir da ein wenig Komfort bieten. Beispielhaft kann ich erwähnen, dass alle, die ich kenne und die solche Angebote nutzen, überdurchschnittlich viel arbeiten und alles andere als faul sind.

          Deine Einschätzung teile ich überhaupt nicht. Warum sollte ich Interesse daran haben, fremde Menschen beim Einkaufen zu treffen? Das mag subjektiv für dich so stimmen, aber das ist doch nicht allgemein gültig. Es ist das Letzte, was ich mir vorstellen kann. Es ist lästig und stressig. Ich hasse Einkaufen. Es kostet Unmengen an Lebenszeit, nur damit man die Basics daheim hat. Ich denke, viele Menschen sehen das ähnlich.

          1. RoyBer 🌟

            Genauso ist es. Solche Dienste werden in der Regel von hart arbeitenden Menschen genutzt, damit sie ihre wenige Freizeit nicht auch noch für solche Banalitäten verwenden müssen. Mit Faulheit hat das wenig zu tun.

            1. Peter ☀️

              Der Satz „hart arbeitenden Menschen“ ist auch ein banales Wort. Aber das nur so Nebenbei.

          2. Peter ☀️

            Es ist dieselbe Argumentation wie Leute einen einreden, dass man keine Zeit für eine halbe Stunde Sport am Tag hätten.
            Deine Eltern haben es auch geschafft, trotz Kinder und Regelmäßigen Überstunden auf der Arbeit immer noch Nebenei einkaufen zu gehen.
            Der Komfort wird ausgeglichen mit viel mehr zusätzlichen Verpackungsmüll und Benachteiligungen für den Stationären Handel. Wenn man am Ende nur noch in leere Innenstädte und nur noch dort leben möchte, wo gar nichts mehr existiert, dann bitte.
            Wir bewegen uns mittlerweile immer mehr dorthin. Ich sehe darin auch einen von mehreren Gründen für die immer mehr gespaltende Gesellschaft.

            Du kannst deine Meinung dazu haben und ich meine.
            Aber Komfort begründet meines Erachtens nach nicht immer die beste Entscheidung.

            1. René Hesse ♾️

              Nimms mir bitte nicht übel, aber deine Ausführungen sind wirklich nur ganz schwer erträglich. So von oben herab, so unwissend, so verurteilend, so in Schubladen. Das ist wirklich hart. Ich denke da bringt auch ein weiterer Austausch nichts. Alles Gute für dich.

            2. Robert 💎

              Wer kennt sie nicht? Die Innenstädte, die von Rewe, Aldi und Lidl dominiert werden. Merkst du eigentlich selbst noch, was du sagst? Der Handel hat unsere Städte kaputt gemacht. Da ist kein Leben mehr. Es gibt keinen natürlich gewachsenen Raum für Menschen mehr, sondern nur noch Kommerz, Kommerz, Kommerz. Große Parkhäuser neben großen Einkaufstempeln, die in jeder Stadt gleich aussehen. 90 % davon werden von der gleichen internationalen Ausbeuter-Kette betrieben. Es gibt keinen „lokalen“ Handel mehr, dieser ist schon lange tot. Im Grunde wäre es eine Heilung für die Gesellschaft, wenn der Handel in seiner jetzigen Form endlich verschwinden würde und die Menschen und Familien den Raum in den Städten zurückerobern würden. Dann entsteht vielleicht auch mal ein echter sozialer Kontakt, von dem du vorhin gesprochen hast. Bei Aldi an der Kasse entsteht dieser sicher nicht.

            3. RoyBer 🌟

              Deine Eltern haben es auch geschafft, trotz Kinder und Regelmäßigen Überstunden auf der Arbeit immer noch Nebenei einkaufen zu gehen.

              Und denkst du, das war ein tolles Leben für sie? Die meisten hätten wahrscheinlich auch auf solche Angebote zurückgegriffen, aber es gab sie schlicht nicht. Was ist denn das für eine Aussage. Da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln …. Früher war nicht alles besser. Früher war das meiste schlechter.

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