Die Reifeprüfung: Das Sony Xperia Z1 Compact (Kommentar)

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Das Sony Xperia Z1 Compact ist ein Kraftprotz im Kleinformat. Das ist seit einigen Monaten bekannt, es ist seit einigen Monaten erhältlich und seitdem haben viele andere Hersteller ihre Mini-Varianten vorgestellt. Keins von diesen kommt meiner Meinung an das Z1 Compact heran.

Was haben wir Freunde kleinerer Smartphones uns letzten Herbst gefreut, als Sony Japan das SO-02f vorstellte. Sofort wurden die Rufe nach einer globalen Version laut, welche Anfang diesen Jahres endlich vorgestellt wurde.

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So ganz anders als die kleinen Versionen der anderen Androidflaggschiffe war es. Wo bei HTC, Samsung und LG nur der Name herhalten musste und sonst so ziemlich alle Komponenten abgespeckt wurden, setzte Sony auf Klotzen statt kleckern und verbaute vom großen Bruder, was nur ging. Top-Prozessor, massig RAM, das 20 MP-Kameramodul, wasserdicht. Veränderungen beschränkten sich im Kern auf die größenbedingten Dinge wie Display und Akku. Diese Premiumkomponenten ließ sich Sony dann auch teuer bezahlen. Wo bei der Konkurrenz Look & Feel zum günstigen Preis angeboten wurde, hatte Sony Look & Feel & Performance zum Vollpreis.

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Zu dieser Vermarktungshürde gesellten sich zum Start Probleme. Die Foto-LED schien so stark durch die Rückseite, dass die Bilder eingefärbt wurden. Zudem stellte sich heraus, dass man für diese Rückseite statt Glas doch Plastik benutzt hatte, was dem Premiumanspruch einen Knacks versetzte. Im April reagierte Sony darauf und teilte mit, neu ausgelieferte Z1 Compact hätten diese Probleme nicht mehr.

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Wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, ist den meisten das Z1 Compact kein Begriff. Dem Großteil kommt es aber auch nicht auf ein möglichst kleines Smartphone an, und wenn Z1 und Z1 Compact vergleichbare Preise haben, greifen viele zum großen Gerät, weil halt mehr dran ist. Doch meine Zeit mit dem kleinen Powerdroiden hat mich fast das iPhone 5s weglegen lassen. Definitiv in der Ecke verstaubt ist solange das Moto G. Dessen Maße sind an meiner persönlichen Schmerzgrenze, die Größe des Z1 Compact ist für mich ziemlich perfekt.

Wenn Apple tatsächlich kein 4″-iPhone mehr anbieten wird, muss ich mich bis zum Ende aller Zeit am 5s festhalten – es sei denn, Sony bringt irgendwann einen Compact-Nachfolger, der mich genauso überzeugt wie das aktuelle Modell. Für das japanische Sommer-Portfolio hat man außer leichten Designanpassungen nichts am Z1f geändert, was die Hoffnungen auf eine zeitnahe Ablösung zunichte machte. Andererseits ist kann das Z1 Compact immer noch mithalten beziehungsweise sogar vorlegen. Dieser Tage erhält es als eins der ersten Androidsmartphones überhaupt die neueste Version KitKat 4.4.4.

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Was könnte man denn sonst so an leistungsfähigen, hochwertigen Modellen bekommen? Das geht doch alles erst bei fünf Zoll los, einer Größe, die vor wenigen Jahren den Phablets zugeordnet wurde. Manche sogenannten Minis sind so groß wie die Topmodelle des Vorjahres und können weniger. Aktuell nutze ich, wie oben erwähnt, neben dem iPhone 5s ein Moto G. Hauptsächlich aber, weil es ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis hat und nicht wegen der Leistung, des Designs oder der Verarbeitung. Ohne das iPhone wäre hier schon längst ein Z1 Compact im Haus.

Im Markt unter 4,5 Zoll klafft ein Loch und das Z1 Compact bleibt der einzige Korken.

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