Renault macht die Kehrtwende: Elektroautos bringen den Autobauer zurück in die Gewinnzone

Der Autobauer Renault ist im ersten Halbjahr 2026 dank steigender Elektroauto-Verkäufe in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Renault hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 700 Millionen Euro erzielt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der französische Hersteller noch einen Milliardenverlust ausgewiesen. Der Umsatz stieg laut Unternehmensangaben um 9,4 Prozent auf 30,25 Milliarden Euro.

Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung war laut Renault das Wachstum im Bereich der Elektrofahrzeuge. Der Absatz von reinen Elektroautos erhöhte sich demnach um 47,6 Prozent. Insgesamt war laut Unternehmen jeder fünfte verkaufte Neuwagen ein vollelektrisches Modell.

Renault steigert Elektroauto-Absatz trotz schwieriger Marktbedingungen

Konzernchef Francois Provost erklärte, dass die Halbjahreszahlen die strategische Ausrichtung des Unternehmens in einem komplexen Umfeld bestätigten. Gleichzeitig blieb der Markt von starkem Wettbewerb und Preisdruck geprägt.

Die operative Marge des Konzerns lag im ersten Halbjahr bei 5,2 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 6,0 Prozent. Laut Renault lag der Wert jedoch über den Erwartungen von Analysten. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Unternehmen sein Ziel einer operativen Marge von 5,5 Prozent.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Umsatz: 30,25 Milliarden Euro
  • Nettogewinn: 700 Millionen Euro
  • Elektroauto-Absatz: plus 47,6 Prozent
  • Anteil elektrischer Fahrzeuge am Absatz: rund 20 Prozent

Der gesamte Fahrzeugabsatz von Renault ging im ersten Halbjahr leicht um 0,4 Prozent zurück. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem Logistikprobleme bei der Marke Dacia zu Jahresbeginn. Der hohe Verlust aus dem Vorjahreszeitraum war laut Renault vor allem durch eine einmalige Belastung im Zusammenhang mit der Beteiligung an Nissan entstanden.


mobiFlip werbefrei lesen Mit deinem Plus-Abo unterstützt du unsere Arbeit direkt. Kostenlos testen ↗
Fehler melden 13 Kommentare

   

Durch Kommentieren stimmst du unserer Netiquette und Datenschutzerklärung zu.

  1. Wululu 🪴

    Ich hole in ein paar Tagen meinen Renault 5 beim Händler ab. 😃

    1. Warpig 🎖

      meiner benötigt noch mehr als 2 Monate.

  2. Carlo 🔅

    Was machen unsere deutschen Autobauer anders als die Konkurrenz? Entwickeln sie vielleicht Autos, die am Bedarf vieler Kunden vorbeigehen, und verlangen dafür Preise, die der Markt nicht mehr akzeptiert? Fragen über Fragen!

    1. Athlonet 🏆

      Ja, echt komisch. Da baut man optisch attraktive, an Retro-Modelle angelehnte Fahrzeuge (R4 / R5 / Twingo) für den europäischen Geschmack, zu akzeptablen Preisen, und dann läuft es wieder besser.
      Das passt so gar nicht in die Logik der deutschen Hersteller…

      1. Egon_meier 🍀

        es läuft überhaupt nicht besser. Die Renault-Fans leben in einer Blase und kuscheln mit ihren eR5.
        Renault hat bislang nur BEV-Flops hingelegt und man kann davon ausgehen, dass es mit dem eR5 genauso geht nachdem die Freaks bedient sind.
        War mit dem Dacia Spring ebenso und scheint mit dem Hyundai inster auch so zu laufen.

    2. Spiritogre 🌀

      Nun, die deutschen Hersteller machen immer noch Gewinn, anders als eben Renault, die erst eben jetzt wieder einen winzigkleinen Gewinn eingefahren haben.

      Nach der Logik machen die deutschen also alles merklich richtiger.

      1. Michael 🎖

        Das mein ich jetzt ernst. Danke, dass du darauf hinweist. 👍🏻
        Presse, Blogs etc lassen es oft so klingen, als sei das Ende von VW, BMW, Mercedes usw schon da. Manchmal hilft so ein Hinweis, dass man gedanklich nicht falsch abbiegt.

      2. Mårtiň 💎

        Genau und sie streichen aus Spaß Stellen und schließen Werke. Ein bisschen von Marktwirtschaft sollte man schon verstehen, bevor man so einen Quatsch schreibe. Es geht immer um Kostenstrukturen, Entwicklungen und Voraussichten.

        1. Warpig 🎖

          das macht Renault übrigens auch. Sie planen Stellenabbau im nächsten und übernächsten Jahr von Ingenieuren.

        2. Spiritogre 🌀

          VW etwa gehört zum Teil dem Staat. Der sorgt dafür, dass VW viel zu viel Personal hat, doppelt so viele Angestellte wie etwa Toyota, die mehr Autos bauen und verkaufen. VW muss abbauen, wenn sie nicht zu den Verlierern zählen wollen.

      3. Josef 👋

        30 Milliarden strafen wegen be…. und eine Umsatz Rendite unter4 Prozent,das sagt alles

        1. Spiritogre 🌀

          Trotzdem machen sie Gewinn und zählen zu den größten und erfolgreichsten Autobauern der Welt. Anders als die Franzosen, die alle viel kleiner sind.

    3. Egon_meier 🍀

      In welcher Welt leben sie eigentlich?

      „? Entwickeln sie vielleicht Autos, die am Bedarf vieler Kunden vorbeigehen, und verlangen dafür Preise, die der Markt nicht mehr akzeptiert? Fragen über Fragen!“

      Die Frage kann man gut an Renault richten: Renault war mal einer der Marktführer, heute liegt dieser Konzern irgendwo unter ferner liefen.

      BEV-Marktanteile für Renault 2026 bisher: (daneben mal VW AG)
      Norwegen: 0,7 % (18,7%)
      Deutschland: 3 % (36,4%)
      UK: 4,8 (19,9 %)
      ..
      ..

      VW brummt und Renault versagt auf ganzer Linie.
      VW liefert marktgerechte Fahrzeuge zu markgerechten Konditionen während Renault überall floppt.

Du bist hier:
mobiFlip / Mobilität / Renault macht die Kehrtwende: Elektroautos bringen den Autobauer zurück in die Gewinnzone