Samsung Galaxy S8: Eindrücke, Empfehlungen und Tipps aus dem Alltag

Ich persönlich habe mir das Samsung Galaxy S8 mehr oder weniger direkt nach der Vorstellung vorbestellt. Kurze Zeit war noch das LG G6 in der engeren Auswahl, aber da stimmte für mich das Preis-/Leistungsverhältnis einfach nicht. Das ist wohlgemerkt nur mein persönlicher Eindruck, von daher – niemand steinigt euch, wenn ihr das S8 (Plus) doof findet und lieber ein anderes Smartphone gekauft habt.

Durch die tägliche Nutzung haben sich mittlerweile ein paar Eindrücke, kleine Probleme und auch Zubehör angesammelt, zu denen ich in diesem Artikel ein paar Worte loswerden möchte. Keine Sorge – es erwarten euch auf keinen Fall „100 super geheime Tipps und Tricks zu Windows XP – äh zum Galaxy S8″. :)

Warum der Wechsel vom Huawei Mate 9 zum Galaxy S8?

Das Huawei Mate 9 ist und bleibt in meinen Augen ein super Gerät. Der Akku ist überragend, die Kamera ist auch wirklich gut und die Verarbeitung lässt ebenso keine Wünsche offen. Dennoch ist es in Sachen Größe für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu viel des Guten. Man gewöhnt sich sehr schnell dran. Ich trage das Handy tagsüber gern in der Hemdtasche und dafür ist das Mate 9 einfach zu groß. Das ist im Grunde auch schon der Hauptgrund gewesen, warum mich (verglichen mit dem Mate 9) das Galaxy S8 so gereizt hat.

W-Lan trennt Verbindung

Beginnen möchte ich mit einem kleinen Bug, der mich seit dem Kauf des Galaxy S8 begleitet. Trotz des Deaktivierens sämtlicher Energiespar-Einstellungen und trotz des Aktivierens der Funktion, dass das WLAN im Standby nicht deaktiviert werden soll, wird sporadisch das W-Lan deaktiviert. Ich kann es nicht direkt nachvollziehen wann, aber es passiert. Eine Lösung habe ich bisher keine dafür gefunden.

Die Sache mit der Edge

Das S6 Edge hatte ich für kurze Zeit mal in den Fingern und das S7 Edge war auch für ein paar Monate mein treuer Begleiter. Bei beiden fand ich die Gehäuseform wegen der Edge super sexy, die Edge selbst aber im Alltag eher störend.

So gibt es am Rand der Edge zum normalen Display immer kleine farbliche Unterschiede je nach Blickwinkel und immer wieder Fehlinterpretationen durch die Ecke. Das bedeutet, dass man das Handy seinem gegenüber hinhält, um ein Element von 9gag zu zeigen und zack, hat man weitergescrollt, weil der Handballen (oder was auch immer) durch den Touchscreen als Eingabe erkannt wurde. Das passierte auch in der Galerie usw. Ein Firmware-Update verbesserte das Verhalten dann zwar, aber es passierte dennoch immer wieder.

Mit dem S8 hat sich das aber komplett geändert. Der Look ist immer noch sexy und dennoch wurde die Form ein wenig überarbeitet und vermutlich auch an der Software geschraubt, so dass ich wirklich sagen kann, dass ich praktisch keine solche Fehlinterpretationen des Touchscreens mehr feststellen kann. Ein Lob an die Entwickler von Samsung.

Laden via QI

Das S8 kann via QI schnurlos aufgeladen werden. Ich persönlich habe zwei Dockingstations (Büro & Nachttisch) die zwar mind. 2 Spulen haben und auch mit Schnellladen werben, aber nicht per Quickcharge aufladen. Nicht falsch verstehen – das benötige ich auch nicht. Das Handy hält bei mir locker über den Tag durch, von daher lege ich es Nachts einfach auf die oben abgebildete Dockingstation auf und habe Morgens 100 %. Dabei ist es mir völlig egal, ob das Handy Nachts um 1 Uhr oder 3 Uhr komplett geladen ist. :)

Hier habe ich mich wohl klassisch selbst überlastet und bin einem Problem auf den Leim gegangen, welches bei günstigen QI-Stationen durchaus ganz einfach passieren kann. Bei diesen Dingern liegt fast nie ein Netzteil und lediglich maximal ein USB-Kabel bei. Deshalb hatte ich die Qi-Station mit der Tizi Tankstelle betrieben. Diese hat zwar eine intelligente Ladetechnik, aber unterstützt wohl nicht die richtige Spannung, damit Schnellladung über QI möglich ist. Testweise das Fast Charge-Netzteil vom Tripple-Charger (Tipp folgt weiter unten) angeschlossen und schon wurde das S8 drahtlos „schnell“ aufgeladen. Danke mavvynet für den Denkanstoß dazu in den Kommentaren.

Die oben abgebildete Seneo QI-Ladestation habe ich mit dem Hinweis „leuchtet dezent“ in den Fragen&Antworten bei Amazon erworben. Das stimmt so nicht direkt. Der breite Streifen unten auf der Front ist zwar Milchglas und dimmt die Leuchtkraft der LEDs ein wenig, aber er störte mich dennoch. Die Ladestation ist aber nicht geklebt, sondern geschraubt – also fix aufgeschraubt und ein Stück schwarzes Klebeband über das Milchglas und ich habe meine Ruhe. Der Ladevorgang etc. wird ja sowieso beim auflegen des Handys im Display angezeigt.

Während dieser Artikel in der Planung war, ergab sich noch die 50,- EUR Gutschein-Aktion von Samsung, über die ich mir den Samsung Tripple-Charger rausgelassen hatte.

Dieses schicke Stück Technik besitzt direkt 2 QI-Ladeplatten und noch einen zusätzlichen USB Typ-A Anschluss, über welchen gleichzeitig bis zu drei Geräte geladen werden können. Kostet knapp 50,- EUR. Das Produkt ist schon hier eingetroffen und der Artikel dazu in Arbeit. Stay tuned.

Der Rotstich

Vor dem zweiten Firmware-Update gab es einige Meldungen bezüglich eines Rotstichs im Display. Ich persönlich empfand das auch im Falle meines S8 so und habe dafür einfach in den Einstellungen den roten Farbregler ein wenig runtergeschraubt. Seit dem letzten Update gibt es einen weiteren Regler, der das unnötig macht und ich bin super zufrieden mit dem knackig scharfen Display und den leuchtenden Farben.

Reicht ein 3000 mAh Akku aus?

Direkt nach dem Kauf des Galaxy S8 war ich ein wenig enttäuscht von der Akkuleistung. Verwöhnt von den 4000 mAh des Huawei Mate 9 startete ich in die erste Woche mit einem Akku, der es gerade so über den Tag schaffte und Abends um 20 Uhr rum noch max. 10 Prozent Energie über hatte. Begonnen hatte der Tag um ca. 6 Uhr.

Zu meinem Nutzungsverhalten: Kamera, Soz. Kanäle (Facebook, Instagram, G+, Twitter, usw.), Programme installieren, via Bluetooth dauerhaft gekoppelte Smartwatch, WLAN immer aktiviert (sofern es das S8 nicht einfach ausschaltet), 3 Mail-Konten via Push im Abruf (können schon mal ~300 Mails am Tag sein), usw.

Nach etwa einer Woche hatte sich der Akku aber eingependelt und ich habe mit dem selben Nutzungsverhalten Abends noch 30 % Akku (oder mehr) über. Es sollte also auch einen stressigen Tag gerade noch so überleben.

Samsung Galaxy S8 Testbericht18. April 2017

dbrand-Skin oder Case?

Bei diesem Thema dürften die Meinungen wieder enorm auseinander gehen. Während der eine User am liebsten ein Flipcase mit Schutz rund um das ganze Smartphone haben möchte, ist es dem anderen lieber gar kein Case zu haben, damit man die sexy Optik des S8 auch täglich bewundern kann und es gibt Anwender wie mich, denen ein Skin für die Rückseite genügt. Nachdem ich meine Smartphones oft nach 1/2 Jahr schon wieder verkaufe um das nächste Flaggschiff testen zu können, versuche ich möglichst Kratzer etc. zu vermeiden.

Dazu klebe ich auf die Rückseite gern einen Skin von dbrand. Damit sind Kratzer auf dieser Seite praktisch fast ausgeschlossen und ich verschandle trotzdem nicht den Look des jeweiligen Handys. Natürlich nützt dieser Skin nichts gegen einen Sturz aus großer Höhe. Wer zu solchen Dingen neigt, sollte sich die eingangs erwähnten Flip-Cases oder noch stärker auftragende Schutz-Cases zulegen. Ein solches Case (von UAG) könnte so aussehen:

Der unglücklich angebrachte Fingerabdrucksensor

Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite neben der Kamera angebracht und die befindet sich ziemlich oben am Gehäuserand. Alles in allem also eine denkbar schlechte Position. Zumindest im Falle meines S8 (ohne Plus) ist das aber in der Realität aus zwei Gründen verschmerzbar.

Zum einen gewöhnt man sich schnell an diese Position und sogar ich mit meinen Patscherchen komme mit einem klitzekleinen Umgreifen an den Sensor und zum anderen wird man beispielsweise von Android gefragt, ob man „zu Hause“ den Sensor überhaupt nutzen möchte. Deaktiviert man dies (auf wenige Meter genau bestimmt), wird man hier nicht mehr nach dem Fingerabdruck zur Entsperrung des Smartphones gefragt.

Was dennoch bleibt ist die, verglichen mit Huawei, fast schon mittelalterlich langsame Erkennung des Fingerabdrucks.

Was ist Bluetooth 5.0?

Im folgend verlinkten Artikel habe ich schon eine Funktion (Dual-Audio) auf dem Galaxy S8 näher erklärt. Damit könnt ihr 2 komplett eigenständige Bluetooth-Geräte gleichzeitig vom S8 aus mit Musik befeuern. Es gibt noch weitere interessante Dinge dazu – das könnt ihr hier nachlesen:

Samsung Galaxy S8: Dual-Audio über Bluetooth 51. Mai 2017

Smart Select – Ein Feature aus der Note-Serie

Auch Smart Select ist super cool und ich hab es schon öfters genutzt um direkt kleine Ausschnitte aus einem Screenshot zu tätigen. Ein witziges GIF aus einem aufgenommenen Filmchen war auch schon dabei. Schaut euch hier an, wie es funktioniert.

Interessante Features im Kamera Pro-Modus

Manche werden diese Funktion schon von professionellen DSLRs kennen – ich habe mich direkt darin verliebt. Im Pro-Modus zeigt das Galaxy S8 mit neongrün an, welcher Bereich scharfgestellt ist. Das bringt deutlich bessere Fotos rüber und es muss auch nicht wie bisher (oder war das beim Mate 9?) erst reingezoomt werden, um zu zeigen was später scharf ist.

Die Sache mit Bixby

Ich persönlich finde Bixby absolut unnötig, kann es aber durchaus verstehen, wenn Samsung da sein eigenes Süppchen kochen möchte. Sei es denn wegen der zukünftigen Entwicklung, oder um auch was von den Daten abzubekommen oder oder. Mein Tipp hierzu ist die App bxActions.

Damit lässt sich der Bixby-Button prima umbelegen und beispielsweise entweder mit der Kamera, dem Google Assistenten oder auch den Einstellungen der Seiten-Panele für schnellen Zugriff auf Smart Select über den Umweg einer Aktivität (Apex- oder Nova-Launcher) belegt werden. Das nutze ich persönlich. So bleibt das Seiten-Panel deaktiviert und ich hab es mit 2 Klicks wieder aktiviert, um Smart Select nutzen zu können.

Sicherlich gäbe es hier noch einige Dinge mehr zu tippen, aber das würde den Rahmen sprengen. :) Wenn euch doch noch ein ultimativer Tipp oder Zubehör oder dergleichen einfällt, gern in die Kommentare damit, dann kann ich es eventuell hier noch vorstellen.

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