Samsung: Neue Namensgebung und eine klare Linie

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Samsung hat sich für 2015 vorgenommen weniger Modelle auf den Markt zu bringen. Klare Strukturen und ein kleineres Lineup. Und so langsam wird klar, wohin die Reise, vor allem bei der Namensgebung, gehen soll.

Eins sollte klar, sein: Bei einem Konzern wie Samsung passieren Dinge nicht von heute auf morgen. Im letzten Jahr hat man sich dort vorgenommen nicht nur weniger Modelle auf den Markt zu werfen, sondern diese auch besser zu benennen. Schaut man sich den Januar aber mal an, wirkt das nicht so.

Samsung hat nicht nur zahlreiche Modelle auf den Markt gebracht, man hat den Vogel sogar noch mal abgeschossen. Doch nicht nur das, heute gab es dann auch noch das Gerücht zu einem weiteren Lineup, der J-Serie. Samsung hat sich wohl die Namen Galaxy J3, Galaxy J5 und Galaxy J7 sichern lassen.

Galaxy J Reihe

Neben der A-Serie, die seit ein paar Tagen verkauft wird, der E-Serie, die vor wenigen Tagen vorgestellt wurde, also noch eine weitere Serie. Drei ganz neue Serien mit jeweils 3 Geräten. Kein schlechter Start ins Jahr, wenn man bedenkt, dass noch nicht mal ein Monat vorbei ist. Es wird so langsam klar: Samsung verkleinert sein Lineup nicht direkt, man ordnet es einfach nur neu an. Dieser Meinung ist auch Abhijeet von SamMobile.

Eine klare Linie

Momentan fehlt irgendwie noch eine klare Linie, aber es wird klar, in welche Richtung es hier geht. Samsung unterteilt das Smartphone-Lineup in mehrere Serien, die mit einem Buchstaben beginnen und bei denen die Nummer zeigt, wie gut das Modell ungefähr ist. Je niedriger die Nummer, desto schlechter.

Angetrieben wird das alles vom Galaxy-Branding und darauf wird man auch 2015 weiter setzen. Nur logisch, immerhin hat man diese Marke in den letzten Jahren langsam und teuer aufgebaut. Neben A, E und J wird es bestimmt noch weitere Serien geben und die S-Reihe bleibt immerhin auch weiter bestehen.

Bei Samsung muss man meiner Meinung nach nur aufpassen, dass man nicht wieder in alte Muster verfällt. Es wäre nicht schlecht, wenn man es bei diesen Modellen belässt und hier nicht noch ein Galaxy A3 Neo oder Galaxy A3 Grand nachschiebt. Diese Strategie erinnert mich übrigens ein bisschen an Nokia.

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Neue Marketingkosten

Ein klares Modell mit Buchstaben, bei denen man den Leuten erklärt, welche Serie welche Vorteile hat, und die Kombination aus Zahlen ist jedenfalls nicht das schlechteste, wenn man ein Unternehmen besitzt, welches im Jahr gerne mal mehr als 50 neue Modelle vorstellt. Noch ist das alles mehr oder weniger eine Vermutung, mal schauen, wie unübersichtlich das Lineup am Ende wird.

All das wird kosten. Nach ein paar Experimenten (u.a. Alpha) wird es 2015 mit dem neuen Lineup richtig losgehen. Doch Samsung denkt vermutlich, dass man diesen Weg gehen muss. Ein neuer Name und ein neues Image reichen aus, um das Blatt wieder zu wenden. Das Lineup drastisch zu verkleinern ist dort anscheinend ein Tabuthema. Immerhin würde man damit ein Risiko eingehen, nämlich einen (kurzfristig?) sinkenden Umsatz und Gewinn.

Der gleich Ablauf

Am Ende ist es auf dem Smartphone-Markt oftmals der gleiche Ablauf. Ein Unternehmen hat mit wenigen Modellen Erfolg, bringt diverse Versionen von diesem auf den Markt und überschüttet den Markt anschließend. Sowas ist aber vielleicht nicht immer die beste Lösung. Am Ende hat man als so großes Unternehmen wie Samsung aber vielleicht auch gar keine anderen Wahl.

Nach den letzten Jahren, in denen Samsung extrem erfolgreich war, geht es derzeit jedenfalls leicht zurück. Man muss sich noch keine Sorgen machen, bei den Investoren würde man aber gerne Wachstum begrüßen. Mal schauen, wie Samsung die (klingt vielleicht etwas übertrieben derzeit) Krise meistern wird.

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