Seat-Chef „hofft“, dass die Marke überleben wird

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Der Volkswagen Konzern investiert weiterhin in Seat und wird nicht müde, das auch ganz klar zu betonen. Aber die Taten sprechen eine andere Sprache, denn man hat der Marke bis heute kein Elektroauto spendiert und vorerst auch keins geplant.

Gegenüber Autocar argumentierte Markus Haupt, Chef von Seat und Cupra, diese Woche mal wieder mit den Kosten. Die müssen bei Elektroautos runter, damit sich das lohnt. Ein Argument, was mit Blick auf das Lineup aber nicht stimmt, denn bei VW gibt es viele Elektroautos, wie auch bald einen vollelektrischen VW ID Polo.

Der Seat Ibiza kostet nur ein paar hundert Euro weniger als ein VW Polo, daran kann es also nicht liegen, ein elektrischer Seat Ibiza wäre machbar. Man verkauft aber eben lieber einen Cupra Raval, weil man da mehr verlangen kann (mehr Gewinn).

Es liegt also nicht daran, dass man es nicht „kann“, man „will“ es einfach nicht. Und vor 2030 sollte man mit keinem Elektroauto bei Seat rechnen. Bis dahin setzt man auf Verbrenner und Hybride, ab 2029 kann man über Elektroautos „diskutieren“.

Aktuell setzt Seat also weiter auf die „bestehenden Modelle“, auch wenn man weiß, dass „irgendwann die Frage aufkommen wird, was mit Seat geschehen soll“. Der Chef „hofft“, dass die Marke von Volkswagen nach 2035 noch existieren wird.

Wenn Seat wenigstens ehrlich wäre

So klingt jedenfalls keine zuversichtliche Zukunft von Seat, Markus Haupt hat auch ganz klar eine günstigere Version des Raval als Seat ausgeschlossen. Cupra-Autos sollen nicht „aufgewärmte“ Seats sein, wie sie das am Anfang ihrer Zeit waren.

Das funktionierte am Anfang, und teilweise heute noch, ist aber vorbei.

Mit sinkenden Verkaufszahlen, ohne Elektroauto, ohne Konzepte für die Zukunft, mit klaren Absagen wie diesen, da sehe ich keine große Zukunft für Seat. Ja, man „investiert“ noch in die Marke, aber das Investment ist ehrlich gesagt viel zu klein.

Und es kann mir keiner erzählen, dass Modelle wie ein VW ID Polo oder VW ID.3 Neo nicht auch sehr gut in abgespeckter Version bei Seat funktionieren würden. Aber mit einem Cupra Raval und Cupra Born kann man eben mehr Geld verlangen.

Und das nur, in dem man ein anderes und eher „frisches“ Logo dafür nutzt.

Solange dieser „Trick“ funktioniert und die Kunden das vor allem mitmachen, denn Cupra ist extrem beliebt und wächst schnell, würde ich es auch nicht ändern. Dann soll man aber auch bitte so ehrlich sein und offen sagen, dass man einfach kein Interesse an einem Elektroauto für Seat hat, weil man bei Cupra mehr Geld verdient.

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