Apotheken rüsten sich im Kampf gegen Impfpassfälscher

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Die Apotheken in Deutschland rüsten sich im Kampf gegen Impfpassfälscher. Bei der Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten bekommen Apotheken ein weiteres Werkzeug an die Hand.

Seit dieser Woche können die mehr als 18.000 Apotheken bei der Ausstellung der digitalen Impfzertifikate eine neue Funktion zur Chargenprüfung nutzen, um Impfpassfälschungen schneller erkennen zu können, wie die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. mitgeteilt hat.

Als Charge bezeichnet man eine bestimmte Menge an Impfstoffdosen, die in einem Produktionsgang unter identischen Bedingungen entstanden sind. Jede Charge wird mit einer Chargennummer gekennzeichnet, welche auch auf dem Aufkleber im Impfpass aufgedruckt ist.

Zusamenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut

Gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das die Impfstoffe chargenweise freigibt, hat der Deutsche Apothekerverband nun eine Möglichkeit entwickelt, zu prüfen, ob eine im Impfpass genannte Chargennummer zu den in Deutschland verimpften Dosen der COVID-19-Impfstoffe passt und ob die COVID-19-Impfung tatsächlich im Zeitraum zwischen Freigabe- und Verfallsdatum erfolgt ist.

Die Apotheken werden immer häufiger mit gefälschten Impfpässen konfrontiert. Dagegen wollen wir angehen. Bisher konnten nur Identitäts-, Vollständigkeits- und Plausibilitätschecks vorgenommen werden. Mit der Chargenprüfung steht den Apotheken nun ein weiteres wirksames Instrument zur Verfügung, um Kriminelle und Urkundenfälscher zu stoppen.

Wer Impfpässe fälscht oder einen gefälschten Impfpass nutzt, gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern bringt auch Verwandte, Freunde, Nachbarn und Kollegen in Gefahr. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und bremst die Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie.

– Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes

Mittlerweile haben die Apotheken mehr als 60 Millionen digitale Impf- und Genesenenzertifikate ausgestellt. Die App für den digitalen Nachweis ist CovPass, allerdings kann er auch in der Corona-Warn-App hinterlegt werden.

Corona-Warn-App: Weiteres Bundesland ermöglicht Check-in

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  1. Roberto

    Impfpassfälscher und Leute, die solche Pässe kaufen, sollte mit einer Geldstrafe von mindestens 5.000 Euro bzw. Gefängnisstrafe belangt werden. In der Gesellschaft ist kein Platz für asoziale Ignoranten.

    Aktuell ist es ja wohl so, dass jemand, dem der Zugang zu einem Lokal/Geschäft wegen einem gefälschten Impfpass verweigert wird, keine Konsequenzen erfährt. Der dreht sich um und geht einfach wieder. Die gefälschten Impfpässe und Impfzertifikate auf dem Handy müssten eingezogen werden, was bedeutet, dass man ihm/ihr auch gleich sein/ihr Smartphone abnehmen muss.

    1. Martin

      Wenn es eine Straftat ist, sollte es konsequent verfolgt werden. Wo kommen wir denn da hin wenn sich jeder irgendwelche Zertifikate selber fälschen kann? Allerdings sollte man auch die Verhältnismäßigkeit wahren, denn Gefängnisstrafe finde ich übertrieben. Zumindest wenn noch keine Vorbelastung besteht. Allerdings glaube ich schon, dass Menschen die solche illegalen Aktivitäten machen, oft schon vorbelastet sind. Man kennt keine Skrupel.

    2. Hazz

      Anfang des Jahres war dies leider noch keine Straftat, da der Impfpass nicht als Urkunde galt. Mittlerweile hat man aber wohl die Gesetze geändert, so dass dies auch als Straftat gilt. Ich hoffe einfach das man diesen Leuten ordentlich bestraft. Wer sich nicht impfen lassen möchte soll auch dazu stehen und nicht zusätzlich noch andere Menschen gefährden.

  2. A. Wagner

    Einfache Lösung: Der QR-Code wird dort erzeugt und der geimpften Person ausgehändigt wo diese auch geimpft wird. Das ist problemlos möglich.

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