• Dynamic Pricing: Wochenende oft günstiger, Abendstunden teurer

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    Der Preisvergleich idealo hat sich das Thema „Dynamic Pricing“ vorgeknöpft und dieser Tage seine Ergebnisse dazu veröffentlicht.

    Einschätzung der Kunden

    Laut einer idealo-Umfrage hält ein Drittel der deutschen Online-Shopper (34 %) Samstag für den teuersten Tag der Woche. Für sechs von zehn Deutschen steht fest, dass der teuerste Tag am Wochenende liegt. Mehr als die Hälfte (58 %) glaubt, dass die Preise abends generell am teuersten sind. Vormittags und nachts erwarten hingegen die wenigsten besonders hohe Preise.

    Die Analyse

    Um zu überprüfen, ob die Annahmen der Verbraucher zutreffen, hat idealo eine Stichprobe von 47 Produkten und über 7.700 Preisen aus verschiedenen Kategorien in einem Zeitraum von rund vier Monaten untersucht.

    Tatsächlich gibt es preisliche Abweichungen je nach Wochentag und Tageszeit. Bei Top-Produkten, insbesondere aus dem Elektronik-Bereich, änderte sich der jeweilige Bestpreis im Schnitt bis zu viermal täglich. Neben Smartphones der Hersteller Samsung und Apple waren unter anderem auch Fußballtrikots besonders dynamisch, bei durchschnittlich drei Preisanpassungen am Tag.

    Bei weniger dynamischen Produkten änderte sich der Bestpreis eher ein- bis zweimal wöchentlich. Der Einfluss von Wochentag und Tageszeit auf den Preis von Produkten bewegt sich durchschnittlich nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

    Dynamic Pricing: Die Ergebnisse

    Anders als von den Verbrauchern erwartet, waren Samstag und Sonntag in der idealo Stichprobe nicht teurer als die Wochentage Montag bis Freitag.

    Im Gegenteil: Nur vier von 47 Produkten waren im Schnitt sonntags am teuersten, Samstag war sogar bei keinem der untersuchten Produkte der teuerste Tag der Woche. Rund die Hälfte der Produkte war hingegen dienstags oder donnerstags etwas teurer. Über alle Produkte hinweg betrug die Preisersparnis zwischen teuerstem und günstigstem Tag im Schnitt nur rund drei Prozent.

    Bei Elektronikartikeln fällt das Sparpotenzial noch geringer aus. Beim Samsung Galaxy S9 und dem Apple iPhone X, zwei der am häufigsten nachgefragten Smartphones auf idealo, betrug die Differenz zwischen dem günstigsten (Freitag bzw. Samstag) und dem teuersten Tag (in beiden Fällen Donnerstag) beispielsweise nur rund ein Prozent, also etwa 5 bzw. 10 Euro.

    Auch wenn das Sparpotenzial nicht besonders groß ausfällt, sind laut idealo bei vielen Top-Produkten aus dem Elektronikbereich Samstag bzw. Sonntag die günstigsten Tage der Woche.

    Abendstunden teurer

    Betrachtet man den Durchschnittspreis der untersuchten Produkte nach Tageszeit, bietet sich ein ähnliches Bild. Mit im Schnitt vier Prozent Differenz zwischen der teuersten und der günstigsten Stunde liegt das Sparpotenzial hier nur knapp über dem bei den Wochentagen.

    Etwa in Drittel (34 %) der untersuchten Produkte erreichte in den Abendstunden (18 bis 23 Uhr) ihren Tageshöchstpreis. Am günstigsten war die große Mehrheit der Produkte (66 %) in der Regel nachts oder in den frühen Morgenstunden.

    Bei der Sony PlayStation 4 Pro konnten Verbraucher zum Beipsiel neun Euro (3 %) sparen, wenn sie das Produkt morgens um fünf statt um 22 Uhr bestellten. Insgesamt vier von 47 untersuchten Produkten wiesen durchschnittliche Preisschwankungen von über zehn Prozent je nach Tageszeit auf. Solche extremen Schwankungen waren aber die Ausnahme.

    Fazit? Wer auf der Suche nach echten Schnäppchen ist, sollte sein Wunschprodukt über einen längeren Zeitraum hin beobachten und Preise vergleichen. Denn das Sparpotenzial aufgrund saisonaler Schwankungen und dem natürlichen Preisverfall von Produkten ist größer als beim Dynamic Pricing.

    2019 03 07 Dynamic Pricing Im Online Handel

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