Sundar Pichai skizziert eine radikale Zukunft für die Google-Suche

Google (Bild: KI-generiert)

Die Google-Suche soll laut Sundar Pichai schrittweise von der Linksuche zur Aufgabensteuerung werden.

Alphabet-Chef Sundar Pichai hat in einem Podcast erklärt, dass sich Google Search über die klassische Ausgabe von Links und Antworten hinausentwickeln soll. Künftig könnten Suchanfragen laut seinen Aussagen häufiger in mehrstufige Prozesse übergehen, bei denen Nutzer Aufgaben direkt innerhalb der Suche anstoßen und begleiten.

Nach Darstellung des Unternehmens verändert sich das Suchverhalten bereits durch KI-Funktionen. Pichai sagte, Nutzer würden im AI Mode schon heute komplexere und tiefergehende Anfragen stellen. Er erwartet demnach, dass daraus verstärkt länger laufende Aufgaben entstehen, die nicht nur Informationen liefern, sondern mehrere Schritte bündeln.

Google Search soll Aufgaben künftig stärker koordinieren

Pichai beschrieb die Suche dabei als eine Art Verwalter mehrerer KI-Agenten. Statt vor allem Ergebnisseiten anzuzeigen, könnte Search laut seinen Angaben verschiedene Werkzeuge und Abläufe im Hintergrund koordinieren. Das würde die Nutzung des Webs verändern, weil die Suche dann stärker auf Ausführung als auf reine Informationsbeschaffung ausgerichtet wäre.

Zum Verhältnis von Google Search und Gemini sagte Pichai, beide Angebote würden parallel weiterentwickelt. Zwar gebe es Überschneidungen, zugleich würden sich die Produkte in wichtigen Punkten auseinanderentwickeln. Ich finde diese Einordnung nachvollziehbar, weil Google damit erkennbar keine vollständige Ablösung der Suche durch einen KI-Chatbot ankündigt.

Das vollständige Interview könnt ihr in nachfolgenden Video anschauen.

Google Suche und AI Overviews im Wandel

Ergänzend dazu verweist eine Analyse der New York Times mit dem KI-Start-up Oumi auf die aktuelle Leistungsfähigkeit von Google AI Overviews. Demnach lag die Genauigkeit bei einem standardisierten Faktencheck im Februar bei 91 Prozent nach zuvor 85 Prozent im Oktober. Angesichts von mehr als fünf Billionen Suchanfragen pro Jahr bedeutet selbst diese Quote rechnerisch weiter sehr viele potenziell fehlerhafte Antworten.

Als zusätzliches Problem nennt die Analyse die Quellenbasis vieler Antworten. Laut dem Bericht waren im Februar mehr als die Hälfte der korrekten Antworten nur unzureichend in den verlinkten Quellen abgesichert. Google widersprach der Auswertung und bezeichnete den verwendeten Benchmark laut Bericht als fehlerhaft und nicht repräsentativ für typische Suchanfragen.

Ich halte die Ergänzung für wichtig, weil sie zeigt, dass mehr KI in der Suche nicht nur neue Funktionen bringt, sondern auch die Frage nach Verlässlichkeit und Nachprüfbarkeit verschärft.

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