Der Handelsverband Deutschland berichtet, dass der Wettbewerb durch Temu und Shein die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden kostet.
Die Plattformen Temu und Shein liefern täglich rund 460.000 Pakete nach Deutschland. EU-weit sind es etwa zwölf Millionen Sendungen pro Tag im Jahr 2025.
Laut einer Studie (PDF) des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland, einem Lobbyverband, gehen dadurch jährlich 2,4 Milliarden Euro an Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro im Einzelhandel.
Zusätzlich entgehen Bund, Ländern und Kommunen laut Studie rund 429 Millionen Euro an Steuereinnahmen. Auch der Arbeitsmarkt ist betroffen. Mehr als 40.000 Arbeitsplätze sollen verloren gehen, darunter über 28.000 im Einzelhandel. Der Verband führt dies auf Wettbewerbsnachteile für heimische Händler zurück.
Forderungen nach strengeren Kontrollen und klaren Regeln
Der Handelsverband Deutschland fordert stärkere Maßnahmen gegen Anbieter aus Drittstaaten. Dazu zählen intensivere Zollkontrollen nach dem Vorbild Frankreichs sowie verpflichtende Ansprechpartner innerhalb der EU. Ziel sei es laut Verband, Regelverstöße konsequenter zu verfolgen und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.
Die zugrunde liegende Studie basiert auf einer Befragung von 4.000 Personen im Februar 2026. Vertreter des Verbandes sehen politischen Handlungsbedarf und warnen vor langfristigen Folgen für den Standort Deutschland.
Ich halte die Zahlen für relevant, sehe aber auch, dass sie aus dem Umfeld eines Lobbyverbandes stammen und entsprechend eingeordnet werden sollten.
Jetzt mobiFlip kostenlos auf WhatsApp folgen und informiert bleiben!
