ING Deutschland: ETF-Anlegerzahl verdoppelt sich
Die ING Deutschland verzeichnet einen deutlichen Anstieg der ETF-Anlegerinnen und Anleger in Deutschland seit 2022.
Die Zahl der aktiven ETF-Anleger ist laut einer Auswertung der Bank von 629.000 auf 1,3 Millionen gestiegen. Der Anteil an ING-Depotkunden mit ETFs wuchs von 922.000 auf 1,8 Millionen. Die ING Deutschland sieht darin einen klaren Trend zum langfristigen Vermögensaufbau.
ETF Wachstum nach Geschlecht und Alter in Deutschland
Bei Frauen stieg die Zahl der Anlegerinnen um 137 Prozent auf 581.000, bei Männern um 96 Prozent auf 755.000. Im Schnitt investieren Männer 167 Euro in Sparpläne (2022: 153 Euro), während Frauen mit 141 Euro leicht darunter liegen (2022: 132 Euro).
Besonders dynamisch entwickeln sich jüngere Gruppen. Unter 18-Jährige vervierfachten sich auf über 221.000 Anleger. Die 18 bis 29-Jährigen sowie die 30 bis 49-Jährigen sparen im Schnitt rund 171 bis 173 Euro monatlich und erhöhen ihre Sparraten deutlich.
Regional verschiebt sich der Fokus in Richtung Europa-ETFs, deren Käufe und Sparpläne stärker wachsen als der Gesamtmarkt. US-ETFs bleiben stabil bei Transaktionen, verlieren jedoch beim Nettokaufvolumen an Anteil.
Global-ETFs bleiben die dominierende Produktklasse über alle Alters- und Zielgruppen hinweg. Sie prägen sowohl Käufe als auch Bestände deutlich. Insgesamt zeigt sich ein breiter Einstieg in den Kapitalmarkt.
Alle Datenpunkte im Überblick
- Aktive ETF-Anleger bei der ING: 629.000 (2022) → 1,3 Millionen (2026)
- Depotkundinnen und -kunden mit mindestens einem ETF: 922.000 → 1,8 Millionen
- Anteil der Depotkunden mit ETF: 41 Prozent → 55 Prozent
- Männer als ETF-Anleger: 384.000 → 755.000 (+96 Prozent)
- Frauen als ETF-Anlegerinnen: 245.000 → 581.000 (+137 Prozent)
- Durchschnittliche monatliche Sparrate Männer: 153 Euro (2022) → 167 Euro
- Durchschnittliche monatliche Sparrate Frauen: 132 Euro (2022) → 141 Euro
- Durchschnittliches ETF-Investmentvolumen Männer: 33.000 Euro → 46.000 Euro
- Durchschnittliches ETF-Investmentvolumen Frauen: 26.000 Euro → 33.000 Euro
- Durchschnittliche Anzahl gehaltener ETFs: Männer 6,2 → Frauen 5,2
- Sparrate 18- bis 29-Jährige: 171 Euro monatlich (+21 Prozent seit 2022)
- Sparrate 30- bis 49-Jährige: 173 Euro monatlich (+17 Prozent seit 2022)
- Unter 18-Jährige ETF-Anleger (über Junior-Depot): ca. 55.000 → über 22.1000
- Durchschnittliche Sparrate unter 18-Jährige: 87 Euro monatlich
- Europa-ETF Nettokaufvolumen: 3,9 Millionen Euro (April 2022) → 29 Millionen Euro (März 2026)
- Anteil Europa-ETFs am Nettokaufvolumen: 1,0 Prozent → 4,4 Prozent
- Wachstum Europa-ETF-Sparpläne: +348 Prozent
- Wachstum aller ETF-Sparpläne: +127 Prozent
- US-ETF Nettokaufvolumen: 35 Millionen Euro (2022) → 17 Millionen Euro (2026)
- Anteil USA am Kaufvolumen: -2,5 Prozentpunkte
- Anteil EU am Kaufvolumen: +1,3 Prozentpunkte
- Anteil US-ETFs an Transaktionen und Sparplänen: 6 Prozent
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Index, wie beispielsweise dem DAX oder dem MSCI World, nachbildet. Anstatt einzelne Aktien auszuwählen, investieren Anleger mit einem ETF automatisch in viele Unternehmen gleichzeitig. Dadurch entsteht eine breite Streuung des Kapitals, wodurch sich das Risiko im Vergleich zu einzelnen Aktien reduziert. ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt und können während der Handelszeiten jederzeit gekauft oder verkauft werden.
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Bei Aktien- und ETF-Sparplänen wird die große Überraschung am Ende kommen, wenn man das ganze dann verkaufen will. Es gilt First in first out, also wird man auf die ältesten Aktien, die man systembedingt zuerst verkaufen muss, sehr viel an Steuern zu zahlen geben.
Frech daran ist ja, dass die Aktien vom bereits versteuerten Geld gekauft wurden und frech auch, dass „Vermögensverwaltung GmbH“ nicht so viel Steuern zahlen müssen beim Veräußern, wie die Privatperson.
Aber machen wir uns nichts vor: In Zukunft wird es ein Bedingungsloses-Grundeinkommen geben müssen, wenn die KI bis dahin alle Jobs weggefegt hat. Und die Roboter bis dahin die physische Arbeit machen.
Das Problem existiert nur, wenn man das gesamte Geld über Jahrzehnte in einem einzigen Depot auf einem einzigen ETF anspart und alles auf einmal verkaufen will. Mit zwei Depots oder zwei verschiedenen ETFs ist die FIFO-Regel leicht ausgehebelt.
Oder wie bei der Consorsbank möglich, bis zu 2 Unterdepots eröffnen und einen einzigen ETF später auf die 3 Depots verteilen.
Das dürfte im Finanzministerium Begehrlichkeiten wecken.
Ja wäre schön wenn die pauschale Abgeltungssteuer entfallen würde und der individuelle Steuersatz.