Motorola Moto 360 und die Preisfrage (Kommentar)

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Android Wear wurde schon im März dieses Jahres angekündigt. Seit der Google I/O Ende Juni 2014 wissen wir nun auch jedes Detail von Android Wear, dem Betriebssystem für tragbare Gadgets wie eben einer Smartwatch. Doch kehren wir noch einmal kurz zum Monat März zurück: Als Google das erste Mal von Android Wear gesprochen hat, kamen Motorola und LG mit eigenen Smartwatches um die Ecke. Motorola präsentierte, ohne viel über Einzelheiten wie technische Daten o.ä. preiszugeben, die Moto 360. Eine runde Smartwatch mit Android Wear und wie es mittlerweile scheint einigen optischen Anpassungsmöglichkeiten. LG hingegen stellte eine eckige Uhr mit Wear vor.

Und heute? Heute gibt es die LG G Watch schon zu kaufen und auch Samsung hat sich dazwischengemogelt und mal schnell eine hässliche Smartwatch auf den Markt gepfeffert. Der Preis? 200 Öcken! Ich finde das ehrlich gesagt viel zu viel und der Gewinn der Unternehmen bei so einer verkauften Uhr dürfte einen umhauen.

Schauen wir uns mal die technischen Daten vom Einsteigersmartphone Moto G an:

  • 4,5 Zoll Display mit HD-Auflösung
  • Qualcomm Snapdragon 400 CPU mit 1,2 GHz
  • 2.070 mAh Akku
  • 1GB RAM
  • usw. usf.
  • Das alles bekommt man für gute 150€!

Schauen wir uns nun die Hardware einer dieser neuen Smartwatches an:

  • 1,63 Zoll Display mit einer Auflösung von 320 x 320 bzw. 280 x 280 Pixeln
  • Qualcomm Snapdragon 400 CPU mit 1,2GHZ
  • 300 bzw 400mAh Akku
  • 512MB RAM
  • Das kann man sich für gute 200 Euro ums Handgelenk binden.

Nun kommen wir zu dem eigentlichen Thema dieses Kommentares: Der Preis der Moto 360 Smartwatch. Motorola ist spätestens seit der Führung von Google ein anderes Unternehmen geworden. Richtige High-End Smartphones von Motorola gibt es nicht und das Smartphone-Portfolio wurde auf einige wenige Geräte (Moto G, Moto E, Moto X) heruntergefahren. Gerade das Moto G erweist sich als ein internationaler Erfolg und verkauft sich gerade wegen des Preis/-Leistungsverhältnis wie warme Semmeln.

Jetzt wissen wir also, dass Motorola bei seinen Smartphones ziemlich annehmbare Preise für die gebotene Leistung verlangt (nicht zu vergessen der grandiose Update-Support). Dann wäre da noch der strategische Aspekt. Wenn Motorola die Moto 360 für unter 200 Euro verkaufen würde, wären sie schon mal die Günstigsten. Und wie wir vom Moto G gelernt haben, kann ein niedriger Preis ganz schön viel an der Verbreitung eines Produktes und eines Betriebsystemes bewirken. Der Markt der Smartwaches ist so ungesättigt wie der Markt der Smartphones im Jahre 2007. Da gilt es jetzt also den Turbo einzulegen. Google ist ja sowieso nicht dafür bekannt, sich aufgrund des Vorsprungs der Konkurrenz gegenüber auszuruhen.

Und das ist der Grund, weshalb ich an einen Preis unter 200 Euro glaube. Keine 360 Euro, keine 250 Euro, ich denke es wird weniger als 200 Euro kosten. Und wenn es 200 Euro kosten wird, dann kann der Kunde eine ganze Menge im Moto-Maker anpassen. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und hoffe, dass Motorola endlich mit einem Veröffentlichungstermin, Preis und weiteren Infos rausrückt. Sommer ist ja nicht mehr lange.

Fakt ist: Ich freue mich riesig auf die Motorola-Smartwatch und würde wohl auch mehr als 200 Euro bezahlen. Das wäre dann mein erster Uhrenkauf.

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