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Vodafone Smart 4 power ausprobiert

Vodafone Smart 4 Power (1)

Die Vodafone Smart Serie beschäftigt und begleitet mich hier im Blog schon eine ganze Weile und hat für jeden Geschmack etwas dabei. Zwar sind die Geräte zumeist durchweg Einsteiger-Androiden, aber vom schmalen Tablet über große Multimedia-Riesen hin zu kleinen aber durchaus brauchbaren Telefonen ist eigentlich jeder Android-Einsteiger gut versorgt.

Im neuen Line-up des Kommunikationskonzerns aus Düsseldorf gibt es aktuell zwei Geräte. Das Smart 4 Power und das Smart 4 turbo mit denen man dem Kunden nicht nur aktuelle, kostengünstige LTE-Geräte stellen möchte, sondern die darüber hinaus dem Käufer seinen Vertrag um eine kostenlose LTE-Option erweitern. Beide Geräte haben wir aktuell im Test und ich möchte euch in diesem Bericht das etwas stärkere Modell, das Smart 4 power vorstellen.

Innere Werte

Das 5 Zoll große Smart 4 Power kommt mit einer Displayauflösung von 960 x 540 Pixeln daher. Für Dampf unter der Haube sorgt ein Quadcore Mediatek Prozessor mit 1,3 GHz Taktung. Dazu gibt’s 1 GB Arbeitsspeicher und einen 4 GB großen internen Speicher, von welchem dem Anwender rund 2 GB zur Verfügung stehen. Der Speicher ist mittels microSD-Karte um 32 GB maximal erweiterbar. Für Konnektivität sorgen WLAN b/g/n, Bluetooth 4.0 sowie der LTE-Funkchip für LTE mit bis zu 150 Megabits pro Sekunde. Betrieben wird das Gerät mit einer Micro-Sim-Karte.

Die Kamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixeln auf und auf der Front steht euch eine VGA-Kamera für Selfies zur Verfügung. Außerdem hat man dem Smart 4 Power neben einem dicken 3000 mAh Akku auch noch einen NFC-Chip spendiert und der Packung liegen auch 2 NFC-Sticker dabei, mit welchen ihr euer Gerät automatisieren könnt. Ebenfalls im Lieferumfang befinden sich das Ladegerät und ein In-Ear-Headset.

Der erste Eindruck ist ein gelungener. Bei 141 x 74,1 x 9,5 Millimetern Abmessungen ist das Smart 4 Power durchaus etwas dick geraten, liegt aber dennoch gut in der Hand. Die 162 Gramm Gewicht sind durchaus etwas wuchtig und eher für Leute gedacht, die gerne ein schwereres Smartphone in der Hand haben. Mir persönlich ist es zu schwer. Dennoch sorgt das Gewicht bei mir für einen Eindruck von Wertigkeit, obwohl wie bei allen Einsteigern dieser Preisklasse üblich, komplett Plastik verbaut worden ist.

Vodafone Smart 4 Power (5)

Desingtechnisch gefallen die abgerundeten Ecken an allen Seiten und das satte Schwarz des Gehäuses vorne glänzend dunkel und auf der Rückseite in mattem Grau. Beim Smart 4 power ist die Ladebuchse an der Unterseite des Gerätes angebracht und die Klinkenbuchse an der Oberseite. Ich habe zwar beides lieber oben, kann aber mit diesem Layout durchaus leben. Grobe Schnitzer gibt es jedenfalls keine. Ausgeliefert wird der LTE-Funker mit Android 4.4, was uns dann auch direkt zur Software bringt.

Software und Handling

Das Vodafone Smart 4 power kommt mit Android 4.4 und das ohne jegliche UI oben drauf. Gut so, denn ich finde, auch wenn sich die eigenen Benutzerschnittstellen der Hersteller wie etwa Touchwiz und EmotionUI in den letzten Jahren weit voran entwickelt haben, ein nacktes Android immer noch am hübschesten. In den meisten Fällen passt man es sich so oder so an seine Wünsche an. Leider hat man bei Vodafone den Vanilla-Gedanken nicht bis zum Ende durchgezogen und so finden sich auf dem ohnehin schon etwas kleinen App-Speicher einige vorinstallierte Vodafone-Apps, welche sich nur bedingt wieder löschen lassen.

Galerie

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Klar, man möchte dem potentiellen Käufer, welcher zumeist ein Smartphone-Neuling sein wird, ein Rundum-sorglos-Paket in die Hand geben. Meiner Meinung nach braucht´s dafür aber keine vorinstallierten Apps. Schöner sind da softwareseitig implementierte Hinweise oder Wegweiser, wie man sie etwa beim Huawei Ascend G6 findet. Dafür findet man aber umgekehrt beim Smart 4 power in der Benutzung nicht einen Mikroruckler. Das Ding läuft flüssig und bietet dem Anwender schnelles und flüssiges Bedienen. Darauf kommt es beim Einsteiger an und für einen derzeitigen Preis von rund 170 Euro macht man in Sachen Handling mit dem Smart 4 power absolut nichts verkehrt.

Das Display ist für ein qHD Display nicht da schärfste. Dafür ist es farbintensiv, die Helligkeit wirklich gut, aber die Lesbarkeit im direkten Sonnenlicht ist nicht das Gelbe vom Ei. Dafür scheint es mir, als würde die Beschichtung des Displays besonders gut Fingerabdrücke abweisen, denn ich hinterlasse auf diesem Display nicht viele davon, nicht mal annähernd so viele wie beispielsweise auf dem iPhone. Das gefällt mir gut.

Weniger gut gefällt mir mal wieder die Rückseitenabdeckung. Ähnlich wie beim Ascend G6 reißt man diese einfach ab und drückt sie anschließend wieder drauf. Wenigstens verbirgt sich darunter ein großer Akku, mit dem man gute 5 Stunden Displayzeit oder mehr bei entsprechendem Nutzungsverhalten bekommt. Da wir gerade von der Rückseite sprechen. Die 5 Megapixel Kamera ist zwar für einen Einsteiger halbwegs brauchbar bei gutem Licht, befindet sich aber auf einem Niveau mit dem Moto G. Also eher Kategorie „ohjeee“.

Klar, wer von einem Samsung Klapphandy mit 0,3 Megapixel Kamera wechselt, wird die Kunstwerke der Smart 4 power Cam super finden. Alle Anwender mit etwas mehr Anspruch werden aber enttäuscht sein. Dafür gibt es Punktabzug und wenn man die Performance der Rückseitenkamera kennt, traut man sich fast gar nicht an die Front-Kamera heran. Trotz dessen habe ich es getan und ihr ahnt richtig, die kann man komplett vergessen. Verpixelt, krisselig und mit Bewegungen nix am Hut. Sorry, aber das geht so einfach nicht. Was nutzt denn ein LTE fähiges Smartphone, prädestiniert für günstige Videotelefonie über Skype, wenn so ein Bild dabei rauskommt? Nichts.

Die Gesprächsqualität und der Klang der Lautsprecher gehen soweit in Ordnung und ich denke wir können zu einem gepflegten Fazit übergehen.

Vodafone Smart 4 power Hands-on

Kaufen oder lassen?

Auf der Pluspunkteliste stehen eine schöne Verarbeitung, klassisch schickes Design, nacktes Android, erweiterbarer Speicher, ein wirklich großer Akku und ein Prozessor mit dem man arbeiten kann. Dagegen schlagen das unscharfe Display mit Defizit in direktem Sonnenlicht und die Kameras. Würde Vodafone nicht eine kostenlose LTE-Option oben drauf legen, welche man mit diesem Smartphone nutzen kann, würde mir kein besonderer Grund einfallen, warum man für 170 Euro kaufen sollte, anstatt für weniger Geld das Motorola Moto G zu schnappen.

Wertung des Autors

Benno bewertet Vodafone Smart 4 power mit 2.8 von 5 Punkten.

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