3D-Drucker-Roundup No. 110: Lightburn-Tipp für schnelleres Gravieren!

3d Drucker Roundup Header 2021

Es ist unbedingt mal wieder Zeit für einen 3D-Drucker-Roundup mit einem tollen Tipp für Lightburn! Gesagt → getan:

Seit einigen Tagen ist bei mir das Thema Laser Engraver wieder sehr stark angesagt.  Weihnachten steht vor der Türe und oftmals sind selbstgemachte Geschenke besser, als einfach nur der hundertste Gutschein für Amazon, Media Markt & Co.

Deshalb hantiere ich in den letzten Tagen und Wochen viel mit dem Ortur Aufero Laser 1 und meiner Lieblingsapp Lightburn herum.

Laser Engraver Bastelarbeiten

Neben den üblichen Kästchen und Schächtelchen, die super aus 3 mm Sperrholz geschnitten werden können, habe ich dabei auch schon elox. Aluminium graviert und auch die beliebten Schieferuntersetzer sind wieder unter den Laser gekommen.

Laser Engraver Schieferuntersetzer

Letztere eignen sich prima, um entweder eine Art Familienwappen drauf zu gravieren/lasern, oder aber Sprüche je nach Lieblings-Getränk des zu Beschenkenden oder was einem sonst noch so einfällt.

Bei Lasern, die eine etwas größere Arbeitsfläche haben, bietet es sich an, einige Untersetzer (10x10cm) nebeneinander aufzureihen und die Elemente in Lightburn anzuordnen. So kann man dann beispielsweise gleich 3-4 Untersetzer in einem Rutsch fertig machen.

Der Laser arbeitet bei Vektorgrafiken der Linie entlang und fährt die Buchstaben etc. einfach ab. Bei Fotos und anderen Grafiken wird der zu lasernde Bereich Linie für Linie von links nach rechts abgefahren und der Laser arbeitet immer nur dann, wenn eine Grafik unter der aktuellen Position ist.

Das dauert natürlich dementsprechend, wenn man vier Plättchen nebeneinander aufgereiht hat und auf die komplette Breite gesehen jedes der 4 Blättchen an einer anderen Stelle gelasert werden muss. Da fährt der Laser dann eben gern mal über 3 Untersetzer ohne etwas zu tun und lasert nur auf dem vierten Untersetzer etwas, um dann die Zeile leicht nach oben versetzt wieder von vorn zu beginnen bis das Element fertig ist.

Die folgende Grafik zeigt das alles nur schematisch und stark vereinfacht. Aber schaut euch beispielsweise den fünften Weg (lila von rechts nach links) von unten an. Dort würde nur der Flaschenkopf der GIN-Flasche ganz rechts graviert werden – der Laser würde aber trotzdem die komplette Bahn von rechts nach links abfahren.

Natürlich sind das in der Realität noch viel, viel mehr Bahnen in einem viel, viel engeren Abstand. Da fallen leere und unnötige Bahnen noch viel mehr ins Gewicht.

Lightburn Fuellen Bahnen

Für mich waren das (Linie und Füllung) die einzigen Modi, die ich verstanden und ausprobiert hatte. Irgendwo hatte ich dann aber aufgeschnappt, dass man bei Grafiken unbedingt mal die Versatzfüllung ausprobieren soll.

Dabei wird dann beispielsweise auf dem ersten Untersetzer der Bereich “Das bekommen wir schon” in einem Rutsch graviert, dann das GIN und dann fährt der Laser direkt zum nächsten Untersetzer und macht dort “Langer Rede kurzer” und anschließend den GIN-Schriftzug. Auf diese Art werden die Fahrten deutlich optimiert, weil leere und unnötige Bereiche in einem Rutsch überfahren werden!

Lightburn Versatzfuellung Bereiche

In meinem Fall bedeutete das statt einer Stunde und 10 Minuten für vier Untersetzer mal eben eine Dauer von 13 Minuten 20 Sekunden! Wenn das mal kein beachtenswerter Unterschied ist?!

Lightburn Tipp Versatzfuellung

Solltet ihr also großflächig mal eine Grafik lasern müssen, achtet unbedingt darauf, Verlaufsfüllung als Modus auszuwählen. Es lohnt sich! :)

In eigener Sache

Wie ihr sicher bemerkt habt, ist die Überschrift für diesen Roundup mittlerweile längst zu speziell. Immer mehr Themen, wie beispielsweise Laser, Raspberry Pi, Nerd-Kram und andere Basteleien finden hier Einzug. Deshalb die Frage an euch:

Soll der 3D-Drucker-Roundup umbenannt werden? Fällt euch was schickes ein, oder ist eine Umstellung nur Unsinn und unnötig?

Damit sind wir wieder am Ende dieses Roundups angelangt. Ich hoffe, es waren ein paar Themen dabei, die euch auch interessiert haben. Anregungen, Wünsche oder dergleichen wie immer gern in die Kommentare. Bis zur nächsten Runde!

Meine aktuelle Grund-Ausstattung:

  • 3D-Drucker: Aktuell drucke ich am liebsten mit dem Anycubic Vyper und dem Artillery Genius 3D-Drucker. Optisch und von den Features her sind beide sehr schick und drucken seit geraumer Zeit ohne größere Probleme brav vor sich hin. Einen verhältnismäßig günstigeren Einsteiger findet ihr mit dem Ender 3 Pro (oft bei Gearbest mit Gutscheinen noch günstiger!).
  • Diamant Feilen-Set: Ideal zum Nachbearbeiten der zu scharfen Kanten etc.
  • Neu dabei: Der Ortur Aufero Laser1. Macht einfach Spaß hin- und wieder was damit zu brutzeln …

Euch gefällt der #3DRoundup? Eine Auflistung aller Roundups findet ihr hier.

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Sam

    Zig Roundups interessiert gelesen und nun endlich mal am überlegen selbst ein Gerät anzuschaffen. Der Anycubic Vyper war in letzter Zeit vermehrt um 200 Euro zu haben. Wäre das ein gutes Einstiegsgerät, wenn man eher wenig Zeit für viel Einarbeitung hat?

    1. Aber absolut! Ist eine echte Empfehlung, weil gute Ausstattung und druckt einfach vom Start weg gut los ohne vorher viel Optimieren und tunen zu müssen. 👍

      1. Sam

        Super, danke für dein schnelles Feedback. Jetzt muss ich nur noch bei der nächsten 200 Euro Aktion schnell genug sein ;-)

  2. Sam

    Da das selbst am Cyber Monday gerade schwierig ist mit dem Vyper:
    Welche Alternativen würdest du noch sehen? Der CR-6 SE wird häufig noch empfohlen und scheint dem Vyper ja irgendwie zu ähneln.

    Was mich aber auch interessieren würde: Wenn man noch mehr Geld in die Hand nehmen würde, könnte man dann als Einsteiger, der möglichst wenig basteln will, mit einem anderen Drucker noch glücklicher werden? Vielleicht so im Bereich bis 1000 Euro.

    1. Ich hab erst heute früh einen Tweet gelesen, bei dem einer einen Vyper bei eBay für 200 (Preisvorstellung geschickt) bekommen hat. Von daher kann ich nur raten dran zu bleiben.

      Du wirst sicher auch noch bessere Drucker finden, wenn du tiefer in die Taschen greifen möchtest. Kommt am Ende sehr drauf an, was du damit machen möchtest.

      Preislich bieten sich dann auch Optionen auf Drucker mit größerem Druckvolumen (aber dann sind natürlich auch die Drucker ansich deutlich größer!) oder eben noch mehr Features, wobei der Vyper schon ziemlich top ausgestattet ist.

      Selbstverfreilich gibt es "nach oben" auch Drucker, wie den Prusa i3 (oder ähnliche) oder ein Gerät aus der Ultimaker-Serie. Wenn es der Geldbeutel hergibt, gibt es fast nichts, dass es nicht gibt.

      Plan B: Du holst die nen günstigen FDM (evtl. doch den Vyper für um die 200 im Angebot) und einen Resin-Drucker für filigranere Sachen. Eben je nachdem, was du später damit drucken möchtest.

      Mit Creality hatte ich lange Zeit nichts mehr am Hut. Von daher kann ich dir zu dem Drucker leider überhaupt nichts aus eigener Erfahrung sagen. Aussehen tut er tatsächlich sehr wie der Vyper.

      1. Sam

        Hey Michael, direkt nochmal vielen Dank, dass du so direkt und ausführlich geantwortet hast.

        Ich kann nochmal kurz meinen Gedankengang dazu skizzieren:

        Grundsätzlich würde ich eher so Kleinigkeiten drucken, wie du sie auch schon so oft im Roundup gezeigt hast. So von Spielereien bis zu sinnvollen Dingen, wie z.B. Zubehör für ein VR Headset (Kabelführungen, Headstrap-Adapter etc.). Von meinem Minimalwissen ausgehend würde ich daher tippen, dass Resin für mich vermutlich übertrieben wäre, da ich gar nicht eine so hohe Qualität benötige. Auch ein besonders hohes Druckvolumen wäre für mich damit wohl eher nicht erforderlich.

        Die 200 Euro für ein Gerät, was zumindest schonmal als eher einsteigerfreundlich gilt, haben mich überhaupt erstmal angefixt, jetzt doch endlich mal zu kaufen.

        Nur nach näherer Überlegung wäre es mir am Ende noch wichtiger, dass alles möglichst out of the Box funktioniert und ich mich noch mit allen möglichen Fixes für Kinderkrankheiten rumärgern muss. Nicht, weil ich das nicht hinbekommen würde, sondern einfach aus Zeitmangel.

        Hauptaugenmerk liegt also wirklich auf ein möglichst ausgereiftes und einsatzfertiges Produkt, was mir einfach nur die "normale" Druckqualität bietet. Heißt also umgekehrt: Ich möchte auch nicht unnötig viel Geld für Druckqualität und Features ausgeben, die man für diesen Kleinkram gar nicht braucht.

        Lautstärke ist übrigens kein Problem, da das Teil in den Keller kommt.

        Hilft das weiter oder passen genau dazu sowieso schon die beiden vorgeschlagenen Prusa i3 bzw. Ultimaker Geräte?

        1. Nichts zu danken. Dafür sind wir doch hier. :)

          Um es dieses mal kurz zu machen würde ich weiterhin zum Vyper raten. Lieber bisschen auf ein nächstes Angebot warten.

          Ich liebe die PEI-Platte! Allein die kostet in der Nachrüstung schon min. 20 eher um die 50 EUR mit zusätzlicher magnetischer Platte drunter.

          Die Maße sollten auch passen – also ich zumindest liebe ich die Größe für meine Zwecke. Ich drucke gern nebenher, wenn ich auch nebendran sitzen kann.

          1. Sam

            Alles klar, dann halte ich die Augen mal offen, danke ;)

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