Fluggastrechte: EU-Parlament beschließt neue Regeln
Das Europäische Parlament hat neue Vorschriften für Fluggäste beschlossen und stärkt damit unter anderem Entschädigungsansprüche und die Preistransparenz.
Die Abgeordneten bestätigten die im Vermittlungsausschuss erzielte Einigung mit großer Mehrheit. Bestehende Ansprüche bleiben erhalten. Fluggäste können weiterhin eine Entschädigung verlangen, wenn ein Flug mehr als drei Stunden verspätet ist, kurzfristig annulliert wird oder eine Beförderung verweigert wird. Die Höhe der Ausgleichszahlungen bleibt unverändert und richtet sich nach der Flugstrecke.
Neue EU-Regeln für Fluggäste im Überblick
Künftig sollen Erstattungen und Entschädigungen einfacher beantragt werden. Wer sich für eine Rückerstattung entscheidet, soll diese automatisch erhalten.
Außerdem müssen Fluggesellschaften laut den neuen Vorschriften innerhalb von vier Tagen Hinweise zum Entschädigungsverfahren bereitstellen. Für Anträge gilt künftig eine Frist von neun Monaten, während die Fluggesellschaft innerhalb von 30 Tagen reagieren muss.
Wichtige Änderungen:
- Kostenlose Sitzplätze für Kinder neben Begleitpersonen.
- Mehr Transparenz bei Flugpreisen und Handgepäck.
- Keine Gebühren für Namenskorrekturen oder gedruckte Bordkarten.
- Rückflug bleibt auch ohne genutzten Hinflug möglich.
- Alle Details im PDF
Zusätzlich werden die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Schwangeren und Familien erweitert. Kinder unter 14 Jahren sollen ohne Aufpreis neben ihrer Begleitperson sitzen können. Die endgültige Zustimmung des EU-Rates steht noch aus. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt sollen die Mitgliedstaaten und Unternehmen ein Jahr Zeit für die Umsetzung erhalten.
Ich halte die Reform insgesamt für sinnvoll, weil sie bestehende Rechte weitgehend sichert und gleichzeitig einige häufig kritisierte Abläufe für Flugreisende einfacher und transparenter gestalten dürfte.
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Oha, das wird Ryanair gar nicht gut finden, gehen ihnen doch Möglichkeiten durch die Lappen extra abzukassieren. Denke zwar dann werden die Tickets insgesamt etwas teurer, aber nun gut.
Wenn man nichts extra anklickt, kann man auch nichts zusätzlich bekommen. Beschwerst du dich im Supermarkt auch, wenn du plötzlich mehr einkaufst, als du eigentlich wolltest? Man zahlt immer nur den Preis, der ganz am Anfang auf der Seite angezeigt wird.
Der Preis beinhaltet aber exakt nichts anderes als die Waren. Der Euro in deinem Einkaufswagen? Das war kein Pfand, das ist die Nutzungsgebühr. Der Warentrenner auf dem Band? Kostet auch einen Euro. Deine Karte geht nicht beim ersten Mal oder Du hast es nicht passend? Zack, der nächste Euro. Und so weiter…
Die Airlines – und zwar nicht nur Ryanair – machen alles zu einer kostenpflichtigen Service Leistung und kassieren damit richtig ab. Entsprechend wird dem jetzt ein Riegel vorgeschoben und das Race to the bottom gestoppt. Wer in Zukunft einen Flug bucht, bekommt wieder ein gesundes Mindestmaß an Service dazu und zwar vergleichbar bei allen Carriern. Die können sich dann wiederum anders als auf dem nackten Rücken der Kunden differenzieren.
Ach ja, eigentlich wollte ich nur einen Kommentar zur Gültigkeit schreiben. Finde keine Information dazu, wird also bestimmt noch eine Weile dauern, bis das tatsächlich kommt.
Was wurde auf LinkedIn geschimpft, dass diese Bürokratie die Flugpreise wieder verteuern wird… Für mich unverständlich, wie man sich für eine vermeintliche Ersparnis lieber verarschen lässt, statt einfach mal guten Service voraussetzen zu können. Wer ein Race to the bottom gut findet, wird bei Ryanair wirklich bald Stehplätze buchen können.
Aus (meiner) Kundensicht einfach zu begrüßen!
– Früher ™ konnte man sich beim Boarding seinen Platz einfach aussuchen und gut ist. Heute muss man nicht nur bei Billig Carriern ordentlich zahlen, wenn man neben seiner besseren Hälfte sitzen möchte. Allein, dass man die Carrier bei Kindern dazu zwingen muss, zeigt doch deutlich, dass es hier kein Service-Problem ist, sondern einfach nur im Wortsinn Abzocke.
– Ich hab auch schon mal bei Schwiegermutter den Rufnamen aufs Ticket drucken lassen und durfte dann nachträglich bei Ryanair richtig für den Ausweisnamen bezahlen. Kann man doch per Self-Service anbieten. Aber auch hier, über Gebühren zieht man den Kunden lieber ab.
– Ist mir bisher nur beruflich passiert, aber Geld kostet es trotzdem! Der Reiseplan ändert sich kurzfristig, man kommt anders ans Ziel, aber den Rückflug möchte man gern noch nutzen? Ciao Kakao! Da müssen die Airlines sich halt mal was in ihrem Preismodell überlegen. Wird wohl den größten Impact haben.