Apple hat wohl die Produktion der Vision Pro bei Luxshare zum Start ins neue Jahr pausiert und die Ausgaben für das Marketing der Brille, obwohl es erst eine kleine Neuauflage gab, fast komplett heruntergefahren, so die Financial Times.

Die VR-Brille sei ein „seltener Misserfolg“ von Apple, bei dem es der Marke nicht gelingt, neue und alte Kunden für das Produkt zu begeistern. Und es gab auch sehr wenig Support von Entwicklern, was bei Apple doch eher ungewöhnlich ist.

Die Neuauflage ging auch keine Schwachstellen an, es gab einfach nur einen neuen Chip und ein neues Band. Das Band kann man so kaufen und die Leistung war nicht das Problem der Vision Pro. Die M5-Version dürfte also kein Erfolg werden.

Apple: Normale Brille statt VR-Headset

Apple dürfte dieses Produkt daher vorerst abgehakt haben, denn der Fokus rückt jetzt auch hier auf normale Brillen und es wäre denkbar, dass uns Apple in diesem Jahr erstmals eine Preview dafür zeigt. Eine günstigere Vision liegt auf Eis und eine neue Generation der Vision Pro, die mehr bietet, kommt in diesem Jahr auch nicht.

Es kommt nicht oft vor, dass Apple mit einer Kategorie so sehr scheitert, aber wenn man Apple eins lassen muss, dann ist es gutes Durchhaltevermögen. Ich würde die Vision-Reihe noch nicht abschreiben. Es war 2024 kein guter Start, 2025 war eine Katastrophe und 2026 wird es nicht anders sein, aber mal sollte es nicht abhaken.

Ich könnte mir gut vorstellen, da Tim Cook dieses Projekt sehr wichtig ist, dass man bei Apple einen Plan ausgearbeitet hat, um die Vision-Reihe noch erfolgreich zu machen. VR ist und bleibt aber eine Nische, eine normale Brille ist also sinnvoller.


Fehler melden13 Kommentare

   

Deine E-Mail bleibt vertraulich. Durch Kommentieren stimmst du der Datenschutzerklärung zu.

  1. Christian 🔅

    Natürlich lag/liegt es am Preis. Eine Apple Vision Pro mit 256GB (Einstiegsvariante) kostet 3700€!!! Nackt ohne Schnickschnack. Wenn man noch das Case (220€) und einen extra Akku (220€) dazu nimmt, ist man bei gut 4140€. Das ist definitiv Zuviel.

    Vielleicht mal ohne „Pro“ Label und zum Einstieg bei 2000 bis 2200€. Da wäre es vielleicht was geworden.

    1. Newt 🎖

      Die Unternehmen haben bisher noch nicht verstanden, dass alle Preise überproportional gestiegen ist, sodass man einfach nicht mehr so viel Geld hat für Konsumausgaben. Milka ist ein gutes Beispiel, die Preise wurden stark erhöht und gleichzeitig den Inhalt verringert. Die Supermärkte mussten Milka nun um mehr als 50% reduzieren, damit es weggeht. Preise müssen runter, oder die Gehälter müssen höher.

  2. Tom 💎

    Ich bin mir nicht so sicher, ob die Apple Vision Pro wirklich ein „seltener Misserfolg“ ist. Apple versucht doch nun schon ziemlich lange, das „nächste große Ding” zu finden. Die Apple Vision Pro hat es immerhin auf den Markt geschafft. Aber in den letzten Jahren gab es ja auch mehr als ein potenzielles Produkt, an dem man gearbeitet hat, welches es aber nicht einmal so weit geschafft hat. Apple hat seit Jahren deutlich sichtbare Probleme, eine neue Produktkategorie erfolgreich zu erschließen. Eine Seltenheit ist das keine mehr.

    1. Thomas 🔅

      Sehe ich ähnlich. Die Zutaten für den nächsten Flop, zu teuer für einen überschaulichen Mehrwert, sehe ich auch beim angekündigtem Foldable (+-2k€). Schaun’mer mal.

    2. Neuhier 🔅

      Welche (erfolgreiche!) „neue Produktkategorie“ gibt es denn derzeit im Infotainment Bereich? Mir fällt da eigentlich gar nix ein, was es nicht schon seit Jahren gibt.

    3. Newt 🎖

      Sehe ich bei Samsung auch. Der Ring, Samsung Edge, die Laptops usw. verkaufen sich nicht so gut, wie man sich es erhofft.

      1. Newt 🎖

        Außerdem hat Samsung das KI Rennen, wie Apple, knallhart verloren und man hat sich einfach an Google gewandt und nun nennt man es ‚Galaxy AI‘, damit man die Illusion aufrechterhalten kann.

  3. Cress 🌀

    Der Preis und vor allem was soll man mit dem Ding machen? Also welche konkrete Aufgabe/Problem löst sie? Das einzig Sinnvolle klang für mich, im Flugzeug damit nen Film zu gucken oder so, aber dann benötigt man AirPods im Ohr, welche aber im Flugzeug zu schwach sind, um sich „komplett“ abzukoppeln.

  4. Max 👋

    Es war einfach der Preis. hoffentlich lernt Apple daraus.

    1. Nicht nur, VR ist auch so eher Nische, selbst die preiswerten Oculus-Modelle sind jetzt keine Produkte für die ganz breite Masse. Zeit in der virtuellen Realität ist Zeit weg von Familie und Co. und das wollen viele eher in kleinen Dosen im Alltag haben.

    2. Tom 💎

      Definitiv war es nicht nur der Preis, auch wenn dieser natürlich für viele eine Schmerzgrenze überschritten haben dürfte. Auch die Zielgruppe unabhängig vom Preis hat Apple viel zu spitz gewählt. VR ist nun einmal schon nur ein verhältnismäßig kleiner Bereich und wenn man sich davon auch nur einen Teilbereich aussucht, ist das echt wenig. Alleine das Fehlen von Controllern schließt einen großen VR-Bereich einfach komplett aus. Dass man mittlerweile die Controller der PlayStation VR unterstützt, ist nicht mehr als ein Bekenntnis, dass man die falsche Strategie gewählt hat. Weder ist das ein eigenes Produkt, noch ist es hilfreich, dass die Apple Vision Pro damit noch teurer wird. Und dann hat man natürlich auch das Problem, dass das Ökosystem nicht so richtig stark wachsen kann, wenn es nur wenige Nutzer gibt, weil daraus auch wenige Entwickler für das Ökosystem folgen.

  5. Hazz 🔅

    Wenn man eine VR Brille für den Preis, was früher ein Kleinwagen gekostet hat verkauft, brauch man sich nicht wundern. Zumal sie auch nicht soviel besser als die Konkurrenz ist. Der Akku ist sogar deutlich schlechter und dann auch noch extern verkabelt. Des Weiteren sind VR Brillen nunmal Nischenprodukt.

    1. Tom 💎

      Die Apple Vision Pro ist teuer, ja. Aber man muss deswegen keine Geschichten von kurz nach dem Krieg erzählen. Einen Kleinwagen erhält man für das Geld schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Und damals hatte das Geld noch einen ganz anderen Wert als heute, weswegen solche Vergleiche immer schwierig sind.

Du bist hier:
mobiFlip / News / AR und VR / Vision Pro: Ein „seltener Misserfolg“ von Apple