Die Deutsche Telekom stellt erneut klar, dass es kein festgelegtes Abschaltdatum für Kupferleitungen in Deutschland gibt.

In sozialen Netzwerken werde häufig gefragt, ob Kupferanschlüsse bald abgeschaltet werden. Die oft genannten Jahre 2030 oder 2035 seien nach Angaben des Unternehmens lediglich Diskussionsvorschläge ohne rechtliche Grundlage.

Für Deutschland existiere derzeit keine verbindliche Vorgabe, die eine Abschaltung erzwinge. Auch konkrete Pläne der Telekom zur Stilllegung des Kupfernetzes gebe es nicht.

In den Kommentaren zum aktuellen Statement geht die Telekom dann noch auf weitere Details beziehungsweise Nachfragen der Nutzer ein. Dort heißt es zum Beispiel:

[…] Aktuell gilt, dass die Telekom den Kupferanschluss in der Regel dort außer Betrieb nimmt, wo sie selbst Glasfaser (FTTH) als Ersatz anbietet. Ziel ist es, eine nahtlose Versorgung sicherzustellen, sodass Kunden auf moderne Glasfaserprodukte der Telekom umsteigen können. Für Anschlüsse, bei denen die Telekom keine eigene Glasfaser anbietet, bleibt der Kupferanschluss zunächst bestehen; eine Abschaltung erfolgt dort in der Regel nicht. […]

Kupfernetz und Glasfaserausbau in Deutschland

Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Zukunft der Netzinfrastruktur in der Glasfaser liege. Der Ausbau werde konsequent vorangetrieben, laut Unternehmensangaben schneller als bei vielen Wettbewerbern. Eine Verpflichtung zum Wechsel oder eine erzwungene Abschaltung bestehender Anschlüsse bestehe jedoch nicht.

Zentrale Aussagen der Telekom

  • Kein gesetzlich festgelegtes Abschaltdatum für Kupfer
  • Jahreszahlen wie 2030 oder 2035 sind Diskussionsstände
  • Glasfaser gilt als langfristige Zieltechnologie
  • Kein Zwang zum Anbieter- oder Technologiewechsel

Auch beim Thema Kosten widerspricht die Telekom pauschalen Aussagen. Glasfaseranschlüsse seien häufig preislich auf dem Niveau von DSL oder VDSL, böten jedoch höhere Leistung und Stabilität.

Aus meiner Sicht ist die Klarstellung sinnvoll, weil sie die Debatte versachlicht und zwischen politischer Diskussion und konkreter Umsetzung unterscheidet.

DSL-Abschaltung ist unausweichlich

Der vollständige Ausbau des Glasfasernetzes soll bereits 2030 abgeschlossen sein, während DSL voraussichtlich bis 2032 parallel weiter betrieben wird, um den Kunden einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. Ein Pilotprojekt zur Umstellung lief bereits 2024. Die betroffenen Kunden wurden damals von der Bundesnetzagentur über die Umstellung informiert.

Hauptgrund für die Abschaltung von DSL sind die steigenden Anforderungen an die Internetgeschwindigkeit. Während DSL mit maximal 250 Mbit/s langfristig nicht mehr ausreicht, bietet Glasfaser Bandbreiten von bis zu 10.000 Mbit/s und mehr. Dies ist entscheidend, um den wachsenden Bedarf an schnellen und stabilen Verbindungen für geschäftliche und private Anwendungen zu decken.

Neben den technischen Vorteilen spielt auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Der Parallelbetrieb von DSL- und Glasfasernetzen verursacht hohe Kosten, zudem sind die für DSL verwendeten Kupferkabel störanfälliger als Glasfaserkabel. Langfristig wird daher eine vollständige Umstellung auf Glasfaser angestrebt.

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