TEST: Meine Meinung zu Saros auf der PS5 Pro

Vor einer Woche war Saros mein Tipp der Woche, denn nach den ersten Stunden war ich durchaus angetan. Mittlerweile habe ich das Spiel beendet und auch das „echte“ Ende gesehen. Und eine persönliche Meinung zum Spiel. Ich habe es auf der PS5 Pro gezockt und einen Review-Key von Sony erhalten, das nur vorab.
Saros: Die Story hat eine Schwäche
Fangen wir mit der Story an, bei der ich hier keine Spoiler verraten werde. Nur so viel, sie hat mich nicht so sehr wie bei Returnal abgeholt und obwohl einige der Zwischenszenen echt gut waren, konnte sie mich allgemein nicht richtig abholen.
Grundsätzlich keine schlechte Story, also habe ich überlegt, woran es liegt, und kam zum Fazit, dass es ähnlich wie bei vielen Open-World-Spielen bei mir war.
Das bedeutet, dass die Geschichte in Puzzleteilen erzählt wird und man auch mal Dinge und kleine Details, die einen Charakter aber auch aufbauen können, hier und da verpassen kann. Es hängt eben ganz davon ab, wie man das Spiel angeht. Das Intro und Ende haben Struktur, in der Mitte hat mich Saros aber kurz „verloren“.
Dafür hielt mich das Gameplay bei Laune, denn wenn man mal ein paar Minuten ins Spiel gesteckt und es „Klick“ gemacht hat, dann macht das verdammt viel Spaß. Es ist am Ende Returnal, das letzte PS5-Spiel von Housemarque, nur „optimiert“.
Das „kommt, noch eine Runde“-Gefühl kommt also schnell auf. Und bei Saros sind die Runden zum Glück deutlich (!) kürzer, was mir persönlich wirklich sehr zusagt.
Neue Gegner, neue Biome (Welten), neue Extras, neue Waffen, neue Bosse. Es ist eine typische Fortsetzung, auch wenn es eine andere Geschichte erzählt. Mir war es teilweise zu ähnlich zu Returnal und es hat mich an den Schritt von einem iPhone zum nächsten iPhone erinnert. Alles ist „besser“, aber nicht mehr so aufregend.
Die Grafik ist gut, reizt eine PS5 Pro jetzt aber auch nicht aus, und HDR ist nicht optimal umgesetzt, aber Saros lief bei mir die ganze Zeit butterweich und ich hatte nicht einen einzige Bug. Ja, sowas ist in der heutigen Zeit schon ein Highlight.
Das echte Highlight ist aber die „Immersion“, die bei Saros vor allem durch das Design der Welten und den Sound und PS5-Controller entstehen. Zockt es am besten mit einem guten Soundsystem oder mit Kopfhörern, denn der Sound ist für mich das beste „Feature“. Und das haptische Feedback des PS5-Controllers.
Man merkt auch immer, wenn ein Entwicklerstudio sich wirklich Mühe gegeben hat, denn dann ist die Akkulaufzeit des DualSense so richtig bescheiden. Und so oft wie bei Saros habe ich meinen Controller in letzter Zeit lange nicht mehr geladen.
Mittelmäßige Story, solide Grafik, sehr gute Optimierung, ein hervorragender Sound, ein altes und bekanntes Spielprinzip des Studios (es ist ein Third-Person-Bullet-Shooter), kommen wir noch zu einem für mich entscheidenden Punkt.
Saros: Auf Wunsch ist es wirklich leicht
Returnal hat mir sehr gut gefallen, aber ich habe es nie beendet, weil ich in meinem Leben oft nicht die Zeit und Lust habe, mich in Bosse reinzufuchsen. Elden Ring war eine meiner großen Ausnahmen, aber da habe ich mich vorher hochgelevelt.
Saros geht die Sache aber anders an und das hat überhaupt dazu geführt, dass ich es beendet habe, denn in der aktuellen Lebenslage (selbstständig, zwei Kinder, ein Neugeborenes, andere Dinge) habe ich keine, aber absolut gar keine Zeit für so ein „Lern-Den-Boss-Auswendig-Und-Zocke-Es-Immer-Und-Immer-Wieder“-Prinzip.
In der normalen Welt habe ich Saros so gezockt, wie es die Entwickler vorgesehen haben, aber spätestens nach dem zweiten Anlauf bei einem Boss habe ich mir die Schwierigkeit, die sich sehr individuell anpassen lässt, direkt heruntergeschraubt.
Saros kann durchaus leicht sein, es kann anspruchsvoll sein und es kann extrem schwer sein, ihr könnt das mit „Modifikationen“ selbst festlegen. Ich habe immer wieder mit diesen gespielt und sie für meine Bedürfnisse angepasst und das hat mir sehr gut gefallen, sowas sollten alle „schwierigen“ Spiele implementiert haben.
Ja, ich weiß, dass einige die Herausforderung wollen, kann man bei Saros haben, ihr könnt das Spiel so richtig schwer machen, ich habe da aber gar keine Lust drauf.
Das System der Modifikationen ist das für mich beste System, welches ich bisher gesehen habe, wenn es um einen Schwierigkeitsgrad in einem Spiel geht. Und am Ende wird Saros ehrlich gesagt auch nicht auf kreativer Ebene schwieriger, ihr bekommt einfach mehr Gegner und es wird immer mehr und unübersichtlicher.
So eine Art von Schwierigkeitssteigerung benötige ich nicht, also habe ich es mit den Modifikationen angepasst. Und so hat mir Saros deutlich mehr Spaß gemacht.
Welche Punktzahl würde ich Saros geben? Schwierig, vermutlich eine 8 (von 10), hätte man die Story besser implementiert, was mir bei einem Spiel genauso wichtig wie Gameplay ist (die große Stärke von Saros), wären es auch 9 Punkte geworden.
Grundsätzlich kann ich Saros allen Fans von solchen Shootern empfehlen, aber die haben sicher schon lange davon gehört, euch erzähle ich nichts Neues. Ich kann es aber auch allen empfehlen, die bei solchen Spielen abgeschreckt sind, weil sie zu schwer sind. Oder weil man sich eben zu lange in einen Boss reinfuchsen muss.
Mag ich auch nicht, ist bei Saros der Fall, kann man aber umgehen. Und wenn man die vorgegebene Grenze für Modifikationen in den Einstellungen komplett entfernt, dann ist Saros richtig leicht, das würde ich euch dann aber auch nicht empfehlen.
Es sei denn, ihr wollt es so zocken, das Schöne ist, dass man die Freiheit hat.
Saros ist exklusiv für die PlayStation 5 (Pro), kostet knapp 70 Euro und wird wohl auch PS5-exklusiv bleiben, denn eine PC-Version ist angeblich nicht vorgesehen.
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Sagen wir es so, die Story kann man sich im Netz anschauen und sie ist der größte Schwachsinn überhaupt. Wer will freiwillig so ein A*loch als Helden spielen? Da hier Spoiler nicht erlaubt sind, kann ich nicht mehr sagen. Es macht außerdem keinen wirklich Sinn zu spielen, weil der „Held“ am Ende keinerlei Belohnung bekommt, alles was er während des Spiels macht ist effektiv umsonst.
Es gibt sehr viele gute Spiele, bei denen es so endet und die hochgelobt sind. Aber das ist bei solchen Spielen meist eh egal, Zelda BotW hat bspw. so gut wie keine Story und dank Open World ist die verwirrend ohne Ende und ist beliebt.
Soras spielen 95 Prozent, weil das Gameplay zählt, die Story ist mir wichtig, bei swas aber eben nur Beiwerk.