Mein Tipp der Woche: Splatoon Raiders

Es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem ersten Jahr der Nintendo Switch 2 nicht ganz zufrieden war, wenn es um Spiele von Nintendo geht. Und die Drittanbieter, welche die neue Hardware nutzen, kenne ich seit Jahren von anderen Konsolen.

Im ersten Jahr gab es mit Donkey Kong Bananza eigentlich nur ein Highlight, doch das zweite Jahr startet vielversprechend. Das Remake von Zelda wird noch 2026 ein Highlight und Splatoon Raiders gefällt mir in den ersten Stunden auch gut.

Was ist Splatoon? Es handelt sich um eine Farb-Shooter-Reihe, von der es bisher drei Spiele gab, das erste Spiel erschien damals für die Wii U. Der Fokus lag bisher auf Multiplayer, mit Raiders kommt jetzt erstmals ein reiner Singleplayer-Titel.

Und der macht doch sehr Spaß, mehr als ich erwartet habe. Wobei ich nicht ganz unbefangen bin, denn ich bin ein Fan der Reihe und habe (abgesehen von Teil 3, der mir dann doch zu ähnlich zu Teil 2 war) viele Stunden in das Spiel gesteckt.

Splatoon 2 war eine Weile eines meiner Lieblingsspiele auf der Switch und ich habe da über 200 Stunden investiert und war echt gut. Die Multiplayer-Zeiten sind aber mit zwei Kindern vorbei, daher habe ich mich sehr über das neue Raiders gefreut.

Eine Reihe, die es leider nur für Nintendo-Konsolen gibt, im Gegensatz zu anderen Unternehmen bringt Nintendo ja sogar seine Live-Service-Spiele nur für eigene Konsolen auf den Markt (was schade ist, aber das ist wieder ein anderes Thema).

Es ist aber leider nicht alles positiv, denn Splatoon Raiders sieht optisch nicht so gut aus, wie ich erwartet habe. Vor allem, bei einer neuen Switch 2, die ja doch mehr Power mitbringt. Der Unterschied zu den alten Spielen der Reihe ist gering.

Es passiert zwar teilweise extrem viel auf dem Bildschirm und man peilt die 60 fps an, aber Splatoon Raider sieht optisch wie ein mittelmäßiger PS4-Titel aus. Nicht nur bei den Texturen, auch bei der Liebe zum Detail würde da noch mehr gehen.

Als jemand, dem Optik sehr wichtig ist, wäre das ein Kritikpunkt. Und es ist nicht der einzige, denn die Lore von Splatoon ist gar nicht so schlecht, wenn man sich mal hereinliest, aber die kommt im Spiel nicht rüber, das ist alles sehr sehr simpel.

Und man liest man wieder unglaublich viel, weil sich Nintendo das Geld für eine Vertonung gespart hat. Man hat sich eine „Sprache“ bei Splatoon ausgedacht, die aber keine ist. Also klickt man sich auch hier durch zahlreiche kleine Text-Kästchen.

Wer aber wie ich schon Splatoon gezockt hat und das Gameplay mag, dem kann ich Raider doch empfehlen. Vor allem, wenn ihr (wie ich) gerade nicht die Zeit für Multiplayer und mal wieder Lust auf dieses Gameplay habt. Vergesst Story, Grafik und Vertonung, der Rest ist verdammt gut gemacht und hält echt bei Laune.

Mario Kart World hat mich jedenfalls nicht abgeholt, Pokémon Pokopia fand ich ganz okay, aber es weckte nicht mehr in mir, wie auch Yoshi and the Mysterious Book, aber nach Donkey Kong Bananza ist das für mich endlich ein weiteres Spiel, welches ich als persönliches Highlight bei der Nintendo Switch 2 einstufen würde.

Was ist „Mein Tipp der Woche“?

Was ist „Mein Tipp der Woche“? Das ist eine persönliche Reihe von mir, in der ich einmal pro Woche einen Tipp abgeben möchte. Es ist in der Regel ein „Produkt“, mit dem ich mich gerade aktiv beschäftige und welches ich hier empfehlen möchte.

Das kann eine Serie sein, das kann ein Video bei YouTube sein, das kann ein Spiel sein, ein Kopfhörer, ein Auto, ein Armband, eine Aktivität, eine App, alles. Und es muss nicht aktuell sein, manchmal werde ich sogar sehr alte Dinge empfehlen.

Hier geht es zur letzten Ausgabe.


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