E-Auto-Batterien: So groß sind die Unterschiede wirklich
AVILOO hat über 500.000 Batterietests ausgewertet und große Unterschiede beim Zustand gebrauchter Elektroautos festgestellt.
Der neue „Certified EV Battery Report“ umfasst 20 Modelle und Tests aus den Jahren 2022 bis 2026. Die globale AVILOO-Datenbank enthält laut Unternehmen inzwischen mehr als eine Million unabhängige Tests.
Unterschiede wachsen mit der Laufleistung
Zusätzliche Daten von AVILOO zeigen das Ausmaß genauer. Bei 50.000 Kilometern liegen die Medianwerte der untersuchten Modelle zwischen 91,2 und 97,1 % SoH. Bei 100.000 Kilometern sind es 88,3 bis 95,3 % und bei 150.000 Kilometern noch 86,7 bis 93,8 %.
Mit steigender Laufleistung wächst auch die Streuung:
- 50.000 km: innerhalb einzelner Modelle bis zu 10,0 Prozentpunkte.
- 100.000 km: bis zu 13,3 Prozentpunkte.
- 150.000 km: bis zu 16,4 Prozentpunkte.
Beim Tesla Model Y kann die daraus abgeleitete Reichweitendifferenz beispielsweise von 32 km bei 50.000 km auf 46 km bei 150.000 km steigen. AVILOO weist allerdings darauf hin, dass mehrere Batteriegrößen eines Modells zusammengefasst werden. Ein Teil der Streuung kann daher auf unterschiedliche Batterievarianten zurückgehen.
Ich finde gerade diesen Punkt wichtig: Durchschnittswerte und Kilometerstand sind beim Gebrauchtkauf nur Anhaltspunkte. Ein unabhängiger Batterietest kann deutlich besser zeigen, wie ein konkretes E-Auto tatsächlich dasteht.
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Die Degradation der Zellen ist nur eine von mehreren Kriterien für den Batteriezustand, auf die ein Käufer eines gebrauchten E-Autos achten sollte. Auf Zellebene ist Zelldrift und Innenwiderstand wichtig, vor allem bei älteren Fahrzeugen. Auf Batterieebene z.B. Feuchtigkeit und äußere Beschädigungen. Was hilft mir ein 99%-Wert bei Degradation, wenn ich erst weit nach dem Kauf feststelle, dass das Batteriegehäuse unten ein zentimetertiefe Delle hat und damit die Garantie weg ist?