VW ID Tiguan: Volkswagen zeigt das wichtigste Elektroauto

Da ist er also, der VW ID Tiguan, das erste Elektroauto der ID-Reihe, bei dem man sich von der Zahl trennt und diese durch einen Namen ersetzt hat. Der VW ID Polo war zwar einst noch als ID.2 geplant, wurde allerdings direkt als ID Polo vorgestellt.

Aus dem VW ID.4 wird 2027 der VW ID Tiguan und mit diesem Schritt wird der VW ID.5 eingestellt, eine Coupé-Version gibt es dann nur noch bei Schwestermarken von VW, wie Audi oder Skoda. Ein Comeback ist aktuell nicht vorgesehen, so VW.

VW ID Tiguan: Das sind die Details

Kommen wir zu den Eckdaten, die jetzt nicht überraschen, immerhin gibt es schon einige Modelle mit MEB+, der Weiterentwicklung der MEB-Plattform, man kann sie sogar schon kaufen. Das sind laut Volkswagen die Highlights beim VW ID Tiguan:

  • Es gibt zwei Akkugrößen, einmal mit 58 kWh und einmal mit 77 kWh, es geht bei 450 km Reichweite los und es sind bis zu 600 km möglich (beim großen Akku mit mehr Leistung sind es nur 560 km).
  • Geladen wird mit bis zu 165 kW bzw. 105 kW, je nach Akku, die 10 bis 80 Prozent erreicht man damit also in 29 bzw. 26 Minuten, was in der heutigen Zeit wohl einer der größten Kritikpunkte ist, denn viele Konkurrenten nutzen bereits 800 Volt in dieser Preisklasse und sind schneller. Und auch an der Wallbox gibt es maximal 11 kW und keine Option für 22 kW.
  • Bei der Leistung kann man zwischen 140 kW (190 PS) und 220 kW (299 PS) wählen, eine R-Line kommt außerdem mit 210 kW (286 PS) daher. Die kleine Version benötigt also 8,5 Sekunden bis 100 km/h und fährt auch nur 160 km/h, die anderen Versionen benötigen 6,3 bzw. 6,6 Sekunden und fahren 180 km/h.
  • Grau (Marble Grey Uni) ist als Farbe serienmäßig und dazu kommen „Olive Bronze Metallic“, „Glacier White Metallic“, „Jeans Blue Metallic“, „Red Metallic“, „Scale Silver Metallic“ und „Grenadille Black Metallic“.

Und wie sieht es beim Platz aus? Das Kofferraumvolumen beträgt 534 Liter bzw. 1.577 Liter und es gibt endlich einen Frunk, wobei wir dessen Größe nicht kennen.

Sonstige Extras? Ein „Harman Kardon“-Soundsystem mit 480 Watt, ein Display für den Beifahrer, Android Automotive als Software-Basis mit optionaler Retro-Optik, Massagesitze, Sitzlüftung, One Pedal Driving und ein Connected Travel Assist.

Natürlich sind viele Dinge gegen Aufpreis erhältlich, immerhin ist das neue Lenkrad mit echten und physischen Tasten in der Serie dabei. Im Fokus steht aber vor allem die neue Designsprache „Pure Positive“, die jetzt an den Verbrenner erinnern soll.

Da ist also noch sehr viel Luft nach oben, 2027 versucht es Volkswagen zunächst mit „okayer“ Technik, die man in einer neue Optik verpackt. Optisch gefällt mir der elektrische Tiguan deutlich besser als der ID.4, aber es ist nicht der technische Sprung, den manch einer für das kommende Jahr vielleicht bei VW erwartet hat.

Ein Tesla fährt schneller, ein Kia lädt in kürzerer Zeit und ein BYD ist günstiger, VW setzt also voll auf das alte Image der Marke und auf Design. Da sich aber schon der ID.4 ganz gut verkauft hat, wird der ID Tiguan sicher noch mal besser ankommen.

Wie sagt man so schön: Alter Wein in neuen Schläuchen. Doch der Fokus von VW liegt auf Kostenoptimierungen, da wird man beim elektrischen Tiguan sicher nicht auf die PPE-Plattform mit 800 Volt setzen, das würde die Marge spürbar senken.

Apropos, Preis? Es geht bei 42.695 Euro los. Ab dem 13. Oktober kann bereits bei VW bestellt werden. Da bin ich jetzt aber sehr (!) auf den Konfigurator gespannt.

VW ID Tiguan: Kommt der erste R?

Ein VW ID Tiguan GTX kommt nicht und mit einem VW ID Tiguan GTI rechne ich eigentlich auch nicht, immerhin hat der SUV zwei Motoren als Top-Version. Mal schauen, vielleicht sehen wir 2027 erstmals einen elektrischen R bei Volkswagen.

Man kann aber sagen, dass VW wieder auf einem richtigen Weg ist, finde ich beim ID Polo, ID.3 Neo und ID Tiguan jedenfalls, sowas ist ja subjektiv. Mir fehlt noch der technische Sprung bei MEB+, aber dieser wird wohl erst gegen 2030 mit der neuen (SSP-)Plattform kommen. Optisch ist VW jetzt aber endlich wieder ansehnlich.

PS: Ihr habt hier im Beitrag bisher die R-Line gesehen, wir haben aber auch noch Bilder der Basis, die etwas anders aussieht (hier in einem neuen Bronze Metallic).


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  1. VW-fan 🎖

    Sehr enttäuschend! Da finde ich den ID4 schöner. Und die Technik ist völlig veraltet mit der Ladegeschwindigkeit.

  2. Tino Köhler ☀️

    Sind die denn völlig irre! Wenn das die Neuvorstellungen sind, damit die Zukunft wieder rosig werden sollte ?!? Machen die genau das Gegenteil damit, wer will denn 2027 7-8 Jahre alte Ladegeschwindigkeiten mit 30 Minuten 10-80% Ladung! Nächste Jahr wird von irgendeinen Anbieter schon 10 Minuten 10-80% kaufbar in Deutschland zum selben Preis kommen!!!!!

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