Tesla „Assisted Driving“ statt „FSD Supervised“ in Deutschland

Tesla will seine Elektroautos nicht mehr mit technischem Fortschritt pushen, der Fokus hat sich gewandelt, Elon Musk setzt jetzt auf autonomes Fahren. Wobei es nicht „autonom“ ist, aber das FSD-Paket soll dies eines Tages laut Tesla können.

Ob das mit der aktuellen Hardware und den Sensoren funktioniert, das ist wieder ein anderes Thema, aber die Bezeichnung „Full Self-Driving Supervised“, mit der man den aktuellen Stand vermarktet, wird es wohl nicht in Deutschland geben.

Marketing von Tesla ist irreführend

Wie Bundesverkehrsminister Steffen Bilger mitgeteilt hat, wäre dieser Begriff bei uns „irreführend“, weil es dem Käufer etwas vorgaukelt, was so nicht existiert. Das sagen Kritiker schon immer, daher wird es wohl einen neuen Namen bei uns geben.

Tesla habe laut BMV angeboten, dass man das System in „Tesla Assisted Driving“ in Deutschland umbenennt. Und Bilger setzt sich laut BMV derzeit „für eine zeitnahe Genehmigung“ in Europa ein. Doch die Kritik an der Lösung von Tesla ist auch da.

Deutschland habe „seine Bereitschaft signalisiert, diesen Ansatz im europäischen Verfahren konstruktiv zu begleiten“, so das BMV, und akzeptiert, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit geringfügig (zehn Prozent) überschritten werden darf.

Tesla nicht für Unfälle verantwortlich

Eins bleibt, denn die „Verantwortung für die Fahrzeugführung bleibt grundsätzlich bei der fahrzeugführenden Person“ und nicht bei Tesla. Wer also einen Unfall mit „Tesla Assisted Driving“ begeht, der kann sich später nicht bei Tesla beschweren.

Der Stand des aktuellen Autopiloten von Tesla ist in Deutschland, um es mal etwas freundlich auszudrücken, bescheiden. Daher pusht man natürlich darauf, dass FSD, oder AD, wie es bei uns bald abgekürzt wird, zeitnah nach Deutschland kommt.

Wer das Paket (Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren, so nennt es sich derzeit noch im Konfigurator) nutzen möchte, der zahlt 99 Euro im Monat, denn es gibt nur noch ein Abo und keinen Einmalkauf mehr. Dieser Preis könnte bald ansteigen.


mobiFlip bei Google bevorzugen – unsere Beiträge öfter sehen Quelle wählen ↗
Fehler melden 2 Kommentare

   

Durch Kommentieren stimmst du unserer Netiquette und Datenschutzerklärung zu.

  1. René H. 🔱

    So ein Murks.
    Schon klar, dass Politik und Behörden glauben, dass die Nutzer nicht zwischen selbstfahrend und autonom unterscheiden können. Einige Politiker können das tatsächlich nicht. Man sollte nicht von sich auf andere schließen.

    Aber am Namen sollte es nicht scheitern. Und damit auch der Letzte versteht, dass der Fahrer verantwortlich bleibt (Level 2), auch wenn ihn das Fahrzeug schon monatelang fehlerfrei von Tür zu Tür chauffiert hat, ist es wohl ganz gut, es „nur“ Assisted Driving zu nennen.
    Hauptsache, es ist nicht so weit kastriert, um es nicht über das Niveau von Legacy-Marken zu heben. In allen acht EU-Ländern, in denen FSD schon freigegeben ist, heißt es tatsächlich FSD bzw. 1:1 übersetzt in der jeweiligen Landessprache.
    Es ist also wieder ein deutscher Sonderweg…

    Und zur Abkürzung AD: Die ist allerdings gebräuchlich für Autonomous Driving, würde also auch missverständlich sein.

  2. Felix 🔆

    Wieso sollte der Preis von 99€ steigen? Dieser wird eher beibehalten werden, wie in anderen Ländern auch wo es FSD bereits gibt.

mobiFlip / Mobilität / Tesla „Assisted Driving“ statt „FSD Supervised“ in Deutschland