Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich sind sich einig
Deutschland und Frankreich haben sich offiziell auf eine gemeinsame Linie zur Zukunft der europäischen Automobilindustrie verständigt.
Nach entsprechenden Medienberichten vom Morgen haben beide Länder am Freitag eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin bekräftigen sie ihre Klimaziele, fordern aber zugleich mehr regulatorische Flexibilität und eine stärkere Förderung der europäischen Automobilproduktion.
Verbrenner-Aus 2035: Gemeinsamer Vorstoß für neue EU-Regeln
Bereits zuvor hatten wir über einen möglichen deutsch-französischen Kompromiss berichtet. Demnach wollen Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die geplanten CO₂-Vorgaben für Neuwagen ab 2035 weiter lockern.
Konkret sieht das heute Morgen berichtete Kompromisspapier vor, dass Autohersteller ihre durchschnittlichen Flottenemissionen gegenüber 2021 nur noch um 90 Prozent reduzieren müssen. Die verbleibenden zehn Prozent müssten demnach nicht mehr kompensiert werden. Auch Hybridfahrzeuge sollen zusätzliche Spielräume erhalten.
Die jetzt veröffentlichte Erklärung nennt diese konkreten Zahlen allerdings nicht. Stattdessen beschreibt sie die grundsätzliche politische Einigung zwischen beiden Ländern.
Im Mittelpunkt stehen drei Ziele:
- Weitere Senkung der CO₂-Emissionen bei größerer technologischer Flexibilität.
- Mehr Investitionen in Forschung, Entwicklung und europäische Fahrzeugproduktion.
- Stärkung regionaler Lieferketten und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Deutschland und Frankreich wollen außerdem das Prinzip einer europäischen Präferenz stärken. Öffentliche Förderung soll damit stärker der Produktion und Wertschöpfung in Europa zugutekommen.
Die Bundesregierung betont ausdrücklich, dass der Ausbau der Elektromobilität weiterhin ein zentrales Ziel bleibt. Beide Länder wollen nun gemeinsam mit ihren europäischen Partnern möglichst schnell eine Einigung erreichen.
Beschlossen ist eine Änderung der EU-Vorgaben damit noch nicht. Der gemeinsame Vorstoß erhöht jedoch den politischen Druck auf Brüssel. Für die Autohersteller geht es dabei nicht nur um die Zukunft des Verbrennungsmotors, sondern auch um langfristige Planungssicherheit bei milliardenschweren Investitionen.
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Wenn sich sogar Regierungschefs dem Thema annehmen, haben die Lobbyisten wieder ganze Arbeit geleistet. Man braucht eben nur gute Interessenvertreter in Berlin und Brüssel. Schade nur, dass der „normale“ Bürger da so schlecht vertreten ist.
Ich bleibe aber trotzdem optimistisch. Die kostengünstigste Mobilität wird sich durchsetzen.