Mini-Test: Der Amazon Kindle Scribe Colorsoft als Reader für Comics

Seit Jahren träume ich von einem E-Reader mit einem farbigen E-Ink-Display in der Größe eines Comics, denn für Bücher bevorzuge ich ein anderes Format und da haben wir vor Jahren den Peak erreicht. Doch so langsam kommen wir der Sache näher und der neue Amazon Kindle Scribe Colorsoft ist ein Schritt in die Richtung.
Ich habe ihn in den letzten Wochen im Alltag genutzt und wollte in erster Linie wissen, ob er sich als Reader für Comics oder Magazine eignet. Wenn man sowas nicht mag, reicht immerhin die normale Version aus. Das Farbdisplay ist nur dann ein Vorteil, wenn man sich Inhalte in Farbe anschaut (bei Büchern eher selten).
Ist der Kindle als Comic-Reader geeignet?
Also, wie ist mein Fazit? Fangen wir mit dem Design und der Haptik an, die schon fast perfekt ist. 11 Zoll finde ich ziemlich optimal für diesen Zweck, das Design gefällt mir sehr gut, das Alu fühlt sich auch sehr hochwertig an, das Gewicht ist mit 400 g angenehm und man nutzt diesen Kindle gerne, der Eindruck ist positiv.
Beim Display und der Software ist das dann aber noch gemischt. Die Farbe ist noch nicht auf dem Level, um wirklich gut als Reader für Comics geeignet zu sein, das ist weiterhin etwas blass. Die Helligkeit reicht mir aus, wie auch die Pixeldichte, aber die Farben könnten noch kräftiger sein. Doch E-Ink entwickelt sich schnell weiter.
Mir ist bewusst, dass diese Technologie nie mit OLED mithalten kann und ich habe hier ein iPad Pro mit OLED als Alternative im Einsatz, aber diese matte und sehr an Papier erinnernde Oberfläche gefällt mir auch. Ich könnte damit leben und auch mit dieser Qualität wäre es sogar denkbar, dass ich immer mal wieder Comics lese.
Doch man merkt, dass Amazon nicht darauf ausgelegt ist. Der Kindle Scribe ist ein Hybrid aus Kindle für Bücher und irgendwie auch Arbeitsgerät mit Stift. Bei einem Buch mag ich das kompakte Format aber lieber und für das Arbeiten reicht mir die Software nicht aus. Diese ist aber auch nicht wirklich gut für Comics ausgelegt.
Zum einen ist die Auswahl an digitalen Formaten bei Amazon bescheiden, aber auch die Darstellung kaum für dieses Format optimiert. Ja, Amazon wirbt an keiner Stelle damit, aber für mich wäre das ein optimaler Einsatzzweck. Comics und auch Magazine bieten sich auf diesem Kindle meiner Meinung nach wunderbar an.
Mit einer neuen Generation an farbigen E-Ink-Displays und vor allem einer besseren Software von Amazon könnte da in Zukunft ein Comic-Reader entstehen, wie ich ihn mir immer gewünscht habe. Wir sind jedenfalls nicht mehr weit davon entfernt und mit einer zweiten oder dritten Generation kann ich mir das gut vorstellen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob ein fast 700 Euro teurer Kindle überhaupt ein Reader für Comics und Magazine werden sollte und ob es dafür eine Zielgruppe gibt. Das weiß ich auch nicht, vielleicht ist der Markt zu klein. Ich würde es aber gerne herausfinden, da ich den Scribe mag und ihn gerne dafür nutzen würde.
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Ich nutze immer noch mein iPad Air 3 um Digital Comics zu lesen und würde jederzeit auf ein E-Ink umsteigen wenn die Farben und Helligkeit passen würden und es kein halbes Vermögen kosten würde aber dann müsste ich dort auch Comics und Graphic Novels aus Nextory, Bookbeat, Swoosh, Marvel Unlimited und anderen apps lesen können.
So bleibe ich weiterhin beim iPad.
Und wer meint Comics seien nur Kinderkram sollte mal richtige Graphic Novels lesen wie Maus, Watchmen, Lazarus, The Boys, Preacher, Sandman usw.
Sofern der Kindle noch vorhanden ist: Wie sieht es aus, mit calibre neue Comics raufzuladen? Ist mir so ganz spontan als Gedanke gekommen, wobei dann wiederum das Problem der Quelle für manuell drauf zu ladende Comics bestünde. DRM und so. 🤔
Jedenfalls nutze ich mein Galaxy Tab S11 tatsächlich als Manga-Reader in der S-Bahn und alternativ mein Fold. Schade, dass Mihon hier keine praktikable Sync-Funktion im Multi-Geräte-Kosmos bietet. 😔
Geht ihr wieder in die Schule, weil Comics 🤔
wow. Interessen an das Alter zu koppeln… was machst du, wenn die weißen Haare nicht rechtzeitig kommen ? sie dir selbst weiß färben?
Danke für den Test. Ein Tablet ist also immer noch erste Wahl, wenn man Comics lesen möchte. Eigentlich ja schade, da so ein EReader ja etwas leichter ist.
Wäre mir zu groß, schwer und zu teuer. Ich hab ein Kindle Paperwhite der 11. Generation und finde das Format einfach perfekt.
Ein Paperwhite zum Comics lesen? Dafür ist das Display viel zu klein und Farbe hat es auch nicht.