Audi ist Mitten in der Krise und verkauft immer weniger Autos, dementsprechend wird auch immer weniger Personal benötigt. Doch ein Abbau der Arbeitsplätze in Deutschland ist gar nicht so leicht, daher hat man sich bei Audi etwas überlegt.
Letzten Monat wurde bekannt, dass man seine Mitarbeiter „verleihen“ möchte. Wer Interesse hat, der kann jetzt von der Automobilbranche in die Rüstungsindustrie wechseln. Man bleibt bei Audi angestellt, arbeitet aber nicht mehr an neuen Autos.
Viele Audi-Mitarbeiter wollen weg
Bei den Mitarbeitern stößt das laut Automobilwoche auf großes Interesse, derzeit sei die Nachfrage (nach Plätzen in der Rüstungsindustrie) „größer als erwartet“. Es war eigentlich nur ein „Marktplatz“ vorgesehen, bei dem sich Mitarbeiter den neuen Arbeitsplatz anschauen konnten, am Ende wurden es jedoch vier Veranstaltungen.
Und selbst die 2.000 Anmeldungen, mehr konnte Audi nicht berücksichtigen, waren zu wenig, denn das Interesse war „deutlich höher“. Nach Ingolstadt will Audi das auch bald in Neckarsulm anbieten, das Werk dort steht auch auf der Abschussliste.
Wenn Audi und der Partner aus der Rüstungsindustrie (die Bewerbungen laufen erst noch) zustimmen, dann kann man für zwei Jahre den Arbeitsplatz wechseln.
Das Problem geht damit nicht weg
Grundsätzlich keine schlechte Idee, kennt man so aus dem Sport, wo Spieler eines Fußballvereins auch gerne verliehen werden, damit sie Erfahrung sammeln, aber das Grundproblem bleibt. Wenn Audi den Krisenmodus nach zwei Jahren nicht beenden kann, dann stehen die Chancen für ein Comeback auch nicht besser.
Man ist also zwei Jahre raus bei Audi und muss dann womöglich hoffen, dass es der Rüstungsindustrie dann noch gut geht. Was wir natürlich alle nicht hoffen.
Schaut man sich das große Interesse der Mitarbeiter an, dann scheinen die jedoch nicht unbedingt an ihren aktuellen Arbeitgeber zu glauben. Ich bin daher wirklich gespannt, wie dieses Experiment des VW-Konzerns in ein paar Jahren enden wird.
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