Autohersteller aus China werden europäischen Marken immer gefährlicher

Der Push der chinesischen Automobilbranche auf den europäischen Markt lief zwar langsamer, als sich das einige Hersteller vorgestellt haben, aber er läuft. Und eine Analyse von AlixPartners geht laut Automotive News Europe davon aus, dass diese Marken bis 2030 einen Marktanteil von etwa 16 Prozent in Europa haben werden.

Die schlechte Nachricht dabei: Marken aus China sorgen nicht für Wachstum, sie schnappen sich den Marktanteil in erster Linie von etablierten Marken. Und sie sind bereit zu kämpfen, denn der Automobilmarkt in China ist unter Druck und bei uns ist die Gewinnmarge besser. Daher kommen auch immer mehr Marken zu uns.

Hinzu kommt, dass die Skepsis gegenüber BYD und Co. nachgelassen hat und vor allem junge Käufe für einen Kauf bereit sind, da viele Marken aus China derzeit mit attraktiven Preisen werben. Einige Marken planen mittlerweile auch Werke direkt in Europa, sie gehen also davon aus, dass ihre Bedeutung bei uns noch größer wird.

Mich wundert diese Entwicklung nicht, denn das Problem der etablierten Marken ist der Fokus auf Gewinnmarge, statt auf Marktanteil. Kann man verstehen, immerhin kostet der Wandel viel Geld, aber wenn man Kunden an eine andere Marke verloren hat, ist es schwer, sofern sie nicht unzufrieden sind, diese zurück zu gewinnen.

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