Die Bluetooth SIG hat Bluetooth High Data Throughput (HDT) verabschiedet und erhöht damit die maximale Datenrate auf 7,5 Mbit/s.
Die neue Technik erreicht damit nahezu die vierfache Geschwindigkeit des bisherigen Bluetooth LE 2M PHY. Möglich macht das eine neue Funkschicht mit verbesserten Modulationsverfahren. HDT ist als optionale Funktion im kürzlich verabschiedeten Bluetooth Core 7.0 enthalten.
Bluetooth HDT bringt mehr Tempo und verlustfreies Audio
Neben der höheren Übertragungsgeschwindigkeit verspricht die Bluetooth SIG weitere Verbesserungen. Geräte sollen größere Datenmengen effizienter übertragen können und dabei weniger Energie benötigen. Weil Übertragungen schneller abgeschlossen werden, kann die Funktechnik länger in stromsparenden Betriebszuständen bleiben.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Bis zu 7,5 Mbit/s maximale Datenrate
- Höhere Übertragungskapazität durch effizientere Nutzung des Funkspektrums
- Geringerer Energiebedarf durch kürzere aktive Übertragungszeiten
- Robustere und zuverlässigere Funkverbindungen
Besonders interessant ist der geplante Einsatz im Audiobereich. Für 2027 stellt die Bluetooth SIG erste Anwendungen mit standardisiertem Premium-Audio in Aussicht. Dazu gehören verlustfreie Musikübertragung, hochauflösendes Audio sowie Verbesserungen bei Surround Sound und Spatial Audio.
Auch Smartwatches, Smart-Home-Geräte und vernetzte Brillen könnten profitieren. Denkbar sind beispielsweise deutlich schnellere Synchronisierungen, kürzere Firmware-Updates oder leistungsfähigere KI-Anwendungen.
Allerdings bedeutet die Verabschiedung des Standards noch nicht, dass vorhandene Geräte automatisch davon profitieren. Hersteller müssen HDT ausdrücklich unterstützen, da die Funktion optional ist. Konkrete kompatible Produkte oder Veröffentlichungstermine nennt die Bluetooth SIG bislang nicht.
Gerade beim verlustfreien Audio könnte HDT eine interessante Entwicklung anstoßen. Bislang waren solche Übertragungen über Bluetooth technisch eingeschränkt oder auf proprietäre Lösungen angewiesen. Ein gemeinsamer Standard könnte hier künftig für mehr Auswahl und bessere Kompatibilität sorgen.
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