Die DHL Group sieht das klassische Briefgeschäft in Deutschland laut Vorstandschef Tobias Meyer langfristig nicht mehr als eigenständig tragfähig an.
Tobias Meyer erklärte im Podcast „Table.Today“, dass die tägliche flächendeckende Briefzustellung allein wirtschaftlich kaum noch funktionieren werde. Hintergrund seien weiter sinkende Sendungsmengen im deutschen Briefgeschäft.
Demnach ging das Briefvolumen im Jahr 2025 um sieben Prozent zurück. Im ersten Quartal 2026 habe das Minus sogar bei 13 Prozent gelegen. Meyer verwies dabei auch auf einen Sondereffekt durch die vorgezogene Bundestagswahl im Vorjahr.
Der DHL-Chef sprach sich zugleich gegen eine Abspaltung des Briefgeschäfts aus. Laut Meyer seien die heutigen Preise für Kunden nur möglich, weil Brief- und Paketgeschäft über Jahre gemeinsam organisiert worden seien. Entscheidend bleibe aus Sicht des Konzerns, dass regulatorische Rahmenbedingungen den Betrieb weiterhin ermöglichen.
DHL äußert sich zu Briefgeschäft, KI und globaler Logistik
Neben der Entwicklung des Briefgeschäfts sprach Meyer auch über internationale Märkte und geopolitische Risiken für die Logistikbranche. Zudem verwies er auf Wachstumschancen außerhalb Deutschlands sowie auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im operativen Geschäft des Konzerns.
Wichtige Aussagen aus dem Interview:
- Briefmenge 2025 laut DHL um sieben Prozent gesunken
- Minus von 13 Prozent im ersten Quartal 2026
- Keine Abspaltung des Briefgeschäfts geplant
- Brief und Paket bleiben organisatorisch verbunden
Ich finde diese Aussagen bemerkenswert, da sie zeigen, wie stark sich das klassische Briefgeschäft in Deutschland verändert hat und wie wichtig Paketdienste inzwischen für große Logistikkonzerne geworden sind. Ich persönlich gehe davon aus, dass das Postgesetz in Zukunft angepasst wird, sodass weniger Tage mit Zustellpflicht bestehen.
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