Der Deutsche Apothekerverband rechnet ab Juli 2026 mit dem Start assistierter Telemedizin in Apotheken.

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) geht davon aus, dass Patienten ab dem 1. Juli 2026 assistierte Telemedizin in Apotheken nutzen können. Grundlage dafür ist ein Schiedsspruch, der die Vergütung der Leistungen regelt. Laut DAV muss die Vereinbarung noch vom Bundesgesundheitsministerium geprüft und zusätzlich von der DAV-Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Nach Angaben des Verbands sollen Apotheken unter anderem strukturierte Ersteinschätzungen vorbereiten und Videosprechstunden in separaten Beratungsräumen ermöglichen. Patienten könnten dadurch vertraulich mit Arztpraxen kommunizieren, ohne selbst vor Ort erscheinen zu müssen.

Geplante Telemedizin-Angebote in Apotheken

Laut DAV soll das Angebot vor allem Menschen helfen, die längere Wege zur Arztpraxis vermeiden möchten. Die Apotheke würde dabei als unterstützender Ort für digitale Gesundheitsleistungen dienen. Vertreter des Verbands sehen darin einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Wichtige Punkte im Überblick:

  • Start der Angebote laut DAV ab 1. Juli 2026 möglich
  • Vergütung wurde durch Schiedsverfahren festgelegt
  • Videosprechstunden sollen in Apotheken stattfinden
  • Bundesgesundheitsministerium kann Vereinbarung noch prüfen

Ich halte das Vorhaben grundsätzlich für interessant, weil Apotheken dadurch zusätzliche Aufgaben in der Gesundheitsversorgung übernehmen könnten. Entscheidend wird aus meiner Sicht aber sein, wie gut die Zusammenarbeit mit Arztpraxen im Alltag tatsächlich funktioniert.

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  1. RolliC 🏆

    Kernproblem: Die Krankenkassen-Karte muss beim Onkel Doktor eingelesen werden, pro Quartal einmal. Gehnts Dir nicht gut und man will Dir ein Medikament verschreiben, muss die Karte in die Praxis… Wenn man daran mal was ändern würde, zumindest für Patienten, die bekannt sind, dann könnte man die Praxen wirklich entlasten.

    1. Leif 🏅

      Das finde ich auch immer wieder unverständlich. So viele Menschen gehen regelmäßig in die Arztpraxis nur um ihr neues Rezept zu holen. Was sich da alles einsparen ließe. Zumal solche Orte ja auch immer ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen.
      Eigentlich sollten automatisierte Nachfolgerezepte der Standard sein, außer ein Medikament wird nur zeitlich befristet verordnet. Vielleicht mit nem Check alle 1-2 Jahre ob evtl irgendwelche Medikamente abgesetzt werden könnten – was aktuell trotz der hohen Besuchsquote eher zu selten geschieht.

  2. Stefan K. 🔆

    Wenn’s einem richtig dreckig geht, wäre das durchaus ein Angebot. Für meine Hausärztin muss ich wortwörtlich durch halb Berlin mit S-Bahn und Bus, da könnte ich dankend bei ner fetten Erkältung mit Kopf- und Gliederschmerzen drauf verzichten und mich stattdessen lieber zur Apotheke über die Kreuzung schleppen. Die entscheidende Frage für teilnahmewillige Apotheken wäre nur, in wie fern dazu bauliche Veränderungen notwendig werden und wer diese Kosten tragen muss.

    1. Leif 🏅

      Wobei ja auch einige Ärzte direkt Sprechstunden per Telemedizin anbieten. Ich glaube die Idee mit den unterstützenden Apotheken richtet sich vor allem an ältere Menschen. Wobei Apotheken dann evtl den Mehrwert bieten könnten auch Vitalwerte zu messen, Blut abzunehmen etc…

  3. Matze52 💎

    Arztpraxen 🤡
    Hin brauchst da nicht, das passt

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