Das Tesla Model Y erhält in Europa offenbar schrittweise neue 4680-Batterien aus eigener Produktion. Das kommt bei vielen Kunden nicht gut an.

Tesla hatte die 4680-Zellen bereits 2020 als wichtigen Technologiesprung vorgestellt. Laut damaligen Angaben sollten die neuen Batterien mehr Reichweite, höhere Leistung und geringere Kosten ermöglichen.

Inzwischen zeigen mehrere Berichte und Tests jedoch, dass die aktuellen 4680-Akkus teilweise hinter den bisherigen Batterien von Zulieferern wie LG oder Panasonic zurückbleiben.

Betroffen ist offenbar vor allem das Model Y Premium Long Range mit Heckantrieb. Während zuvor ein LG-Akku mit der internen Bezeichnung 5M verwendet wurde, setzt Tesla laut Berichten inzwischen auf den neuen 8L-Akku mit 4680-Zellen.

Die nutzbare Kapazität soll bei rund 74 kWh liegen und damit mehrere Kilowattstunden unter dem bisherigen Akku. Im Tesla-Konfigurator sank die WLTP-Reichweite dadurch von zuvor 661 auf 609 Kilometer und wird dort auch nur noch als „geschätzt“ angegeben.

Tesla Model Y: Kritik an Reichweite und Ladeleistung

Für Diskussionen sorgt vor allem die Ladeleistung. Frühere Tests des 4680-Model-Y zeigten laut verschiedenen Berichten eine deutlich abfallende Ladekurve bereits bei niedrigem Ladestand. Teilweise sank die Ladeleistung schon ab rund 30 Prozent Akkustand deutlich.

In einzelnen Tests wurden maximal etwa 130 bis 155 Kilowatt erreicht, obwohl Tesla auf seiner Website weiterhin bis zu 250 Kilowatt angibt. Andere Messungen kamen auf höhere Spitzenwerte von bis zu 230 Kilowatt. Die Lage ist also noch ein bisschen undurchsichtig, eine Verschlechterung der Ladeleistung ist allerdings klar zu erkennen.

Bekannte Unterschiede beim neuen 8L-Akku:

  • Rund 74 kWh nutzbare Kapazität
  • WLTP-Reichweite von 609 Kilometern
  • Teilweise geringere Ladeleistung als beim LG-5M-Akku
  • 4680-Zellen aus eigener Tesla-Produktion

Zusätzliche Kritik gibt es, weil Tesla den Akkuwechsel offenbar nicht klar kommuniziert. Einige Käufer sollen Fahrzeuge mit geringerer Reichweite erhalten haben als ursprünglich bestellt. Zudem ist für Kunden vor der Auslieferung oft nicht eindeutig erkennbar, welcher Akku verbaut wird.

Ich denke, dass Tesla die Diskussion nur beruhigen kann, wenn das Unternehmen künftig transparenter über die eingesetzten Batterien informiert und die Ladeleistung per Software weiter verbessert. Ob das möglich ist, ist derzeit allerdings vollkommen unklar.

Ergänzende Information zur Thematik könnt ihr auch folgenden beiden Videos entnehmen.

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  1. Mårtiň 💎

    Ich habe mir auch die Videos angeschaut und komme zu dem Schluss: ich bin wirklich schockiert. Dass Tesla damit durchkommt, ist der Wahnsinn.

    1. ChrisH 🏅

      Da sieht man mal wieder, dass Tesla, und vor allem sein Chef der das ja sogar offen kommuniziert, der Kunde schlicht egal ist.

      1. René H. 🔆

        So ein Zitat habe ich nach meiner Recherche nicht gefunden. Das würde mich auch wundern.
        Es gibt im Internet Belege für Aussagen von Elon Musk, die oft so gedeutet werden, als seien ihm negative Reaktionen auf seine Person oder geschäftliche Folgen egal. Einen belastbaren Beleg dafür, dass er wörtlich gesagt habe, Tesla-Kunden seien ihm egal, habe ich in den gefundenen Quellen aber nicht gesehen.
        In einem Don-Lemon-Interview sagte Musk auf die Frage nach Kritik sinngemäß sehr deutlich, dass es ihm egal sei, was Medien über ihn denken, und auf die direkte Nachfrage „You don’t care?“ antwortete er „No, I don’t care.“ Diese Stelle bezieht sich jedoch auf Medienkritik und Zensurdebatten rund um X, nicht auf Tesla-Kunden.
        Eine zweite oft zitierte Passage lautet sinngemäß: „Ob Sie mich hassen, mögen oder gleichgültig sind, wollen Sie das beste Auto oder nicht das beste Auto?“

        Das kommt der Aussage „ihm sind Kundenreaktionen egal“ am nächsten, ist aber inhaltlich eher: Er glaubt, dass die Produktqualität wichtiger ist als Sympathie für seine Person.
        Was oft verwechselt wird: Es gibt außerdem den bekannten Vorfall aus einer Tesla-Earnings-Call 2018, in dem Musk Analystenfragen als „boring, bonehead questions“ und „so dry“ abtat. Das war klar herablassend, richtete sich aber gegen Analysten und Investorenfragen, nicht gegen Tesla-Käufer oder Kunden im engeren Sinn.

        Wenn jemand im Netz behauptet, Musk habe gesagt, „Tesla-Kunden sind ihm egal“, ist das nach den hier gefundenen Belegen eher eine zugespitzte Interpretation als ein sauber belegtes Direktzitat. Am ehesten lässt sich so eine Lesart aus der Kombination seiner „I don’t care“-Haltung gegenüber Kritik und seiner Aussage ableiten, dass Menschen trotz Abneigung gegen ihn das „beste Auto“ kaufen würden.

          1. Dennis 🎖

            Ich glaube das ist eher ein Musk Fanboy.

            Ich habe auch ein Tesla, weiß aber ganz genau das Elon keiner von den guten ist, nun wirklich nicht…

    2. Manni ☀️

      Na ja, mal sehen wie es sich entwickelt. Wir hatten diese Diskussionen schon oft, dann kam ein Update und alles war wieder gut. Insbesondere bei Tesla wird alles heißer gekocht, als es dann gegessen wird. Würde mich wundern, wenn es in diesem Fall anders sein sollte

      1. Mårtiň 💎

        Sie werden die nutzbare Kapazität wohl kaum per Update erhöhen können 😄

  2. Interessant ist, dass Tesla seinen technischen Vorsprung immer weiter verspielt. Klar, das ist kein gigantischer Unterschied, aber sie ruhen sich doch sehr auf dem Erfolg des Model Y aus. Statt mal 800 Volt und Co. reinzubuttern und Dinge wie schnelles Laden mit 400 kW einzuführen, geht man diesen Weg. Riskant. Man kann es sich sicher noch eine Weile erlauben, wenn man über den Preis reagiert, ich hätte aber lieber wieder das Tesla, was die Elektromobilität vorantreibt.

    1. rogh 💎

      Laden ist das eine. Allerdings ist Tesla den anderen weiterhin Jahre voraus, was Aftersale, OTA und UX angeht. Mir persönlich ist die Ladegeschwindigkeit etwas egal, da ich eh immer länger stehe als das Navi vorschlägt.

      Aber man sucht halt gefühlt verkrampft nach Bereichen, wo Tesla „schlecht“ ist. Kritik ist natürlich ok.

      1. Hans 🏅

        Tesla verkleinert hier den Akku und verlangsamt die Lagegeschwindigkeit.

        Wer sucht hier was?

        Das ist das komplette Gegenteil von dem, wo es hingehen sollte.

      2. Spooky74 🏅

        Früher konnten die Teslafahrer ja Ladehoping machen.. 250kWPeak.. 10 Minuten geladen.. ab zum nächsten SuperCharger… jetzt ohne weiteres nicht mehr möglich

      3. Es geht nicht darum etwas zu „suchen“, es geht hier um simple Fakten 😄

        1. ChrisH 🏅

          Und es ist ja nicht nur der Akku, FSD überwacht ist ja die nächste Kundenverarsche und Breitenerprobung und Entwicklung beim Kunden, unglaublich

          1. René H. 🔆

            So ist das in den USA. Solange das System überzeugt (über 1 Mio. Kunden) und nicht nachträglich von den Behörden verboten wird (unwahrscheinlich, da deutlich weniger Unfälle als bei manuellem Fahren), wird Tesla damit durchkommen. Es ist aber eine Frage der Kommunikation – da wird es hier und da behördliche Auflagen geben und das ist auch gut so.
            In Europa und v.a. in D ist das natürlich undenkbar. Aber die große Vorsicht macht uns langsam und leider zunehmend chancenlos in China und den USA.

      4. Willy ☀️

        Da sind andere wie z.B. BMW mittlerweile mindestens genauso gut. OTA kommt auch BMW regelmäßig, aber gottseidank nicht im 2-Wochen Takt. Im Tesla UX habe ich Optionen oft länger gesucht als im BMW. Wichtige Dinge wie Ladestand bei Zwischenstopps und Ankunft gab es bei BMW vor Tesla. 2 Handys gleichzeitig koppeln und Apple CarPlay oder Android Auto gibt es bei Tesla immer noch nicht.

        Und was bitte, soll der Vorteil von Tesla im Aftersale sein?

        1. Hans 🏅

          Nun muss man nur noch bereit sein für eine vergleichbare Ausstattung der „neuen Klasse“ von BMW so 20.000€-30.000€ auf den Tisch zu legen.

          1. Hans 🏅

            *mehr auf den Tisch zu legen…

            1. Willy ☀️

              BMW iX3 ist technisch auf einem ganz anderen Level als Model Y. Selbstverständlich ist da der Preis höher.

              Aber ist gibt auch noch die BMW E-Autos auf der 400V-Plattform (iX1, iX2, i4, i5 usw.). Die sind technisch bzgl. Batterie, Reichweite, Ladegeschwindigkeit vergleichbar und nach Rabatten kaum teurer.

      5. Neuhier 🔆

        Hä… also eigentlich wollte ich diesmal nix zu dem Thema schreiben.

        Seit Jahren kommen nur Ankündigungen, Versprechungen und teilweise Lügen von Tesla. Nächstes Jahr Roadster, in 6 Monaten fahren wir autonom, die alte HW funktioniert schon… etc….

        Und wenn man es ehrlich kommunizieren würde, wäre das auch alles ok, aber das ist was es ist…. Verarsche!… aber red es dir nur schön!

    2. René H. 🔆

      Was die Batterie und im Besonderen die Zellchemie angeht, ist das korrekt. Es wäre einfach, moderne Zellchemie zu beschaffen und zu verwenden. Die ist zwar teurer, aber man könnte dann wieder bzgl. Energiedichte und auch Ladeleistung vorn mithalten. Da gibt es offenbar andere Prioritäten.
      Es gibt aber auch viele andere technische Systeme im Fahrzeug, bei denen Tesla nach wie vor führend ist: Bordnetz, Fahrassistenz (FSD, Robotaxi), Gewichtsmanagement, Energieeffizienz, Infotainment – und letztlich eine überaus effiziente Produktion.
      Es muss ja einenGrund geben, warum institutionelle Investoren immer noch TSLA kaufen und halten und so die Marktkapitalisierung immer noch bei über 1,6 Billionen USD halten, was das Dreiunddreißigfache des VW-Konzerns ist oder das Siebenfache des Toyota-Konzerns.

      1. Neuhier 🔆

        Es muss ja einenGrund geben, warum institutionelle Investoren immer noch TSLA kaufen und halten und so die Marktkapitalisierung immer noch bei über 1,6 Billionen USD halten,

        „Ja“ weil Elon lügt und es die Fanboys nicht wahrhaben wollen!

        1. René H. 🔆

          Ich hab extra „institutionelle“ Investoren geschrieben. Die machen 40-50% der Anteile aus. Ich meine also nicht irgendwelche Fanboys mit ein paar Teslaaktien, denen einer abgeht, wenn der Kurs wieder steigt – und die tatsächlich alles schönreden. Die „Großen“ wissen, wie es läuft und das „Elon“ damit durchkommt.

          1. Neuhier 🔆

            Die „Großen“ wissen, wie es läuft und das „Elon“ damit durchkommt

            Also ein Lügenkonstrukt!

  3. Philipp 🔆

    Oh oh, 50 Kilometer weniger Reichweite, hat da jemand Reichweiten Angst oder nur Angst fett zu werden?
    🤔

    1. Robert 💎

      Es wundert mich nicht, dass die Fanboys jede Verschlechterung trotzdem noch schönreden 😂

    2. Alfons 🌀

      Haben oder nicht haben.
      Insbesondere wenn zuvor X versprochen wurde, erwartet man auch mindestens X

      1. Philipp 🔆

        Hmm, beim Modell Y würde ich jetzt nicht unbedingt X erwarten.

    3. Stefan K. 🔆

      Naja, wenn Du ein Modell mit bestimmter Reichweite kaufst und das ausgelieferte Modell merklich weniger Reichweite hat als bestellt, ohne das der Preis proaktiv vom Hersteller angepasst wird, oder/und eine entsprechende Information über die merklich gesunkene Reichweite fehlt, würdest auch Du sicherlich Sturm laufen – unabhängig davon, dass es ein E-Fahrzeug wäre, oder ein Verbrenner. 😉

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