Colgate nimmt die neue Dyson CameraJet mit einer ziemlich direkten Werbeanzeige aufs Korn.
Dyson ist Anfang September mit der CameraJet in den Markt für Zahnpflege eingestiegen. Die 479 Euro teure Zahnbürste besitzt eine Kamera mit 100.000 Pixeln, analysiert 28 Bilder pro Sekunde und erkennt mit maschinellem Lernen Zahnzwischenräume. Anschließend soll ein gezielter Strahl mit Mundspülung die Zwischenräume reinigen.
Colgate hat darauf nun mit einer augenzwinkernden Anzeige reagiert. Beworben wird eine klassische Colgate-Total-Zahnbürste als „Advanced food-particle detection and removal system“. Eine hochauflösende Kamera sei dafür nicht erforderlich. Darunter folgt die eigentliche Spitze: „0% AI. 100% Performance.“
Bild: Colgate
Colgate stichelt gegen die Dyson CameraJet
Die Anzeige greift gleich mehrere Besonderheiten der Dyson-Zahnbürste auf:
- keine Kamera und keine KI
- klassische Borsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume
- laut Anzeige 494,99 Pfund günstiger als der neue KI-Konkurrent
- direkter Bezug auf den Marktstart
Ganz aus der Luft gegriffen ist die Spitze nicht. Dyson empfiehlt für die CameraJet nicht schäumende Zahnpasta, damit die integrierte Kamera freie Sicht behält. Passende Zahnpasta und Mundspülung bietet Dyson selbst an. In Deutschland kostet die CameraJet 479 Euro.
Ich finde die Reaktion von Colgate ziemlich gelungen. Dyson versucht, sich mit enormem technischen Aufwand von etablierten Zahnbürsten abzuheben. Ob Kamera, KI und automatisch ausgelöster Flüssigkeitsstrahl im Alltag tatsächlich einen entsprechenden Mehrwert bringen, muss sich aber erst zeigen. Bis dahin liefert die klassische Zahnbürste zumindest eine ziemlich gute Vorlage für diese Werbung.
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