Deutsche Unternehmen bauen Diversitätsziele weiter aus
Der Digitalverband Bitkom sieht bei Unternehmen weiterhin breite Unterstützung für Diversität und Inklusion.
Eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland zeigt, dass viele Firmen ihre Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion fortführen oder sogar ausbauen. Laut den Ergebnissen haben 26 Prozent ihre Aktivitäten als Reaktion auf Stimmungsmache gegen Diversität verstärkt. 65 Prozent nahmen keine Veränderungen vor. Kein Unternehmen gab an, Maßnahmen deshalb reduziert zu haben.
Auch politischer Druck aus den USA beeinflusst deutsche Unternehmen laut Bitkom bislang nur begrenzt. 82 Prozent der befragten Firmen führen ihre Maßnahmen unverändert fort, 4 Prozent haben sie ausgebaut. Lediglich 6 Prozent reduzierten entsprechende Aktivitäten. Zudem erklärten viele Unternehmen, dass auch die wirtschaftlich schwierige Lage bislang nicht zu einem Rückgang der Förderung geführt habe.
Diversitätsziele werden in Unternehmen strategisch verankert
39 Prozent der Unternehmen haben laut Umfrage bereits Ziele zur Erhöhung der Diversität in ihrer Belegschaft festgelegt. Ein Teil davon verfolgt konkrete Zeitpläne oder sieht die eigenen Ziele bereits erreicht. Weitere 39 Prozent diskutieren entsprechende Vorhaben oder planen deren Einführung. Für 19 Prozent der Unternehmen spielt das Thema derzeit keine Rolle.
Wichtige Ergebnisse der Umfrage:
- 26 Prozent bauen Diversitätsmaßnahmen aus
- 82 Prozent halten trotz US-Druck an Maßnahmen fest
- 39 Prozent haben Diversitätsziele verankert
- 13 Prozent erweitern Maßnahmen trotz Konjunkturflaute
Ich habe aufgrund der Zahlen den Eindruck, dass viele Unternehmen Diversität und Inklusion inzwischen nicht mehr nur als kurzfristiges Signal betrachten, sondern stärker als festen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur einordnen.
Diversität steht im Fokus des weltweiten Pride Month. Der Aktionsmonat der LGBTQ+ Community findet jährlich vom 1. bis 30. Juni statt.
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Absolut richtig! Es gibt haufenweise wissenschaftliche Studien, die beweisen, dass Diversität den Unternehmenserfolg steigert.
Ich gebe zu, dass ich bei manchen Dingen auch etwas mit den Augen rollen möchte. Dann ruf ich mir aber immer in Erinnerung, dass es noch gar nicht so lange her ist, das z.B. deutsche Frauen noch nicht wählen oder ohne Zustimmung ihres Ehemannes einen Job antreten durften. Von anderen Gendern und Nationalitäten fang ich gar nicht erst an.
Nein, als jemand der noch nie Diskriminierung erfahren hat, dem alle Türen offen standen, halte ich da meine Klappe. Das ist gut so! Zeiten und Gesellschaften verändern sich nun mal! Und die ganzen rechten Populisten betreiben damit nicht mehr als eine Romantisierung der Vergangenheit… die Vergangenheit war toll… allerdings nur für alte, weiße Männer!… so ehrlich sollte man sein.
Bei uns in der Firma arbeiten inzwischen Mensch aus Ägypten, Türkei, Kasachstan, Polen, Marokko, Russland, Aserbaidschan, Frankreich, Mongolei etc.
Das hängt niemand an die grosse Glocke und die Zusammenarbeit läuft gut. Selbst der Chef ist mit Migrationshintergund. Deswegen ist das in vielen Unternehmen inzwischen Alltag
ich verstehe nicht dass man sowas an die große Glocke hängen muss. ich meine das ist doch standard? in meiner Firma arbeiten auch alle möglichen und ich bin nie auf die Idee gekommen dass die nur hier arbeiten weil die Firma ein „Ziel“ erreichen muss. in meinen Augen ist das hausieren gehen damit kontraproduktiv weil dadurch diese Diskussionen entstehen ob da nur auf die Quote und weniger auf die Kompetenz geachtet wird. und wenn mir gleich einer mit ner Statistik kommt von wegen die Produktivität ist gestiegen.. – ja schön gibt auch Statistiken die sagen Life Service is the Big Thing und Firmen orientieren sich daran.. läuft gut für die wenigsten…
Kurt, es ist eben noch nicht „Standard“. In meiner alten Firma haben hunderte Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Schwule/Lesben/Trans, Frauen und Männer gearbeitet. Wir waren der Inbegriff von supercool! Und befördert wurden am Ende doch immer nur die, die mit dem Chef am häufigsten feiern und saufen waren.
Und dieser Satz beschreibt ganz schön, dass du es auch noch(?) nicht wirklich verstanden hast.
richtig und wichtig so