Die Bundesregierung lässt die Deutschland-App in sechs Kommunen testen und investiert dafür zunächst bis zu 1,16 Millionen Euro netto.
Der einheitliche Prototyp soll Bürger bei der Suche nach Verwaltungsleistungen und bei Anträgen unterstützen. Mehrere Hundert Personen sollen die Anwendung erproben. Als Pilotkommunen wurden Dortmund, Dresden, Erfurt, Hamburg, Nürnberg und Wiesbaden ausgewählt.
Für die Entwicklung wurde T-Systems International als Generalunternehmer beauftragt. Der Auftrag stammt aus bestehenden Rahmenverträgen des Kaufhauses des Bundes. In der Initialphase kommen zudem Leistungen von KPMG, Capgemini Deutschland und dem Informationstechnikzentrum Bund zum Einsatz.
Deutschland-App startet mit ausgewählten Verwaltungsleistungen
Der geplante Ablauf umfasst mehrere Entwicklungsstufen:
- Start mit Proof of Concept und anschließendem Minimum Viable Product
- Leistungen aus Familie, Wohnen, Soziales und Unternehmensgründung
- Tests mit mehreren Hundert Nutzern in sechs Kommunen
- Optionaler Probewirkbetrieb von bis zu zwölf Monaten
Die Identifikation und Authentifizierung soll unter anderem über die eID-Funktion des Personalausweises erfolgen. Eine Verbindung zur europäischen EUDI-Wallet wird laut Bundesregierung bereits prototypisch in einer Sandbox getestet.
Ich finde den Ansatz sinnvoll, zunächst einen einheitlichen Prototyp unter unterschiedlichen kommunalen Bedingungen zu erproben. Wichtig wird aber sein, ob daraus tatsächlich eine zentrale und einfach nutzbare Lösung entsteht, statt nur ein weiteres digitales Verwaltungsangebot neben vielen bestehenden Portalen.
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