DKB 2030: Mehr Depots, mehr Kunden, mehr digitale Angebote

Neobanken aufgepasst: Die DKB will mit klugen Schritten und neuen Produkten ihre Marktposition ausbauen.
Die Deutsche Kreditbank (DKB) kündigt Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro bis 2030 an und will ihren Ertrag um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigern, sagte DKB-Chef Sven Deglow dem „Handelsblatt“.
Die Bank verfolgt die neue Strategie „DKB 2030“, mit der sie ihre Position im Markt gegen Neobanken und Neobroker ausbauen möchte. Deglow betont, dass Wachstum durch wohlüberlegte und nachhaltige Maßnahmen erreicht werden soll.
Ziel der DKB ist unter anderem, die Zahl der Wertpapierdepots von 900.000 auf zwei Millionen zu erhöhen und das Provisionsergebnis zu verdoppeln. Außerdem sollen die Kundenforderungen bis 2030 um 50 Prozent und die Einlagen um 40 Prozent wachsen.
Attraktive Zinsaktionen bleiben laut Deglow Bestandteil des Angebots. Die Bank zählt aktuell 5,9 Millionen Kunden und gehört zur BayernLB.
Fokus auf Wertpapiergeschäft, Business Banking und KI
Wertpapiergeschäft als zweites Ankerprodukt
Die DKB strebt an, das Wertpapierdepot neben dem Girokonto als zweites Kernprodukt zu etablieren. Dazu arbeitet sie künftig mit dem Berliner Fintech Upvest zusammen.
Alle neu eröffneten Depots sollen ab 2026 über Upvest betrieben werden, die Bestandsdepots bis Ende 2027. Durch diesen Ausbau plant die Bank, die Provisionserträge zu steigern und unabhängiger vom Zinsüberschuss zu werden.
Neues Business-Angebot
Für 2028 plant die DKB ein Kontoangebot für Kleinst- und Kleinunternehmen, das digital abgewickelt wird. Zielgruppe sind Solo-Selbstständige, Gründer sowie IT- und E-Commerce-Unternehmen. Das Angebot umfasst Konten, Unterkonten und Debitkarten.
Laut DKB-Finanzchef Jan Walther ist ein stationäres Angebot nicht vorgesehen, und die Bank nutzt bestehende Privatkundendaten zur gezielten Ansprache.
Künstliche Intelligenz im Kundenservice
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf KI. Die DKB hat bereits einen KI-Assistenten im Kundenservice eingeführt, der 80 Prozent der Anfragen sofort löst (laut Bank). Künftig sollen Voice-to-Voice-Funktionen und KI-basierte Betrugserkennung für Echtzeitüberweisungen implementiert werden. Zudem sollen Antragsstrecken für Privatdarlehen und Baufinanzierungen beschleunigt und vereinfacht werden.
Ich finde die Strategie der DKB gut strukturiert und auf langfristiges, nachhaltiges Wachstum ausgelegt. Die Kombination aus Wertpapiergeschäft, digitalem Business Banking und KI dürfte der Bank dabei helfen, sich im Wettbewerb gegen Fintechs und Neobanken zu behaupten. Doch auch diese gehen mit der Zeit und werden der DKB nicht einfach so Marktanteile überlassen. Für Kunden ist ein gewisser Konkurrenzdruck sicherlich erst einmal eine gute Sache.
Im Tagesgeld-Vergleich findest du eine Auswahl etablierter Anbieter. Weitere Anlagemöglichkeiten findest du im Festgeld-Vergleich und im Depot-Vergleich.
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Ich hätte gerne einfach die Möglichkeiten für Unterkonten, automatischen Sparplan „alles über 500€, dass am 31. noch auf dem Giro liegt in den ETF packen“, WERO und dann ist gut…
Genau das. Erstens finde ich 2030 a weng spät. Zweitens haben diese Funktionen anscheinend mehr Vorteile für die Bank als für die Kunden.
Den Wechsel des Hauptkontos macht man nicht mal eben so, daher musste die neue Bank erst mal etwas locken. Aber ich ziehe nach geschätzten 15 Jahren jetzt um. Ciao DKB, das war in letzter Zeit einfach zu wenig.
Ambitionierte Pläne im Wertpapierbereich. Bin ich gespannt wie sie das tatsächlich umsetzen möchten. Das Depot ist grundsätzlich nicht schlecht und kann auch mit den anderen Direktbanken (Nicht Neo Brokern) mithalten. Allerdings sollten sie vermutlich Sparpläne attraktiver gestalten.
Wenn sie mit Neobrokern konkurrieren wollen, müssen die Gebühren deutlich runter.
Bin gespannt. Ich habe seit langem ein Depot bei der DKB, wo auch noch was drin liegt, aber aktuell bespare ich nur mein Depot bei Scalable Capital.
Wenn die Konditionen in Zukunft besser werden, könnte ich mir vorstellen wieder alles zur DKB zurückzuholen.