DYMO LabelManager 500TS im Test

Etwas verwundert war ich schon, als DYMO mir den LabelManager 500TS zum Testen angeboten hat. Dreht sich doch sonst hier im Blog alles mehr um mobile Technik, aber wenn man die Chance hat, über den Tellerrand zu schauen, sage ich natürlich nicht nein, denn in Sachen Beschriftungsgeräte bin ich ein absoluter Noob. Da kann es ja nicht schaden, einfach mal zu schauen, was die Teile heutzutage leisten.

DYMO selbst bezeichnet den 500TS als „Einsteiger-Beschriftungsgerät mit Schnellzugriffstasten“ und verkauft das Gerät für unter 240 Euro, bei Amazon kann man aber bereits für um die 180 Euro zuschlagen. Ob das nun günstig für ein Beschriftungsgerät ist, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen.

Lieferumfang

Neben dem LabelManager 500TS sind im Karton die Bedienungsanleitung (auch online als PDF-Version verfügbar), Schriftbandkassette, Netzteil, USB-Kabel und ein wiederaufladbarer Lithium-Ionen Akku enthalten.

Technische Daten

  • Maße: L 190 mm x B 165 mm x H 95 mm
  • Gewicht: ca. 930 g inklusive Etikettenkassette
  • Vollfarben-LCD-Touch Screen
  • Bildschirmdiagonale 11,2 cm (9,7 x 5,6 cm)
  • QWERTZ-Tastatur
  • automatischer Bandabschneider
  • 300 dpi Auflösung beim Etikettendruck

Optik und Handling

Das Gerät wirkt insgesamt gut verarbeitet. Die Vorderseite ist schwarz und im oberen Bereich ist der Touchscreen eingearbeitet. Auf der Rückseite ist ein fester Standfuß angebracht, sodass ein angenehmer Winkel für die Eingabe gegeben ist. Da der LabelManager fast ein Kilo auf die Waage bringt und auch sonst recht groß ist, eignet er sich für den portablen Gebrauch eher weniger.

Zunächst habe ich das Gerät durch Einlegen des Akkus und der Etikettenbandkassette vorbereitet. Beide Teile waren einfach nach Öffnen der Rückklappe in den LabelManager einzusetzen, sodass ich ihn gleich ausprobieren konnte.

Funktionsweise

Gestartet wird das Gerät einfach über den großen Powerbutton in der mittigen Tastenreihe. Im Akkubetrieb ist das Gerät in wenigen Sekunden hochgefahren und ermöglicht so eine schnelle Eingabe. In der Mitte des farbigen Touchscreens erscheint zunächst ein leeres Etikett, das sodann beschriftet werden kann. Unterhalb dessen ist eine Schaltflächenleiste auf dem Touchscreen abgebildet. Darüber erfolgen die Benutzerverwaltung, die Speicherung der erstellten Etiketten und die Grundeinstellungen wie Zeit und Datum.

Tippt man auf das in der Bildschirmmitte angezeigte Etikett, öffnet sich dessen Bearbeitungsmodus. Die Zeicheneingabe ermöglicht die Hardewaretastatur. Im Bearbeitungsmodus könnt ihr dann unter den Stichwörtern, Schriftart, Einfügen und Layout, etikettenspezifische Einstellungen vornehmen. Die zehn vorinstallierten Schriftarten sollten normalerweise ausreichen. Natürlich kann man die Schrift auch fettgedruckt, kursiv und unterstrichen erstellen. Satzzeichen und Zahlen sind unter dem Menüpunkt „Einfügen, Symbole“ zu finden.

Zudem sind hier zahlreiche ClipArts und die Barcodeerstellung zu sichten. Über den Menüpunkt „Layout“ können verschiedene Rahmen genutzt und die Ausrichtung, Richtung sowie Länge und Breite des Etiketts eingestellt werden. Zum Speichern braucht man nur auf das Diskettensymbol auf dem Bildschirm zu drücken. Auch die Größe der Bildschirmanzeige kann direkt über ein Lupensymbol verändert werden.

Sind alle Einstellungen erfolgt und möchte man nun das Etikett drucken, drückt man ganz bequem die große Taste auf der Hardwaretastatur mit dem blaugefärbten Drucksymbol. Schon in wenigen Sekunden ist das Etikett griffbereit und abgeschnitten am linken Ausgabeschacht zu finden.

Über die Benutzereinstellungen können bis zu fünf Benutzerprofile angelegt und so die individuellen Einstellungen gespeichert werden. Dies ist nicht nur für die Arbeit im Team besonders günstig, sondern auch für eine themenverschiedene Arbeit.

Insgesamt empfand ich die Bedienung als sehr benutzerfreundlich, da sich alles von selbst erklärte. Auch die Tastatur bietet angenehme Druckpunkte und mit den Pfeiltasten in der Mittelleiste kann man den Cursor leicht zwischen den eingetippten Zeichen navigieren.

Etiketten

Das Etikettenpapier wirkt hochwertig und die gedruckte Schrift ist scharf und verwischt nicht. Es sei allerdings dazu gesagt, dass mir in diesem Bereich auch etwas der Vergleich zu anderem Etikettenpapier fehlt. Bei dem mitgelieferten Etikettenband ist das Papier beschichtet, sodass ein belastbares und haltbares Etikett entsteht.

Auf der Etikettenrückseite ist das Obermaterial einfach abziehbar, um die Klebefläche freizulegen. Die Etiketten halten gut, auch auf verschiedenartigen Oberflächen wie Metall und Holz. Die Ersatzkassetten kosten je nach Qualität und Größe zwischen 16 und 27 €.

DYMO Label-Software

Mit dieser Software, die frei bei DYMO für Mac und PC erhältlich ist, kann der Drucker auch über den PC bzw. Mac genutzt werden. Wer das Erstellen von Etiketten über eine Computertastatur bevorzugt, findet hier eine Alternative. So könnt ihr neben der normalen Etikettenverwaltung auch zusätzliche ClipArts, Schriftarten und Bilder auf das Gerät laden.

Fazit

Das Gerät ist als stationäres Gerät konzipiert und taugt wegen der Größe und dem Gewicht nur bedingt zur portablen Verwendung. Insgesamt ist der DYMO gut verarbeitet, überzeugt durch seine einfache Bedienung über den Touchscreen und druckt zügig und sauber. Aufgrund der UVP von 236,81 € und dem umfangreichen Gestaltungsprogramm der Etiketten findet das Gerät in der privaten Nutzung wohl weniger Resonanz. Es ist, obwohl es als Einsteigergerät vermarktet wird, wohl eher in professionellen Einsatzgebieten zu Hause.

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