Volkswagen: Sparprogramm mit angezogener Handbremse
Volkswagen will sparen und die Rendite steigern, man hat sich dabei sogar sehr ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2030 sollen 35.000 Jobs wegfallen, wovon man aber schon 28.000 streichen konnte, was Oliver Blume laut Spiegel diese Woche auf der Hauptversammlung mitteilen wird. Es fehlen also nur noch 7.000 Stellen.
Klingt nach wenig, jedenfalls mit Blick auf die 28.000, aber es wird zunehmend schwieriger, denn wer gehen will, der hat sich bereits entschieden. Aber das ist nur ein Weg, um die Kosten zu reduzieren, denn durch den Personalabbau habe VW bisher etwa eine Milliarde Euro eingespart. Da fehlt also noch der Bärenanteil.
Volkswagen hat unrealistische Ziele
Bis 2030 will die Marke jährliche Nettoeinsparungen von sechs Milliarden Euro anpeilen, auch durch weniger Modelle im Portfolio und weniger Autos, die man produziert und verkauft. Sprich, auch mit Werksschließungen. Anders wird man so ein Ziel nicht bis Ende des Jahrzehnts erreichen, denn der Rest ist ausgeschöpft.
Noch mehr Personal kann man auch nicht loswerden und die Preise für die Autos kann man nicht noch weiter steigern, irgendwie muss Volkswagen also schauen, dass man weiter spart. Wobei eine operative Marge von bis zu 10 Prozent bis 2030, wenn man sich den Automobilmarkt gerade anschaut, eigentlich unrealistisch ist.
Volkswagen will Jobs abbauen, sparen und gleichzeitig mehr Geld verdienen, das wird nicht gelingen. Vielleicht kann man die Marge etwas steigern, aber man sollte sich lieber ein realistisches Ziel setzen. Schauen wir mal, im Sommer soll es mehr Details geben und vielleicht erfahren wir am Donnerstag auch noch mehr dazu.
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