Edeka darf Tegut übernehmen, aber das Kartellamt zieht eine Grenze
Das Bundeskartellamt erlaubt Edeka die Übernahme von 178 Tegut-Märkten, 24 weitere Standorte bleiben vorerst außen vor.
Edeka hatte ursprünglich die Übernahme von 202 Tegut-Märkten beantragt. Nach einer eingehenden Prüfung verzichtet der Händler nun für vier Jahre auf 24 Standorte. Ohne diese Zusage hätte sich laut Bundeskartellamt der Wettbewerb in 34 regionalen Märkten erheblich verschlechtert.
Edeka übernimmt großen Teil von Tegut
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund eines bereits stark konzentrierten Lebensmittelhandels. Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland sowie Aldi vereinten 2025 zusammen mehr als 90 Prozent der bundesweiten Umsätze auf sich.
Zum freigegebenen Paket gehören:
- 178 Tegut-Lebensmittelmärkte
- 41 personallose Teo-Märkte
- die Herzberger Bäckerei
- das Tegut-Logistikzentrum
Tegut betreibt insgesamt rund 300 Supermärkte. Die bisherige Eigentümerin Migros Zürich hatte im März 2026 den Verkauf angekündigt. Auch andere Händler interessieren sich für Standorte. Rewe möchte bis zu 40 weitere Tegut-Märkte übernehmen. Dieses Vorhaben wird noch geprüft.
Ich halte die Auflagen für einen wichtigen Aspekt des Deals. Für viele Tegut-Standorte entsteht damit eine Perspektive, gleichzeitig bleibt angesichts von mehr als 90 Prozent Umsatzanteil der vier großen Handelsgruppen der Wettbewerb im Lebensmittelhandel ein Thema, das man genau beobachten sollte.
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Das soll wohl ein Witz sein? Es geht ja hauptsächlich um Tegut Märkte in Osthessen und Thüringen. Einem Gebiet, in dem Edeka (inklusive netto, Herkules, Marktkauf …) schon geschätzt zu 60% marktbeherrschend ist, gibt man Edeka nochmals einen größere Anzahl von Märkten dazu? …mit der Begründung, dass sich der Wettbewerb sonst verschlechtern würde?
Ach deswegen heißt es Bundeskartellamt, weil es bestehende Kartelle weiter fördern soll…
Klasse, der Markt wird immer kleiner, und als wäre das nicht schon genug, werden die wenigen großen Player gleichzeitig noch größer und dominanter
Damit wird Edeka noch dominanter auf dem Markt