Elektrisch ohne Laden: Volkswagen führt eine „neue Antriebsoption“ ein

Volkswagen gab im Frühjahr bekannt, dass man eine neue Antriebsoption einführen möchte, die man zunächst im VW Golf und VW T-Roc anbieten wird. Neu sind der Golf Hybrid bzw. T-Roc Hybrid, die bei 41.400 Euro bzw. 44.470 Euro starten.

Hier gibt es 125 kW (170 PS) und einen Akku mit 1,6 kWh im hinteren Bereich, der dafür sorgt, dass man im Alltag „häufig rein elektrisch fahren“ kann. Dieser Akku wird über den Verbrenner geladen und kann nicht (!) selbst aufgeladen werden.

Im Gegensatz zu einem milden Hybriden kann man also vollelektrisch fahren, aber man kommt nicht weit und man kann es nicht selbst steuern. Durch die zwei E-Maschinen ist man übrigens auch etwas schneller bei 100 km/h (7,5 Sekunden). Die beiden Vollhybriden bieten dabei drei Optionen, die man im Alltag nutzen kann:

  • Antrieb per E-Maschine – Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten allein per
    E-Maschine, der TSI ist abgeschaltet.
  • Serieller Antrieb – E-Maschine plus Generator: Fahren per E-Maschine. Der TSI ist aktiv aber abgekoppelt, um in einem optimalen Betriebsfenster über einen Generator Energie für die E-Maschine zu erzeugen und damit die elektrische Reichweite zu verlängern.
  • Paralleler Antrieb – Benziner und E-Maschine – der TSI ist ab ca. 60 km/h auf Landstraßen und Autobahnen als primärer Antrieb aktiv; die E-Maschine unterstützt den Turbomotor, etwa als Booster beim Beschleunigen.

Volkswagen will den Kunden damit laut eigenen Angaben mehr Optionen geben, mit denen man elektrisch unterwegs ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man mit solchen Optionen die CO₂-Grenzwerte in der Flotte optimieren kann, ohne Kunden ein Elektroauto verkaufen zu müssen. Wobei Vollhybride ebenfalls sehr teuer sind.

Mal schauen, wie gut die Vollhybriden bei Kunden ankommen werden und ob VW das Angebot in Zukunft weiter ausbaut. Ich bleibe ja dabei, entweder Verbrenner oder Elektroauto, ein Mix aus beiden Welten hat bei mir noch nie gut funktioniert.


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  1. johannawalther 👋

    Ich hab jetzt schon einen richtige Knaller erwartet, wie z.B. ein ausgereiftes Wechsel-Akku-System, markenübergreifend, bundesweit verfügbar.

    Aber hybride Meterware, die Toyota schon seit Jahrzehnten überaus erfolgreich auf dem Markt hat, ist dann doch überaus antiklimatisch … Warum sollte hier irgendjemand VW nehmen und dann auch noch zu diesen Preisen, wenn es das längst anderswo ausgereift und bezahlbar gibt?

  2. AugenAuf 👋

    Es ist ehrlich kein Wunder, dass VW den Bach runter geht. So hirnrissig dumme Ideen sind schon echt selten und besonders unverständlich wenn der ideale Weg doch glasklar erkennbar und erprobt ist. Länder weiter weg und Länder um uns herum machen es doch klar vor. Zieht einmal nach und gesteht einfach, dass ihr aktuell hinten dran seid, anstatt euch krampfhaft mit so einem Unsinn als „neu“ definieren zu wollen. Niemand wird einen Verbrenner mit einer 1.6 kWh Batterie für 40.000 EUR kaufen.

  3. Stefan 👋

    Ein Mix aus Verbrenner und E-Motor funktioniert prima, wie Toyota seit 1998 beweist. Nicht grundlos benutzen viele Taxiunternehmen Toyotas Vollhybride. Weil sehr sparsam, zuverlässig, wartungsarm und langlebig. Und ohne Mist wie Turbolader. Dass VW jetzt, 28 Jahre nach dem ersten Prius, damit um die Ecke kommt, ist mega-peinlich für VW

  4. Adam Eva 👋

    Es bereitet nur noch Kopfschmerzen.
    Man könnte glatt glauben in der Schaltzentrale unserer Autokonzerne, würde direkt die fossile Lobby sitzen. So borniert kann doch Keiner sein!

  5. Diandra 👋

    Wir leben in der dümmstmöglichen Timeline.

  6. GH didjd 👋

    Diese Unternehmen generiert entweder Betrug oder blendet sonst irgendwie den Kunden. Deutsche Tugend dass man nur mehr Tricksereien verkauft???

  7. Hans 👋

    Komisch, bei Toyota kommt das seit Jahrzehnten gut an.
    Ein seltsamer Artikel mit einer seltsamen Aussage.

  8. Christoph Knies 👋

    Wie weit kann man denn mit einem 1,6 kWh kleinen Akku rein elektrisch fahren?

    1. Daniel 👋

      gar nicht weit. der ist zur Unterstützung beim anfahren gedacht und hilft beim segeln und konstant fahren. ich bin mindestens bei 50% elektrisch fahren. in der Stadt nicht selten bei bis 80%. einfach mal einen Toyota Hybrid fahren, dann versteht man das Konzept am besten.

      1. Schmitz 👋

        Bei Toyota funktioniert das seit über 20 Jahren hervorragend. Trotz kleinem Akku 50% oder mehr elektrisch fahren. Ob VW das so hinbekommt ist fraglich. Davon abgesehen sind E-Autos ohnehin die bessere Wahl.

    2. Stefan 👋

      So wie jeder Toyota-Vollhybride. Das geht, 1 bis 2 Kilometer. Danach ist die kleine Batterie leer und man muss den Verbrennungsmotor starten. Entweder zum Nachladen der Batterie oder direkt als Antrieb. Und mehr als etwa 1, 2 Kilometer geht nicht (es sei denn, es geht bergab), zu mehr ist die Batterie zu klein. Toyotas Hybridtechnik kam 1998 auf den Markt. Dass ist alles eigentlich ein uralter Hut, außer für VW, wie es scheint.

  9. Uwe 👋

    Ökologischer Schwachsinn! Unglaublich solche Autos überhaupt auf den Markt zu bringen…

    1. Daniel 👋

      ganz im Gegenteil. durch den kleinen Akku werden Ressourcen geschont und der Verbrauch massiv gesenkt zu herkömmlichen verbrennen.

      1. Elektrolurch 👋

        So, dann stell dir doch mal vor, wieviel Sprit du sparen kannst, wenn du gar keinen verbrennst!
        Ich sags dir: ALLEN!
        Und effizienter als ~30% ist so ein rein Elektrischer auch noch. Unglaublich, eigentlich …

        1. Daniel 👋

          ich pfeife auf Effizienz. mir ist Effektivität wichtiger. das beste ist, wenn wir uns alle eine Kutsche mir Pferd holen, die verbraucht werder Benzin noch Strom.

      2. Simon Kuhnert 👋

        Massive 5-9%, dass müssen diese Hocheffizienzverbrenner sein…

    2. Stefan 👋

      Du sprichst Unsinn.Natürlich ist ein reines E-Auto die mit Abstand umweltfreundlichste Lösung. Aber die Toyota-Hybride verbrauchen messbar weniger Benzin, daher weniger CO2. Und wegen Saugrohreinspritzung erzeugen die auch kaum Feinstaub und Stickoxide, im Gegensatz zu VWs Turbo-Direkteinspritzern.

  10. Daniel 👋

    Mit meinem Toyota Corolla Hybrid verbrauche ich 4,5 Liter im Schnitt. Das ist das beste Konzept. Und 15 Jahre Garantie habe ich auch noch. Verstehe die Kritik an Vollhybriden nicht!

    1. Pose Mugkel 👋

      bei 4,5 Litern kannste auch gleich nen Diesel fahren.

  11. Heinemann 👋

    Also den stink normalen Hybrid, den es im Golf vor midestens 14 Jahren schon gab.

  12. Kharma 👋

    klingt nach einer Idee, die vor 15 Jahren echt toll gewesen wäre, heute könnt sie nach toten Pferd

  13. Leif 🏅

    Bezüglich CO2 Flottenoptimierung sollte automatisiert erfasst und übermittelt werden wieviel km in welchem Modus gefahren werden und die Berechnungen erst auf diesen Daten erfolgen. Dann würden solche Mogelpackungen vermutlich gar nicht erst gebaut werden.

    Wie man überhaupt auf die Idee kommt sich so etwas auszudenken und dafür dann auch noch Entwicklungs- und Produktionskapazitäten zu verschwenden. Solche Ansätze erinnern wieder stark an den Abgasskandal, Thermofenster und derlei Dinge

  14. Egon_meier 🍀

    ich halte das auch für eine etwas sehr zweifelhafte Lösung – allerdings erhöht es die Effizienz des Gesamtsystems. Mit diesem System hat sich Toyota bislang sehr erfolgreich aus der c02-Grenz-Debatte herausgehalten und wurde dafür gefeiert.
    Ich meine allerdings, dass VW besser auf das Momentum bei seinen MEB setzen sollte. Andererseits gibt es zahlreiche Kunden, die solch eine System schätzen und bislang nur bei Toyota fanden – und die kann man nun mitnehmen.

  15. Aaron Matthiesen 🎖

    Dad sind die Einstiegspreise für diese kompakten Verbrenner?
    Da muss man als Käufer das Verbrenner-Feeling schon sehr lieben.

    Wenn man bedenkt, dass die neuen elektrischen ID. Polo und Cross mit der größeren Batterie – und Vollausstattung so um 35.000 liegen, die Prämie noch nicht eingerechnet, oder einen gut ausgestatteten ID.3 mit der mittleren oder fast der großen Batterie.

  16. Michael Sohn 👋

    So ein Schwachsinn. Hybrid ist schon vom Konzept her voll daneben aber da kann man bei einigen Modellen wenigstens selbst laden, aber sowas? Warum steckt „Volks“wagen Zeit und Energie in ein doppeltotes Pferd?

    1. Egon_meier 🍀

      DAs ist ein Art von Vollhybrid .. Schwachsinn? – Komischerweise wird das bei Toyota als Geniestreich gefeiert.
      Aber das ist ja was anderes. Wenn VW das macht ist es immer pöse und dumm und doof.

      1. Andre 👋

        wir fahren einen Toyota Auris Hybrid als Kombi und das Ding ist einfach toll, jetzt mit 190.000km, sehr sparsam, gerade im nicht Autobahn Betrieb. Toyota lässt den Verbrenner außerdem im Atkinson Zyklus laufen, das erhöht weiter die Effektivität, in den letzten 50.000km Tagen wir einen Durchschnittsverbrauch von gerade Mal 4,8L / 100km. welcher Benzin Kombi macht das? im Sommer sind innerstädtischen weit unter 4L/100km drin. auf der Autobahn bei Tempo 120 sind es dann unter 5. ich würde nichts anderes mehr nehmen als Langstreckenauto, wir haben als zweiten noch einen vollelektro aber auch nur weil wir zu Hause laden können.

  17. TomTomID 🍀

    Jep, das klingt nach einem langfristigen Wartungsalbtraum…

  18. Vahdi 🪴

    Geil! Noch mehr mögliche Fehlerquellen und Verschleißteile.

    1. Alex 🍀

      Also Toyota setzt Vollhybrid mit weniger (!) Verschleißteilen (keine Kupplung, Lichtmaschine usw.) sehr erfolgreich um. Und die Dinger sind quasi unzerstörbar.

      Ob VW das aber auch schafft – daran habe ich auch Zweifel.

      1. Elektrolurch 👋

        Keine Lichtmaschine? Und welcher Generator lädt dann due Betterie?

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