Frühstartrente beschlossen: So viel Geld sollen Kinder bekommen

Die Bundesregierung hat die Frühstartrente mit monatlich 10 Euro staatlicher Förderung für Kinder auf den Weg gebracht.

Kinder sollen vom 6. bis zum 18. Lebensjahr monatlich 10 Euro für ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot erhalten. Das Modell startet mit dem Geburtsjahrgang 2020. Eltern können zusätzlich eigenes Geld einzahlen. Der staatliche Zuschuss soll automatisch über den Anbieter fließen.

Nach Berechnungen der Bundesregierung summieren sich die staatlichen Einzahlungen auf 1.440 Euro. Bei einer angenommenen nominalen Rendite von 7 Prozent könnten daraus bis zum 18. Geburtstag rund 2.200 Euro werden.

Frühstartrente soll langfristig Vermögen aufbauen

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • 10 Euro staatliche Förderung pro Monat
  • Förderung zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr
  • Erträge bleiben bis zum Renteneintritt steuerfrei
  • Private Zuzahlungen der Eltern sind möglich

Laut Bundesregierung könnten die 2.200 Euro ohne weitere Einzahlungen bis zum Rentenalter auf rund 53.000 Euro anwachsen. Zahlen Eltern monatlich 50 Euro zusätzlich ein, werden sogar mehr als 300.000 Euro genannt. Diese Werte beruhen allerdings auf langfristigen Renditeannahmen und sind nicht garantiert.

Gut zu wissen

Auch Kinder ohne eigenes Depot sollen erfasst werden. Ihre Beiträge will der Bund kollektiv über die Deutsche Bundesbank am Kapitalmarkt anlegen. Der Anspruch kann später bis zum 35. Lebensjahr in einen eigenen Vorsorgevertrag übertragen werden.

Ich halte den Ansatz für interessant, weil wirklich jeder im Jahrgang profitieren soll und der Staat früh einen Einstieg in die Kapitalanlage schafft. Entscheidend wird aber sein, wie günstig, verständlich und flexibel die konkreten Produkte ab 2027 tatsächlich ausfallen.

Im Tagesgeld-Vergleich findest du eine Auswahl etablierter Anbieter. Weitere Anlagemöglichkeiten findest du im Festgeld-Vergleich und im Depot-Vergleich.


mobiFlip bei Google bevorzugen – unsere Beiträge öfter sehen Quelle wählen ↗
Fehler melden 15 Kommentare

   

Durch Kommentieren stimmst du unserer Netiquette und Datenschutzerklärung zu.

  1. Cris 🪴

    Ab Jahrgang 2020, dann mal wieder Danke für nichts!

    1. Tito ☀️

      Genau das. Wie hart armselig ist das… Ich dachte man will was für die Kinder und deren Vorsorge tun.

      Meine Tochter ist noch sechs, wird dieses Jahr 7, ist also in 2019 geboren. Mein Sohn ist 10. Beide gehen leer aus. Ok, sie haben schon seit Geburt ein Depot welches wir ansparen. Aber n 10er extra wäre nett gewesen. Die Kinder komplett rauszulassen obwohl noch über 10 Jhre bis zur Volljährigkeit fehlen, das‘ mal ne richtige Arschlochnummer.

      1. Cris 🪴

        Aber hat man von dieser Regierung was anderes erwartet? Ich sag nur die „heimliche“ Steuererhöhung.

      2. Ronald 🔅

        Man, kriegt euch mal wieder ein!
        Irgendwo muss ja mal wohl die Grenze gezogen werden.
        In diesem Jahr sollen alle Kinder beginnend mit sechs Lebensjahren gefördert werden, das macht nun mal ab Jahrgang 2020.
        Sollen jetzt noch nachträglich alle Kinder ab Jahrgang, was weiß ich, 2008 berücksichtigt werden?
        Und am besten noch mit einer Nachzahlung über die angenommene Rendite von 7%?
        Sogleich von einer „Arschlochnummer“ zu reden, zeigt eher jemanden der den anderen nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt.
        Übrigens, das ganze Leben ist ungerecht. Je eher du das akzeptierst, umso einfacher wird das Leben an sich.

        1. puk 🌟

          ja ganz genau richtig, Kinder sollten auch rückwirkend begünstigt werden. Man kann nicht sagen, Kinder von 6-18 werden begünstigt und dann die Kinder die heute 7 sind, bleiben die nächsten 11 Jahre außen vor. Du sorgst schon jetzt im Kindesalter an für Politikverdrossenheit.

          1. Ronald 🔅

            Also ab Jahrgang 2008?
            Du willst behaupten Kinder mit Jahrgang 2019 sind nun politikverdrossen?
            Vielleicht haben sich ja die Zeiten geändert, aber als ich sieben war hatte ich andere Gedanken als Politik oder entgangene 120 € im Jahr.
            Nochmal, wenn Grenzen gesetzt werden gibt es immer „Verlierer“.
            Eure Argumente erinnern mich an einen anderen Foristen hier, der sich beschwerte mit einem zvE von über 100k würde er keine eAuto-Förderung mehr erhalten. Was für eine „Arschlochnummer“. Immer wird man benachteiligt.

            1. puk 🌟

              das Kind selber jetzt gerade noch nicht, aber ein Teil der Eltern, die das mit der Zeit auf die Kinder übertragen werden.
              Und ich hab kein Problem damit, dass es die 120 Euro im Jahr jetzt nicht gibt, nur der Wortlaut ist ja, dass alle Kinder von 6-18 davon profitieren sollen. Mein 10j ist eindeutig zwischen 6 und 18 und profitiert nicht. Und bei den Kosten die hier dahinterstehen, hätte es auch kein Problem gegeben, auch die passenden Jahrgänge rückwirkend zu berücksichtigen.

              1. Ronald 🔅

                Okay, zwischen 2008 und 2019 wurden ca. 7,5 Millionen Kinder geboren.
                7.500.000 *10 € * 12 Monate macht zusätzliche 900 Millionen Euro im ersten Jahr.
                Weißt du was, lass uns die Vermögenssteuer wieder einsetzen, die Erbschaftssteuer reformieren, an die jährlichen mind. 100 Milliarden Steuerhinterziehung herangehen, dann können meinetwegen Kinder einen monatlichen Obolus von 100 € im Monat erhalten!

    2. Hendrik 🪴

      Ja mein Gott, reg dich auf. Meine Kinder sind 2018 und 2020 geboren, ich mache da auch keinen Aufstand. Immer diese Anspruchsmentalität.

  2. rot 🏅

    Wow. Den Betrage hätte man sich aich sparen können. Die paar Groschen schließen nicht die Versorgungslücke. Aber ich habe ganz vergessen…

    Der staatliche Zuschuss soll automatisch über den Anbieter fließen.

    Nimmt man knapp 14 Mio Kinder in Deutschland an, bekommen „die Anbieter“ schönes Geld zum spielen. Pro Monat.

    1. Valentin ☀️

      Es ist immer einmal ein Anfang dieser Art von Anlageform in die Köpfe zu bekommen und dass der Staat hier was springen lässt, finde ich auch gut

  3. Sam 🏆

    „Ich halte den Ansatz für interessant, weil wirklich jeder Jahrgang profitieren soll“

    „Das Modell startet mit dem Geburtsjahrgang 2020.“

    Wie passen diese beiden Aussagen zusammen?

    1. René Hesse ♾️

      Da fehlt ein „im“. Also jeder im Jahrgang profitiert, egal, ob sich die Eltern darum kümmern oder nicht. Das finde ich schon ziemlich gut gelöst, dass man dann als Erwachsener die Option hat das abzurufen.

      1. Ronald 🔅

        …,dass man dann als Erwachsener die Option hat das abzurufen.

        Darin sehe ich eine Schwäche. Mal sehen wie lange die Frühstartrente vorhält, wenn der Führerschein, das erste Auto, oder die erste Wohnung ansteht.
        Und in späteren Lebensabschnitten finden sich immer wieder gute Gründe das Vermögen anzugreifen.

        1. René Hesse ♾️

          Na, ich gehe schon davon aus, dass man es dann in ein Altersvorsorgedepot übertragen kann und die Förderung fällig wird, wenn man es vorzeitig auflöst. Mir geht es einfach darum: auch wenn sich deine Eltern um nichts kümmern, bist du nicht der Verlierer.

mobiFlip / News / Fintech / Frühstartrente beschlossen: So viel Geld sollen Kinder bekommen