Ende von Seat: Druck auf Volkswagen steigt

Cupra Licht Tavscan Header

Schon vor dem Entscheid für den Zukunftsplan 2030 wurde bekannt, dass Seat im VW-Konzern nach diesem Jahrzehnt nicht mehr vorkommt. Später wurde bekannt, dass man die Marke schon 2029 einkassieren möchte und es gab ein Statement.

Ein finales Ende für Seat sei noch nicht beschlossen, aber eine Perspektive wurde auch nicht genannt, was ein relativ sicherer Todesstoß ist. Kritik kommt jetzt direkt aus Spanien, denn Cupra kann Seat nicht ganz kompensieren, so Gewerkschaften.

VW-Werk in Spanien bleibt wichtig

Um das Werk von Seat mache man sich keine Sorgen, aber um die Arbeitsplätze vor Ort. Das sieht auch die Regierung so, die laut eigenen Angaben im Austausch mit Volkswagen steht. Man versteht auch nicht, warum sich Volkswagen direkt von Seat trennen möchte, denn eine Marke für Einsteigermodelle wäre nicht schlecht.

Das sehe ich übrigens auch so, ich würde Seat zwar nicht auf dem Level von Dacia positionieren, aber in diese Richtung gehen, auch mit Elektroautos. Doch da die Gewinnmarge aktuell wichtiger für das Management ist, wird das nicht passieren.

Im Werk Martorell können bis zu 500.000 Auto pro Jahr gebaut werden, nicht jeder Seat wird in Spanien produziert, aber 2025 waren es über 200.000 Einheiten. Das könnte Cupra irgendwann ausgleichen, aber vermutlich noch nicht vor 2030. Eine Option wären auch mehr Modelle von anderen VW-Marken vor Ort zu produzieren.

Doch ich vermute, dass es nicht ohne härtere Einschnitte gehen wird, denn jedes VW-Werk kämpft aktuell um Modelle, um den Standort zu sichern. Spanien wird sicher erhalten bleiben, es spielt bei elektrischen Kleinwagen eine wichtige Rolle im Konzern, aber ich gehe davon aus, dass der Standort eben etwas verkleinert wird.

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