ePA in Deutschland: Nutzung steigt deutlich in allen Versorgungsbereichen

Doctor Arzt

Die gematik meldet, dass die „ePA für alle“ nach einem Jahr bereits bundesweit in der Versorgung genutzt wird.

Nach den Angaben wurden bisher über 100 Millionen Dokumente eingestellt. Wöchentlich erfolgen mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten. Insgesamt sind rund 73 Millionen Akten angelegt.

In Krankenhäusern steigt die Nutzung deutlich, von rund 2.000 auf über 90.000 Dokumenten-Uploads pro Woche. Die technische Verfügbarkeit der Systeme liegt bei 99,9 Prozent.

Elektronische Patientenakte: Ausbau und neue Funktionen

Geplant sind ein erweiterter Medikationsplan, eine Volltextsuche, Push-Benachrichtigungen sowie eine Datenausleitung für Forschung und eine stärkere Integration in klinische Abläufe und digitale Prozesse im Gesundheitswesen.

Ich sehe darin vor allem eine zunehmende Standardisierung der Versorgung, durch die die Abläufe zwischen Einrichtungen und Patienten stärker vernetzt werden und Entscheidungen besser abgesichert sind. Ich persönlich hatte bisher noch keinen Bedarf, das Ganze zu nutzen.

Ein Jahr „ePA für alle“ in Zahlen

  • Insgesamt haben die Krankenkassen in Deutschland ca. 73 Millionen Akten für ihre Versicherten angelegt.
  • Wöchentlich werden im Schnitt mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten verzeichnet.
  • Die Befüllung schreitet voran: Allein im Februar und März gab es knapp 25 Millionen Dokumenten-Uploads. Die Gesamtzahl seit Start der ePA liegt bei mehr als 100 Millionen (Stand: 13.04.). Davon entfällt knapp mehr als die Hälfte auf medizinische Befunde und Berichte, gefolgt von elektronischen Arztbriefen. Mittlerweile sind auch mehr als 5,5 Millionen Zahnbonushefte über die ePA abrufbar.
  • Die Zahl der Dokumenten-Downloads seit ePA-Start liegt bei mehr als 37,4 Millionen.
  • Bis zu 93.000 (Zahn-) Arztpraxen greifen wöchentlich auf die ePA ihrer Patient:innen zu (im Vergleich dazu: Anfang Oktober 2025 waren es knapp 84.000).
  • Die Zahl der registrierten GesundheitsIDs beträgt 5,1 Millionen.
  • Um die ePA zu nutzen, müssen Einrichtungen mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden sein. Durchschnittlich waren die Aktensysteme der ePA – die zentralen technischen Komponenten, auf denen die Versichertendaten gespeichert sind – seit Einführung zu 99,9 Prozent verfügbar. Auftretende Beeinträchtigungen liegen demnach nicht an der ePA selbst, sondern am komplexen Zusammenspiel in der TI. Die Steigerung der Betriebsstabilität ist ein entscheidendes Ziel bei der Weiterentwicklung zur TI 2.0.

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