Falschgeld in Deutschland: Bundesbank veröffentlicht neue Zahlen
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 rund 30.000 gefälschte Euro-Banknoten in Deutschland registriert.
Die Zahl der Fälschungen sank gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 4,3 Prozent. Der Nennwert der sichergestellten Scheine lag bei rund 1,75 Millionen Euro und damit 5 Prozent niedriger. Rechnerisch kamen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr.
100-Euro-Fälschungen steigen deutlich
Auffällig ist vor allem die Entwicklung beim 100-Euro-Schein. Hier stieg die Zahl der Fälschungen um 61 Prozent auf 5.043 Stück. Am häufigsten wurde weiterhin der 50-Euro-Schein gefälscht. Auf ihn entfielen 14.222 Fälle und damit 47 Prozent aller falschen Banknoten.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- 30.007 gefälschte Banknoten insgesamt
- 14.222 falsche 50-Euro-Scheine
- 5.043 falsche 100-Euro-Scheine, plus 61 Prozent
- 64.878 gefälschte Münzen, plus 8,6 Prozent
- 91,1 Prozent der falschen Münzen waren 2-Euro-Stücke
Laut Bundesbank sind weiterhin viele schlicht produzierte Fälschungen mit Aufdrucken wie „MovieMoney“, „Prop copy“, „Facsimile“ oder „Geçersiz“ im Umlauf. Sicherheitsmerkmale fehlen dort häufig vollständig.
Bei Münzen verlief die Entwicklung dagegen nach oben. Die Zahl der Fälschungen stieg von rund 59.700 auf 64.878. Besonders deutlich dominiert die 2-Euro-Münze mit 59.092 Fällen.
Ich finde die Zahlen insgesamt beruhigend, weil Falschgeld bei Banknoten weiterhin selten bleibt. Der starke Anstieg bei falschen 100-Euro-Scheinen zeigt aber, dass ein kurzer Blick auf die Sicherheitsmerkmale gerade bei größeren Beträgen sinnvoll bleibt.
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