Gigaset GS370 Plus Smartphone ausprobiert

Gigaset Gs370 Plus Header

Das Gigaset GS 370 Plus begleitet mich nun seit einigen Tagen und durfte sich dabei von seiner besten Seite zeigen. Der wirklich schicke Mittelklasse-Androide hat wie es sich gehört einen schnellen Fingerabdrucksensor und eine Dual-Kamera auf der Rückseite.

Wie sich das Handy geschlagen hat, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen.

Die wichtigsten technischen Details

Vom Gigaset GS370 gibt es eine normale und eine Plus-Version. Letztere hat aber dabei nicht wie so oft ein (noch) größeres Display, sondern wird hauptsächlich im Bereich Speicher aufgebohrt. Das Gigaset GS370 kommt mit 3 GB RAM Arbeitsspeicher und 32 GB internem Flash-Speicher und 5 MP Frontkamera in der Farbe „Jet Black“ auf den Markt.

Das Gigaset GS370 Plus dagegen mit 4 GB RAM Arbeitsspeicher und 64 GB internem Flash-Speicher nebst  8 MP Frontkamera in den Farben „Jet Black“ und „Brilliant Blue“. Wir haben im Test die plus-Version.

  • Display: 5,7 Zoll HD IPS Display
  • Prozessor: Mediatek MT6750 Octacore 1,5 GHz
  • Akku: 3000 mAh
  • Kamera: Dual-Kamera (13+8 MP) auf der Rückseite und 8 Megapixel auf der Front
  • Speicher: 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB interner Speicher (erweiterbar)
  • Gehäuse: Aluminium
  • Betriebssystem: Android 7.0 Nougat

Lieferumfang

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Im Lieferumfang befindet sich das Handy selbst, nebst Papieranleitung. Dazu gibt es noch ein USB-Netzteil nebst USB-Kabel, einem SIM-Tray-Auswerftool und Ohrhörern. Alles in allem der übliche Lieferumfang.

Zum GS 370 Plus selbst

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Das GS370 Plus besitzt ein hochwertig verarbeitetes Aluminium-Gehäuse. In der schwarzen Variante schaut es damit absolut super aus und fühlt sich auch so an. Der Power-Button auf der rechten Seite besitzt ähnlich wie das One Plus 5T Sandstone White einen roten Rand und fällt damit auch optisch auf.

Nur knapp einen Zentimeter darüber sind die beiden Lautstärke-Buttons angebracht. Die Druckpunkte der Tasten sind gut spürbar.

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Auf der linken Seite finden wir den Slot für die SIM und die MicroSD-Speicherkarte. Besonderheit ist hierbei die Breite des Slots, weil die Karten nicht hintereinander sondern zwei SIM nebeneinander und die Speicherkarte darunter Platz findet. Wir haben hier also ein Dual-SIM-Gerät, welches mit zwei SIM-Karten und einer Speicherkarte betrieben werden kann.

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Die Rückseite wird oben von einem kleinen Streifen getrennt, um Platz für die Antennen zu schaffen. Auf der selben Höhe finden wir die beiden Kameras auf der Rückseite und den LED-Blitz. Die Kamera ist einmal eine 13 Megapixel und einmal eine 8 Megapixel Weitwinkel Kamera.

Etwas weiter unten befindet sich der Fingerabdrucksensor. Er reagiert fix und ist an dieser Position auch sehr gut mit den Fingern erreichbar. Etwas weiter unten ist noch der Gigaset-Schriftzug angebracht.

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Auf der Oberseite ist der 3,5er Klinkenstecker-Anschluss verbaut worden. Auf der Unterseite finden wir rechts und links vom MicroUSB-Anschluss jeweils Gitter, wovon wie immer lediglich hinter einem ein Lautsprecher verbaut wurde. Das zweite dient der Optik und vermutlich ist auch eines der Mikrofone darunter verbaut.

Meiner Meinung nach ist es etwas schade, dass hier tatsächlich noch auf MicroUSB gesetzt wird. Aber es lässt sich nicht ändern. Klanglich ist das GS 370 Plus absolut in Ordnung. Wie immer kaum Bass, aber wie immer auch die Erklärung, dass aus einem solchen kleinen Raum auch kein Bass geholt werden kann.

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Auf der Frontseite finden wir ein 18:9 Display, welches mit 1440×720 Pixeln auflöst. Das klingt nach wenig ist aber in dieser Preisklasse meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man nicht zwingend eine größere Auflösung benötigt. Das IPS-Display zeigt kaum Schwächen, wenn auch die Schwarzwerte nicht an die eines AMOLED-Displays rankommen. Einzig die Blickwinkelstabilität könnte etwas besser sein.

Die nötige Energie liefert ein 3000 mAh Akku, welcher in meinen Augen ein gesundes Mittelmaß ist, zwischen zu schwer und dennoch genug Saft für einen kompletten Arbeitsalltag. In meinem Test kam ich damit locker über einen Tag und hatte am Abend noch locker 20 % Akku über. Der Ordnung halber folgt wie immer meine Auflistung, was ich so ungefähr am Tag mit einem Handy so anstelle. Ca. zwei Stunden veranschlagt das GS370 Plus zum vollständigen aufladen des Akkus via Quickcharge.

Nutzungsverhalten: Android Wear Smartwatch per Bluetooth dauerhaft gekoppelt, Auto per BT für die Freisprecheinrichtung verbunden, 4 Mail-Konten per Push, Spielen, Kamera testen, Apps installieren, (wenig) Telefonieren, social Gedöns wie Facebook, G+, Instagram, Twitter, etc. Dazu ist auf jeden Fall alles aktiviert, egal ob WLAN, Bluetooth, GPS usw. Die Display-Helligkeit ist sofern möglich auf Automatik. Nachts packe ich das Handy in den Flugmodus, lasse es aber eingeschalten. 

Der Akku feuert mit seinen 3000 mAh den Mediatek Octacore-Prozessor 6750T an. Das ist einer der Prozessoren, welcher normalerweise in einer gesunden Mittelklasse verbaut wird. Mit seinen 1,5 GHz sorgt er im Alltag für genügend Rechenpower, um über die Runden. Aber man darf auch nicht zuviel davon erwarten. Ruckler hier und da gehören auch mit einem AnTuTu-Benchmark von über 40.000 Punkten zum Alltag.

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Von den 64 GB internen Speicher sind wie immer schon ein paar GB belegt. Vom Start weg standen mir ca. 55 GB Speicher zur Verfügung. Das Telefon kam für den Test mit Android 7.0 und Sicherheitspatch vom November 2017 an.

Gigaset GS 370 Plus Android

Für das zweite Quartal 2018 ist laut Gigaset eine Aktualisierung auf Android 8.0 Oreo geplant. Gigaset lässt die Android-Oberfläche weitgehend im Stock-Look. Das gefällt mir sehr und ist vermutlich auch der Grund warum die Oreo-Aktualisierung überhaupt schon angeteasert wurde.

Ein paar Screenshots folgen hier noch im Anschluss, damit ihr beispielsweise seht, wie die Galerie, Quicktoggles usw. aussehen. Wie schon erwähnt alles hübsch schlicht und fast komplett Stock, also unverändert.

Kameras

Die beiden Kameras auf der Rückseite sind im Grunde genau so konfiguriert, wie mir persönlich eine Dual-Kamera gefällt. Das wir keine zweite Kamera für Tiefenunschärfe oder schicke Portrait-Fotos benötigen, hat spätestens das Pixel 2 (XL) bewiesen. Der für mich sinnvolle Grund für eine zweite rückseitige Kamera ist ein Weitwinkel-Objektiv.

Damit lassen sich prima größere Objekte (Gebäude, Landschaften etc.) auf einem Foto einfangen. Leider wird aktuell die zweite Kamera meist auch in Sachen Megapixel und Blende degradiert, was dazu führt, dass bei schlechteren Lichtverhältnissen auch die Qualität der Bilder darunter leidet. Wie immer könnt ihr ein paar Schnappschüsse in einer Galerie auf Google+ anschauen.

Hier sieht man sehr schön, dass die Weitwinkel-Fotos des GS370 Plus deutlich weniger Schärfe haben und meist auch dunkler im Vergleich zur Fotos aus dem Hauptobjektiv sind.

Und sonst noch?

  • Telefonieren musste ich natürlich während meiner Testzeit auch mit dem Gerät. In meinem Fall im D-Netz und ich konnte keinerlei grobe Nebengeräusche oder dergleichen verzeichnen. Auch das Gegenüber verstand mich prima. :)

Fazit zum Gigaset GS 370 Plus

Das Gigaset GS 370 Plus wird aktuell für 299,- EUR bei Amazon verkauft. Für 279,- EUR kann die normale Version erworben werden, die sich im Speicher und der Kamera unterscheidet. Die Verarbeitung am GS 370 Plus lässt absolut keinen Grund zur Kritik über. Kamera und Display sind für ein Mittelklasse-Gerät in Ordnung.

Mich persönlich haben in der täglichen Nutzung lediglich die Ruckler ab und zu beim schnellen Scrollen gestört. Ein smoothes Scrollen beispielsweise durch die Twitter-Timeline war mit dem Gerät in meiner Testzeit nicht möglich. Der restliche Eindruck den das Gigaset GS 370 Plus hinterließ, war aber fast durchwegs gut.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Gigaset GS370 Plus mit 4.1 von 5 Punkten.

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