Glasfaser für alle Anbieter: Jetzt kommt Bewegung in den Markt

Die Bundesnetzagentur will mit neuen Entgeltprinzipien den Zugang konkurrierender Anbieter zu Glasfasernetzen erleichtern.

Die Behörde hat Orientierungspunkte für Open-Access-Entgelte vorgelegt und zur Konsultation gestellt. Diensteanbieter sollen damit leichter kalkulieren können, zu welchen Preisen sie die Glasfasernetze anderer Unternehmen nutzen können.

Grundlage soll ein angemessener Abschlag vom Endkundenpreis des jeweiligen Netzbetreibers sein. Die verbleibende Marge muss groß genug sein, damit Wettbewerber ein vergleichbares Angebot kostendeckend vermarkten können.

Dafür hat die Bundesnetzagentur aktuelle Endkundenpreise und bereits vereinbarte Vorleistungsentgelte ausgewertet.

Open Access soll Glasfaser-Wettbewerb vereinfachen

Der BREKO begrüßt die Orientierung grundsätzlich, fordert aber eine umfassendere Betrachtung des Marktes. Neben den Entgelten müsse auch die Nachfrageseite berücksichtigt werden. Für den flächendeckenden Glasfaserausbau seien laut Verband weitere Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe erforderlich.

Ich halte einheitlichere Leitplanken für sinnvoll. Wenn Netzbetreiber und Diensteanbieter schneller zu tragfähigen Konditionen finden, könnte das den Wettbewerb auf bestehenden Glasfasernetzen stärken. Entscheidend wird aber sein, dass Open Access für Wettbewerber attraktiv bleibt und sich der weitere Netzausbau zugleich wirtschaftlich rechnet.


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