Google Maps: Fast alle Löschanträge kommen aus Deutschland

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Eine interessante Ergänzung zu Googles Neuregelung bezüglich gelöschter Bewertungen bei Google Maps: Eine EU-Transparenzdatenbank verzeichnete 2025 fast alle Löschanträge wegen Diffamierung aus Deutschland.

In Deutschland hat sich ein großer Markt rund um das Entfernen von Online-Beiträgen auf Google (Maps) entwickelt. Demnach bieten zahlreiche Agenturen und Anwaltskanzleien Dienstleistungen zur Löschung mutmaßlich diffamierender Inhalte an. Interessanter sind die Zahlen.

Laut Daten einer EU-Transparenzdatenbank stammten im Jahr 2025 rund 99,97 Prozent aller entsprechenden Löschanträge auf Google Maps aus Deutschland. Bei dieser Zahl habe auch ich nicht schlecht gestaunt.

In absoluten Zahlen wurden laut den Angaben 1.378.518 Löschanträge wegen Diffamierung eingereicht. Davon kamen laut „Tagesschau“ lediglich 398 Anträge nicht aus Deutschland. Als möglicher Grund wird die in Deutschland geltende rechtliche Abgrenzung zwischen unzulässiger Verleumdung und freier Meinungsäußerung genannt.

Screenshot

Digital Services Act erhöht Transparenz bei Löschungen

Gerichte haben bereits mehrfach zugunsten von Unternehmen entschieden, wenn es um diffamierende Inhalte im Internet ging. Gleichzeitig verpflichtet der Digital Services Act der Europäischen Union große Online-Plattformen zu mehr Transparenz und nachvollziehbaren Verfahren bei Moderation und Löschungen.

Wichtige Zahlen im Überblick:

Inzwischen zeigt Google die Anzahl gelöschter Bewertungen an. Dadurch wird das Bewertungssystem von Google Maps wieder einigermaßen nutzbar. Zumindest aus Endkundensicht.

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